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Die Grasharfe

Roman
KurzbeschreibungEin Märchen? Collin Fenwick erinnert sich an ein Kindheitserlebnis, das ihm im Rückblick wie ein Traum erscheint. Als Elfjähriger kommt er nach dem Tod seiner Eltern zu seinen ebenso verschrobenen wie unterschiedlichen Tanten Verena und Dolly in ein kleines Südstaaten-Nest. ... weiterlesen
  • Kundenbewertung:Bewertung
  • ISBN-10:3-0369-5160-1
  • EAN:9783036951607
  • Veröffentlichungsdatum:Oktober 2006
  • Einband:gebunden
  • Verlag:Kein + Aber
  • Übersetzer:Annemarie Seidel, Friedrich Podszus
  • Gewicht:241 g
  • Abbildungsvermerk:Neuausg. 19 cm
  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:192

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Kurzbeschreibung zu: "Die Grasharfe"

Ein Märchen? Collin Fenwick erinnert sich an ein Kindheitserlebnis, das ihm im Rückblick wie ein Traum erscheint. Als Elfjähriger kommt er nach dem Tod seiner Eltern zu seinen ebenso verschrobenen wie unterschiedlichen Tanten Verena und Dolly in ein kleines Südstaaten-Nest. Die eine ist eine knauserige, herrschsüchtige Realistin, die andere eine freundliche Träumerin, die zusammen mit ihrer schwarzen Freundin Catherine aus Waldkräutern nach altem Rezept Arznei braut. Es kommt zum Tantenstreit, als Verena in Dollys Sammelleidenschaft ein dickes Geschäft wittert und diese im großen Stil vermarkten will. Dabei sitzt sie einem Schwindler auf - vor allem aber jagt sie damit Dolly in die Flucht. Um ihr kleines, privates Glück vor den Geschäftsinteressen der Schwester zu verteidigen, bezieht Dolly zusammen mit Collin und Catherine Quartier in einem Baumhaus. Doch ihr Idyll ist nur von kurzer Dauer: Schwester, Sheriff und Honorationen des Dorfes lassen ihnen keine Ruhe und versuchen, die drei Ausreißer zurück in die Wirklichkeit zu zwingen, hinunter vom Baum. Am Ende steht eine Schlacht und ein Sieg - eine letzte Nacht bleiben sie in ihrem Refugium, dann verlassen sie ihr Baumhaus freiwillig, den Triumph der Freiheit in den Augen. »Ein Stück vollkommene Poesie. Ein Gewebe aus Bildern, ein reiner Klang aus Herztönen schlichter Menschen, ein ergreifender Gesang von der Schönheit und der Trauer - eine perfekte Erzählung.« Der Tag, Berlin

Autorenportrait

Autorenportrait von: Truman Capote
Truman Capote wurde am 30. September 1924 in New Orleans geboren; er wuchs in den Südstaaten auf, bis ihn seine Mutter als Achtjährigen zu sich nach New York holte. Mit neunzehn Jahren veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte Miriam in Mademoiselle; für die Erzählung Die Tür fällt zu wurde ihm 1948 der »O Henry Award« verliehen. Im selben Jahr erschien sein Roman Andere Stimmen, andere Räume, der als das sensationelle Debüt eines literarischen Naturtalentes gefeiert wurde. Es folgten 1949 die Kurzgeschichtensammlung Baum der Nacht, 1950 die Reisebeschreibung Lokalkolorit, 1951 der Roman Die Grasharfe. Das 1958 veröffentlichte Frühstück bei Tiffany erlangte auch dank der Verfilmung mit Audrey Hepburn große Berühmtheit. 1965 erschien der mehrmals verfilmte Tatsachenroman Kaltblütig, 1973 Die Hunde bellen (Reportagen und Porträts), 1980 Musik für Chamäleons (Erzählungen und Reportagen). Postum wurden 1987 - unvollendet - der Roman Erhörte Gebete und 2005 das neuentdeckte Debüt Sommerdiebe veröffentlicht. Truman Capote starb 1984 in Los Angeles.

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Bewertung «Gebläht»  von Polar TOP100-Rezensent aus Aachen (28.06.2007):

Eigentlich stimmen alle Zutaten. Der Süden, eine schräge Familie, ein absurde Plot um einen Baum, der als letzter Zufluchtsort dient, selbst die Sprache läßt an einigen Stellen erahnen, was möglich gewesen wäre. Norman Mailer bezeichnet Capote als den vollkommensten Stilisten seiner Generation und man kann nur hoffen, daß es nicht an der Übersetzung liegt, daß dieser Roman sprachlich überfrachtet und bedeutungsschwanger daherkommt. Zu keiner Zeit zieht es einen in die Geschichte hinien. Die Dialoge lassen einen Leser außen vor, obwohl der Autor sich um Lokalkolorit bemüht. Leider sind die Anstrengungen, denen Capote sich unterwirft so stark, daß es einem trotz 187 Seiten schwerfällt, dabei zu bleiben. Sein Roman wirkt altbacken, geschwollen. Hier will jemand um jeden Preis Literatur schaffen und überfrachtet Beschreibungen mit Attributen und Adjektiven. Mit Frühstück bei Tiffany wird ihm ein paar Jahre später etwas Subtileres, Leichteres gelingen.

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