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Historische Romane

Es klirren die Waffen und spriessen die Intrigen

Für die Rezensions-Rubrik «Hin und Her» haben sich die Mitglieder der Lesen-Redaktion diesmal bei den Historischen Romanen umgesehen – und empfehlen jetzt bemerkenswerte Neuerscheinungen nicht nur einander, sondern natürlich vor allem Ihnen!

Text: Jonas Bühler, Erik Brühlmann, Markus Ganz, Benjamin Gygax, Christina Hwang und Marius Leutenegger, Lesen Nr. 1/2016, Das Magazin der Buchhandlungen von Orell Füssli

Sehr geehrte Männerrunde mit Dame

Das Genre des Historischen Romans ist ja sehr breit, und da stellt sich die Frage: Wie wollen wir vorgehen, wenn wir hier Neuerscheinungen vorstellen? Ich schlage vor, wir bewegen uns streng chronologisch durch die Jahrhunderte zurück. Folglich mache ich den Anfang, denn «Eine Hoffnung am Ende der Welt» handelt während des Zweiten Weltkriegs - und was danach spielt, kann man wohl schlecht als Historischen Roman bezeichnen.

Autorin Sarah Lark erzählt in ihrem Buch von den Nöten und Hoffnungen einer 19-jährigen Frau: Helena ist Ost-Polin und wurde nach Stalins Einmarsch gemeinsam mit vielen Landsleuten nach Sibirien deportiert. 1944 führt das Schicksal sie und ihre Schwester Luzyna in ein alliiertes Lager für polnische Kriegsflüchtlinge in Persien. Hier können sich die Mädchen physisch und psychisch erholen, doch im fremden Land und ohne Lebensperspektive bleiben sie verloren. Als Neuseeland sich bereit erklärt, 700 Kinder und Jugendliche aus Polen aufzunehmen, keimt bei Helena neue Hoffnung auf. Tatsächlich kann sie die erträumte Reise ans Ende der Welt antreten, doch diese wird zunächst zum Alptraum. Und auch der Neustart in Neuseeland stellt die intelligente Helena vor grosse Probleme. Erst, als sie die Betreuerin Miranda Biller und ihren Vetter James McKenzie kennenlernt, beginnt sich das Schicksal zu wenden.

Die Autorin, die mit bürgerlichem Namen Christiane Gohl heisst, hat die Hintergründe ihrer Geschichte genau recherchiert. Helena ist natürlich eine fiktive Person, doch die Odyssee der Polen von Sibirien über Persien nach Neuseeland ist historisch korrekt. Gern liest man einmal etwas über diesen kaum bekannten Schauplatz der Geschichte. Und er gibt der Autorin zugleich Gelegenheit, uns einige Dinge über die interessante Kultur der Maori zu vermitteln. Ihre Geschichte ist flüssig erzählt, von der abenteuerlichen Handlung getrieben und kurzweilig. Also lasst euch doch auch mal ans Ende der Welt mitnehmen.

Herzlich, Benjamin

Meine Herren!

Wenn wir schon beim Zweiten Weltkrieg sind: Dazu habe ich eine bereits bewährte Empfehlung. Doch ganz sicher bin ich mir nicht, ob sich dieses Buch für euch eignet. Es hat nämlich jeder - und wirklich jeder - Frau gefallen, von der ich weiss, dass sie es gelesen hat. Ob es auch männliche Leser anspricht?

Nun, immerhin handelt es von allem, was das Leben ausmacht, und daher kann ich es wohl durchaus wagen, es euch vorzustellen. Abgesehen davon ist der Autor Jeffrey Archer eine spannende politische Figur, und ich weiss, dass euch so etwas interessiert. Archer wollte einst Oberbürgermeister von London werden, wurde dann aber wegen Meineids angeklagt und verurteilt - und schrieb im Gefängnis das Aufsehen erregende Buch «The Prison Diaries». Mit Intrigen kennt sich der Mann wohl aus, und diese spielen auch in seiner höchst erfolgreichen Clifton-Saga eine wichtige Rolle. Im November ist der zweite Teil erschienen, «Das Vermächtnis des Vaters», und auf April ist der dritte Teil angekündigt: «Erbe und Schicksal».

Wie erwähnt spielt die Saga in der Zeit um den Zweiten Weltkrieg; im Mittelpunkt stehen zwei englische Familien, die Cliftons aus dem Arbeitermilieu und die reiche Schifffahrt-Dynastie Barrington. Der Fokus liegt auf den jungen Leuten Harry Clifton und Emma Barrington, die eine komplexe Liebesgeschichte verbindet. In «Das Vermächtnis des Vaters» ist diese noch um einige Nuancen verzwickter als im ersten Band, weil der Verdacht im Raum steht, die beiden seien Halbgeschwister... Nun, Archer richtet sein Menü mit der ganz grossen Kelle an, und damit konnte er Millionen von Leserinnen in seinen Bann schlagen. Die Geschichte ist spannend, vielschichtig und oft unberechenbar. Man könnte monieren, der Zweite Weltkrieg sei hier lediglich eine Kulisse; zum Historischen Roman wird das Buch aber auch durch die Art, wie sich die Figuren verhalten, getrieben von den Normen, die einst galten. Archer gelingt damit auf hervorragende Weise, uns nicht historische Fakten, aber das alltägliche Leben von damals zu vermitteln. Ich rate: Versucht es doch einmal!

Bis bald, Christina

Seid gegrüsst, edle Mitstreiter und Mitstreiterin

Mich deucht, ich könnte mich dir, liebe Christina, anschliessen - denn auch der Foliant namens «Das Pestdorf» von Deana Zinssmeister dürfte vor allem der holden Weiblichkeit gefallen. Aber keine Angst, so pseudo-mittelalterlich, wie «holde Weiblichkeit» klingt, liest sich der Wälzer von immerhin fast 500 Seiten nicht. Zum Glück, schliesslich befinden wir uns auch schon in der frühen Neuzeit, genauer gesagt im Gebiet in und um Trier im Jahr 1672. Dort folgen wir der Familie Blatter - Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind rein zufällig, auch wenn Urs Blatter tatsächlich aus der Schweiz stammt.

Zuerst entwickelt sich die Geschichte wie eine idyllische kleine Familienchronik: Urs Blatter leitet das Trierer Hospital, seine Frau Susanne ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, und Tochter Gritli ist zwischen zwei Berufen und ebenso vielen Kerlen hinund hergerissen. Doch der Ärger schleicht sich langsam ins vermeintliche Paradies. Erst stellt sich heraus, dass Gritlis Bruder Michael homosexuell ist - mehr als nur ein Unding zu dieser Zeit. Dann bricht in einem Weinberg eine Rattenplage aus, und ein Knecht nach dem anderen liegt mit einer vermeintlichen Erkältung darnieder. Ihr ahnt es: Die Erkältung ist die schon besiegt geglaubte Pest, und als diese in einem kleinen Dorf in der Nähe ausbricht, wird kurzerhand der ganze Ort abgeriegelt. Zu dumm, dass Gritli sich ausgerechnet dort mit einem ihrer Verehrer getroffen hat und jetzt festsitzt. Und was hat eigentlich der Einohrige, der alle Galgen in der Gegend auf der Suche nach einem «Geldmännchen» abklappert, mit der Sache zu schaffen?

Ich muss zugeben: Die Geschichte ist nicht so rasant, wie es sich hier liest. Vielmehr breitet sie sich langsam und gemächlich aus, infiziert die Leserinnen und Leser geradezu und lässt sie Seite um Seite umblättern. Und ja, ich glaube wirklich, dass «Das Pestdorf» eher ein Frauenbuch ist - liebe Kollegen, lasst mal eurer weiblichen Seite freien Lauf! Ach ja: Das Buch bildet übrigens den Abschluss von Zinssmeisters höchst erfolgreicher Pesttrilogie. Wer also Vergnügen am Schwarzen Tod gefunden hat...

En Gruess, Erik

Werte Dame, werte Herren

Entspannt euch bitte kurz, vergesst den Zweiten Weltkrieg, die Pest und andere Gräuel! Seid willkommen im Topkapi-Palast in Istanbul, tretet ein und bestaunt die prachtvollen Räume, die kunstvoll verzierten Möbel und der herumwuselnde Hofstaat. Wir schreiben das Jahr 1532. Und wir erfahren, dass ein Mädchen einem Jungen Geschichten erzählt, beide - vorerst noch - in vorpubertär unschuldigem Alter. Und ja: Es sind Geschichten aus «Tausendundeiner Nacht». So weit, so abgedroschen, könnte man meinen. Gähnt ruhig. Auch ich war versucht, das dicke Buch wegzulegen, obwohl ein bisschen Märchen- und Liebeszauber beim Einschlafen helfen kann. Doch das Buch erweist sich als spannend. Denn das Mädchen ist die Tochter von Süleyman dem Prächtigen und der Junge der Sohn eines jüdischen Arztes. Auf diesen hat der Sultan auf seinem Feldzug nicht verzichten können - die Gicht macht ihm das Reiten zur Qual. Damit der Junge eine gute Ausbildung erhält, darf er in die Prinzenschule, die dem Harem angegliedert ist. Zwischen der Prinzessin und dem Jungen entwickelt sich eine berührende Liebesgeschichte, die zusätzlichen Zündstoff erhält durch die Information, dass der leibliche Vater des Jungen ein christlicher Ritter war.

Die Autorin Jacqueline Park verbindet auf süffige Weise Fiktion mit Fakten. Sie schildert nicht nur detailliert und lebensnah den Alltag im Palast, sondern erklärt beiläufig auch die Entstehung des Osmanenreichs sowie den Wandel des Herrschaftssystems und des religiösen Einflusses. Sie lässt auch verstehen, wieso lange ein heute kaum mehr denkbares Klima der Toleranz herrschte, sodass die muslimischen Sultane die aus Spanien vertriebenen jüdischen Flüchtlinge aufnahmen. Die ehemalige Professorin mokiert sich zuweilen fein, etwa darüber, dass die «gnadenlosen Mühlen des Protokolls den Beischlaf im Harem längst von jeglicher Lust befreit» hatten. Oder dass die Einnahme der österreichischen Festung Güns mit einem absurden Triumphzug durch Istanbul gefeiert wurde, obwohl eigentlich Wien erobert werden sollte. Denn, zugegeben, liebe Freunde: Ohne Krieg hätte sich Süleyman nicht als «Gottes Schatten auf Erden und dem Herrn zweier Meere und dreier Kontinente» bezeichnen können.

Lange Lesenächte wünscht euch Markus, der Romantiker

Liebe Leute

Romantik? Nun, ich biete euch das Kontrastprogramm. Ihr werdet es schon beim Titel ahnen: «Der Teufel vom Hunsrück» von Ursula Neeb ist nicht gerade eine Liebesschnulze par Excellence. Aber ich bin ja auch eher der Blutige unter uns, von daher passt das schon. Ich muss allerdings zugeben: Das Buch, das im späten 16. Jahrhundert spielt, hat mich überrascht. Statt staksig- gekünstelter Mittelalter-Teufelei präsentiert die gelernte Historikerin Neeb eine Geschichte, die zur Hälfte fast so etwas wie eine literarische Version der TV-Serie «Criminal Minds» ist. Die Wandlung des knurrigen Aussenseiters Christman zum kaltblütigen, fiesen, fast schon perversen Teufelsanbeter Groperunge lässt einen das eine oder andere Mal schaudern. Und seine Taten mitzuverfolgen ist ? das ist als Kompliment gemeint - zuweilen gar etwas widerlich!

Da kommt einem der zweite Handlungsstrang der Geschichte, Sibylle Molitors Suche nach dem vermissten Bruder, als Ausgleich sehr gelegen. Hier geht es ja «nur» um kleinere menschliche Abgründe wie des Bruders ganz unstandesgemässe Liebe zu einer Hure. Die Liebe kommt der zwar energischen, aber doch etwas naiven Sibylle selbst auch noch in die Quere. Und wie die beiden Handlungsstränge letztlich zusammenpassen... Nein, keine Spoiler! Da müsst ihr euch schon selbst an die 416 Seiten machen, die sich - ein weiterer Unterschied zum durchschnittlichen Historienroman - in fast halsbrecherischem Tempo wie im Flug lesen.

Na, neugierig geworden?

Mit teuflischen Grüssen, Erik

Liebe Kollegen

Ja, sehr neugierig geworden! Reichst du mir dein Rezensionsbuch rüber, Erik? Im Austausch gegen meines, das ebenso gut ist? Wie ihr wisst, gibt es mindestens zwei Arten von Historischen Romanen: Solche, die eine fiktive Geschichte in ein historisches Umfeld stellen - und solche, die wahre Begebenheiten aus historischer Zeit nacherzählen. Königin im Reich der zweiten Art, also bei der Nacherzählung tatsächlicher Ereignisse, ist wohl die Britin Hillary Mantel. Für die zwei bis jetzt erschienenen Teile ihrer Trilogie über Thomas Cromwell wurde sie mit je einem Booker Prize ausgezeichnet. Zumindest eine Fürstin in diesem literarischen Genre dürfte auch Mantels Landsfrau Robyn Young sein. Auch sie ist Schöpferin einer Trilogie, die in Grossbritannien spielt und bei der es um Intrigen rund um die Krone geht. Im Zentrum steht bei Robyn Young der junge schottische König Robert Bruce, der in den blutigen schottischen Unabhängigkeitskriegen ab 1296 sein Land von der englischen Krone löste. Dabei bediente er sich einer eigentlichen Guerilla-Taktik, die er mit einem zusammengewürfelten Heer aus Sympathisanten verfolgte. Mit wachsendem Erfolg gewann er die Anerkennung des schottischen Adels, und schliesslich gelang es ihm in der Entscheidungsschlacht von Bannockburn, mit rund 6000 Männern das dreimal grössere englische Heer zu vernichten.

Im dritten Band ihrer Trilogie behandelt Robyn Young nun den Weg Roberts I. zu dieser epischen Schlacht. Auch wenn der Titel «König des Schicksals» leider etwas gar an eine Schmontzette gemahnt: Dieses Buch müsste alle Fans von «Game of Thrones» begeistern! Waffen klirren, Köpfe rollen, Karren bleiben im Schlamm stecken, Dorfbewohner sind in Panik, es gibt sympathische Haudegen und fiese Typen, die man so richtig hassen kann. Es riecht, schmeckt und klingt nach blutigen Abenteuern, Erik! Die Figuren kommen aber nie holzschnittartig daher, sondern sind Menschen aus Fleisch und Blut. Und alles ist so wahr, wie es in einem Historischen Roman nur sein kann, denn Robyn Young hat sehr sorgfältig recherchiert und beschreibt die Ereignisse auf eindrücklichem literarischem Niveau. So macht Geschichte wirklich Spass ? auch wenn man sich natürlich die ganze Zeit fragt, was die Menschen eigentlich antreibt, für ein bisschen Ruhm und Macht all dieses Leid zu verbreiten bzw. auf sich zu nehmen.

Herzlichst Marius

Liebe Zeitreisende

Klirrende Schwerter und dunkle Machenschaften - ja, so ist Geschichte natürlich immer kurzweilig. Und wie du, Marius, ja oben geschrieben hast, machen historische Romane besonders Spass, wenn sie mit realen Begebenheiten spielen. In diesem Sinn möchte ich euch auch einen dicken Schmöker ans Herz legen.

Soviel ich weiss, habt ihr ja Umberto Ecos Bücher gern gelesen und geniesst Geheimnisse und Verschwörungen. Damit spielt auch «Die sieben Templer» von Guido Dieckmann. Die 1118 während des Ersten Kreuzzugs gegründete «Arme Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel» war ja eine Art Supertruppe, die nicht nur auf dem Schlachtfeld erfolgreich war, sondern auch unvorstellbare Reichtümer angehäuft haben soll. Weil das dem französischen König Philipp IV missfiel, wurden die Templer 1307 der Ketzerei und der Sodomie angeklagt und viele von ihnen hingerichtet. Der Ritterorden wurde zerschlagen, doch sein sagenhafter Schatz blieb verborgen. Bis heute halten sich Gerüchte, dass die Templer ihn fortschaffen und verstecken konnten. Vermutet wird er in Frankreich oder Schottland, ja sogar in Kanada. Und den wildesten Gerüchten zufolge soll auch der heilige Gral zum Schatz gehören.

Dieses Thema nimmt der Autor als Ausgangslage für seinen unterhaltsamen Roman: Als dem untergetauchten Templer Thomas Lermond die Inquisition auf den Fersen ist, lässt er nach den sieben Tempelrittern schicken, die das Geheimnis seines Ordens bewahren. Aus Erfurt, Speyer, Luxemburg, Paris, Marienburg und dem schottischen Argyll brechen sie auf zum Tempelhof, obwohl sie alle selber arg in Bedrängnis geraten sind. Dieckmann bietet 580 Seiten Spannung und Action, aber zugleich auch einige recht überzeugende Einblicke ins mittelalterliche Denken und Leben. Ob es überhaupt einen Schatz gibt und worum es sich dabei handelt, verrate ich euch natürlich nicht. Macht euch selber auf die Suche nach dem Geheimnis.

Mit ritterlichen Grüssen, Benjamin

Liebe Freunde alter Zeiten

Das waren ja wirklich tolle Lese-Inspirationen bis jetzt - vielen Dank dafür! Zum Abschluss gehe ich noch einmal weiter zurück, bis an den Anfang unserer Zeitrechnung. Denn schon damals gab es natürlich blutige Schlachten und fiese Intrigen. Einen diesbezüglichen Höhepunkt erlebte das antike Rom zum Beispiel kurz vor dem Jahr Null, als Julius Cäsar, Pompeius und Crassus um die Vorherrschaft im Reich buhlten. Genau in dieser Zeit setzt das erste Buch der Legionärs-Trilogie von Ben Kane ein. «Die vergessene Legion» erzählt von jenem sagenhaften Heer, das nach der verheerenden Schlacht bei Carrhae in den Nebeln der Geschichte verschwand. Das tönt geheimnisvoll und ist es auch. Verschiedenen Quellen zufolge sollen die Legionäre als Söldner bis nach China gekommen sein. Der Autor konzentriert sich bei seiner Erzählung auf den jungen Sklaven Romulus, der zusammen mit dem hünenhaften Gallier Brennus aus einer Gladiatorenschule geflohen ist und in der Armee auf den etruskischen Seher Tarquinius trifft. Die drei überstehen die blutige Schlacht bei Carrhae und die Gefangennahme durch die Parther. Als Söldner der Parther werden sie weiter nach Osten geschleppt, wo das erste Buch der Trilogie endet. Parallel dazu erzählt Ben Kane von Romulus? Schwester Fabiola. Ihr Besitzer verkauft sie an ein römisches Edel-Hurenhaus. Um Freiheit für sich und ihren Bruder zu erlangen, schläft sich Fabiola langsam in die Oberschicht hinauf und macht sich damit nicht nur Freunde.

Heute weiss man sehr viel über die Kultur und die Geschichte des römischen Volks. Ben Kane pickt sich für seinen Roman raus, was er spannend findet. Er nutzt historische Fakten, um seiner abenteuerlichen Geschichte damit genau die richtige Würze zu verleihen, ohne sie zu überladen. So sind die 700 Seiten schnell durch - und ich warte bereits auf den zweiten Teil, den es jedoch erst auf Englisch gibt. Manche historischen Ungereimtheiten begründet Kane im Nachwort damit, dass sie dramaturgisch passen - die Erzählung geht bei ihm vor. Ich finde, das ist bei einem Historischen Roman verzeihlich!

Gruss, Jonas