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Atemschaukel

Roman
KurzbeschreibungRumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. "Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15º C." So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein ... weiterlesen
  • buch.ch-Verkaufsrang:181
  • Kundenbewertung:Bewertung
  • ISBN-10:3-446-23391-1
  • EAN:9783446233911
  • Veröffentlichungsdatum:August 2009
  • Einband:gebunden
  • Verlag:Hanser
  • Gewicht:438 g
  • Auflage:4. Auflage
  • Abbildungsvermerk:Nachdr. 2010. 21 cm
  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:304

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Leseprobe aus: "Atemschaukel"

Beschreibung von: "Atemschaukel"

Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. "Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15º C." So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Autorenportrait

Autorenportrait von: Herta Müller
Herta Müller, 1953 geboren im deutschsprachigen Nitzkydorf/Rumänien, studierte 1973 - 1976 deutsche und rumänische Philologie in Temeswar. Nach dem Studium arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Sie wurde entlassen, weil sie sich weigerte für den rumänischen Geheimdienst Securitate zu arbeiten. Ihr erstes Buch "Niederungen" lag danach vier Jahre beim Verlag und wurde 1982 nur zensiert veröffentlicht. 1984 erschien es in der Originalfassung in Deutschland. Herta Müller konnte danach in Rumänien nicht mehr veröffentlichen und war immer wieder Verhören, Hausdurchsuchungen und Bedrohungen durch die Securitate ausgesetzt. 1987 Übersiedlung nach Deutschland. 1989 - 2001 Gastprofessuren an Universitäten in England, Amerika, Schweiz und Deutschland. Seit 1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Herta Müller wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt sie 2006 den Würth-Preis für Europäische Literatur für ihr literarisches Gesamtwerk sowie den Walther-Hasenclever-Werkpreis. Herta Müller lebt in Berlin. 2009 erhielt die Autorin die Ehrengabe der Heine-Gesellschaft.

Bewertung unserer Kunden zu: "Atemschaukel"

Kundenbewertung
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Bewertung «Atemschaukel»  von Kai Schwichtenberg aus Münster (23.11.2009):

Ja, natürlich: die Bücher von Herta Müller werden sich ab sofort von ganz allein verkaufen. Aber es ist ja nicht der Nobelpreis der den Wert ihres Werkes ausmacht, sondern das Werk selbst.
Also: "Atemschaukel" - ein beeindruckend, bedrückender Bericht über die Grausamkeiten zu denen Menschen in der Lage sind. Über Qualen, Hunger, Kälte, Krankheit, Hoffnungslosigkeit und am Ende doch über die Hoffnung zu entkommen.
Wenn Sprache retten kann, dann gibt uns Herta Müller die Worte an die Hand mit denen Rettung möglich ist. Poetisch und tief. Ein wundervolles Buch.

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Bewertung «Brilliant - poetisch - subtil»  von CaWa - die Leseratte TOP10-Rezensent aus Hilden (19.11.2009):

Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist.

In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in einem russischen Arbeitslager. Angefangen bei seiner Internierung bis zum bitteren Ende, der Reintegration ins "normale" Leben.

ICH WEISS DU KOMMST WIEDER - dieser Satz ist eine Art roter Faden, der sich durch die ganze Erzählung spannt.

Eine absolute Leseempfehlung.

Mein erstes, aber bestimmt nicht das letzte Buch dieser Autorin.

Zu meiner Person: Ich lese fast alles - (Thriller, Krimis, Biografien, Sachbücher, Historische Roman ...), Mein Motto: Nihil facimo sed id bene facimo

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Bewertung «Brilliant - poetisch - subtil»  von CaWa - die Leseratte TOP10-Rezensent aus Hilden (19.11.2009):

Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist.

In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in einem russischen Arbeitslager. Angefangen bei seiner Internierung bis zum bitteren Ende, der Reintegration ins "normale" Leben.

ICH WEISS DU KOMMST WIEDER - dieser Satz ist eine Art roter Faden, der sich durch die ganze Erzählung spannt.

Eine absolute Leseempfehlung.

Mein erstes, aber bestimmt nicht das letzte Buch dieser Autorin.

Zu meiner Person: Ich lese fast alles - (Thriller, Krimis, Biografien, Sachbücher, Historische Roman ...), Mein Motto: Nihil facimo sed id bene facimo

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Bewertung «Beeindruckend! Ergreifend!»  von Annegret Klingbeil aus Bad Oeynhausen (16.11.2009):

Hier wird vorgeführt, was Sprache vermag: Herta Müller jongliert mit ihr, spielt mit ihr, zeichnet anschauliche Bilder. Poetisch leicht, präzise, intensiv, fantasiereich - alles andere als alltäglich normal - beschreibt sie tieferschütterndes Erleben im russischen Arbeitslager. Das ungesagt Gebliebene, das zwischen den Zeilen unübersehbar Vorhandene erschreckt den Leser, lässt ihn förmlich erstarren, bei gleichzeitigem Staunen über die „trotz“-Schönheit des Lebens und Hoffens, die sich in Leos Gedankenwelt formt.
Leo, bei seiner Deportation17-jährig, scheint sich innerlich gegen das Erwachsensein zu sträuben; mit seinen beinahe infantil wirkenden Vorstellungen - jedoch in diesen unglaublich weise - lehrt er den Leser: Sehnsucht.
Von der Diskrepanz zwischen wunderschöner, gar Wunder wirkender Sprache und dem stummen! Unrecht, das diese aber beschreibt, lebt Herta Müllers Werk. Geniale Kunst!

Zu meiner Person: Ich höre gern zu... - vielleicht kann ich was lernen...?!

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Bewertung «Die Sprache macht es bemerkenswert!»  von Saidjah Hauck (s.willamowski@thalia.de) aus Köln, Rhein-Center (02.11.2009):

Herta Müller schreibt in kleinen, subtilen Kapiteln wie das Leben Im Straflager die Menschen prägt und verändert. Oft kommt die Geschichte in harmlosen Episoden daher, aber wenn man darüber nachdenkt, stockt einem der Atem. Die Sprache, präzise und poetisch, ohne ein Wort zuviel beleuchtet das Thema Diktatur und Straflager auf beeindruckender Weise. Unbedingt lesen.

Zu meiner Person: Ich Ich laufe, lese und esse leidenschaftlich gerne.

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Bewertung «Dieses Buch ist unglaublich, eine Entdeckung, ein Gewinn für jeden, der es gelesen hat!»  von Claudia Hüllmann aus Magdeburg (Allee-Center) (04.09.2009):

Herta Müller erzählt die Geschichte von Leo, einem jungen Siebenbürger, der unter Stalin 6 Jahre in einem russischen Arbeitslager leben und beina-he sterben muss. Leo ist homosexuell, er hat schon einige Erfahrung in dieser Hinsicht und höllische Angst, entdeckt zu werden. So ist der Aufruf zu Deportation für ihn auch eine nicht unwillkommene Flucht aus der Pro-vinz. So denkt er, naiv und schicksalergeben am Anfang der Reise und wird schnell erfahren, dass diese Fahrt direkt in die Hölle führt. Was dieses Buch so einzigartig macht, ist die auf der einen Seite ganz infantile Berichterstattung von Leo, die in der Beschreibung all des Elends, der Morde, der Ratten und Flöhe, der entsetzlichen Arbeit und Kälte sehr an den Simplicissimus von Grimmelshausen erinnert und auf der anderen Seite die wunderbar lyrische Sprache, die Metapher enthält, das einem vor Ergriffenheit der Atem stockt. Die titelgebende Atemschaukel zum Beispiel bewegt sich, wenn sich der allgegenwärtige Hungerengel ganz tief im Rachen auf das Gaumensegel setzt. Bitte lesen!


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Bewertung «Erschütternd und berührend»  von Dr. Christian Rößner aus Minden (31.07.2009):

Dieses Buch lediglich zu beschreiben, fällt auch dem geübten Leser schwer; es jedoch mit äußerstem Nachdruck zu empfehlen in keiner Weise. Ein junger Mann aus Siebenbürgen kommt 1945 ins russische Arbeitslager und erlebt dort die unvorstellbaren Schrecken der Deportation und des Lageralltags. Im Lichte seines Schicksals erzählt Herta Müller die Geschichte der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen unter der Herrschaft Stalins. Doch vor allem wie Herta Müller diese Geschichte erzählt, ist bemerkenswert: durch Zeitzeugenberichte entsteht ein authentisches und realistisches Bild, das aber gebrochen durch Müllers lyrische Sprache gleichsam poetisch aufgeladen und erschütternd wirkt. Ein in seiner Brutalität überwältigender und sprachlos machender Roman. Unbedingt lesen!

Zu meiner Person: Ich habe für Sie das reichhaltige Literaturjahr 2009 nochmals Revue passieren lassen und Ihnen unter "Meine Favoriten" meine zehn Lesetipps des Jahres 2009 präsentiert.

9 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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