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Musikszene Schweiz

Musikszene Schweiz

Begegnungen mit Menschen und Orten von Christoph Merki (buch)

Knapp vierzig der namhaftesten Musikschreiber hierzulande haben sich für dieses Buch zusammengetan: Sie berichten in Reportagen und Interviews über die Vielfalt heutiger Musikszenen in der Schweiz - von Neuer E-Musik über Hiphop bis hin zu Musical oder Fangesang in Schweizer ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-0340-0942-9
  • EAN:9783034009423
  • Erscheinungstermin:Mai 2009
  • Verlag:Chronos Verlag
  • Einband:gebunden
  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:1. Auflage
  • Seiten:624
  • Gewicht:1505 g

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Kurzbeschreibung:

Knapp vierzig der namhaftesten Musikschreiber hierzulande haben sich für dieses Buch zusammengetan: Sie berichten in Reportagen und Interviews über die Vielfalt heutiger Musikszenen in der Schweiz - von Neuer E-Musik über Hiphop bis hin zu Musical oder Fangesang in Schweizer Fussballstadien. Ein lebendiges Kompendium.
Die Schweiz als Sonderfall: In musikalischer Hinsicht war dies im 19. Jahrhundert eine Realität - und zwar durchaus im negativen Sinn. Der berühmte Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick (1825-1904) jedenfalls fand bei einer Schweizreise wenig vor, das ihn beglückt hätte. Er beschrieb die Schweiz als "tonarmes Land".
Heute würde er mit Sicherheit zu einer anderen Wahrnehmung finden: Die Schweiz ist voller Musik, ja sie weist europaweit die grösste Dichte an Musikfestivals auf. Und ungemein polyphon klingt sie dabei, sie ist Teil einer globalisierten Musikwelt: Jazz, Oper, Techno, Gospel, Blasmusik, Punk, helvetische Volksmusik, Töne der Emigranten aus dem Balkan - all dies gehört heute selbstverständlich zum Musikplatz Schweiz.
Das Nahe ist einem dabei häufig das Fremde: Um ins Staunen zu geraten über fremde Musikwelten, muss man nicht mehr in den Himalaya reisen zu den Schamanen-Trommlern - es genügt, sich in den helvetischen Vor- und Hinterhöfen umzuhören. Wie muss, wer eben noch Nabucco in der Zürcher Oper hörte, das Eidgenössische Jodelfest erleben? Und wie erfährt einer, der Herbie Hancock am Jazzfestival Montreux hörte, die Violinentöne Noldi Alders bei einer Stubete im Appenzell? Gerade die Gegensätze zwischen den Musiken faszinieren! Fragen wachsen: Warum wird der Jodel reglementiert, derweil die Neuen E-Musiker sich den Begriff der Innovation auf die Stirn gravieren? Warum boomt in der Schweiz die frei improvisierte Musik, derweil Country-Musik serbelt?
Die Musiken in der Schweiz existieren häufig recht abgeschottet voneinander. Die gegenseitige Unkenntnis ist gross. Hier versucht dieses Buch Abhilfe zu schaffen. Die Autoren belauschen "ihre" Musikwelten, die sie in aller Regel vorher schon als Musikschreiber seit Jahren kritisch begleiteten. Sie führen Gespräche mit Musikpersönlichkeiten und besuchen konkrete Musikorte. Sie berichten von Eigenarten, aktuellen Problemen und Perspektiven jeweiliger Musikrichtungen.

Inhaltsverzeichnis:

Aus dem Inhalt:
Walter Aeschimann über Fussball-Fangesänge bei den Berner Young Boys
Reto Baumann über Reggae im Gespräch mit Luc Montini, Scrucialists
Marianne Berna über Weltmusik an Afropfingsten, Winterthur, im Gespräch mit Daniel Bühler
Silvio Biasotto über Techno und die Zürcher Streetparade im Gespräch u.a. mit Styro
Thomas Bodmer über Indie-Musik bei RecRec im Gespräch mit Veit Stauffer
Pirmin Bosshart über Neue Volksmusik im Gespräch mit Johannes Rühl vom Alpentöne-Festival Sabina Brunnschweiler über Immigrantenmusik aus dem Balkan im Gespräch mit Igor Bogoev
Christoph Cajöri über das Chorwesen im Gespräch mit Kathrin Renggli
Mathias Daum über Hiphop im Gespräch mit Gimma und Marc Brandtner
Helmut Dworschak über Therapeutische Musik im Gespräch mit Fritz Hegi
Michael Eidenbenz über Klassik am Lucerne Festival im Gespräch mit Michael Häfliger
Hugo Faas über Ethnomusik am Genfer Atelier d'Ethnomusicologie im Gespräch mit Laurent Aubert
Hugo Faas über Alten Jazz am JazzAscona-Festival im Gespräch mit Nicolas Gilliet
Eric Facon über Berner Mundartrock im Gespräch mit Kuno Lauener
Christoph Fellmann über Operette im Gespräch mit Beat Diener von der Operette Arth
Markus Ganz über Musik im Internet und die CH-Plattform MX3 im Gespräch mit Dominik Born
Martin Horat über Gospel im Gespräch u.a. mit Bo Katzmann
Nick Joyce über Rock im Hallenstadion Zürich im Gespräch mit Andre Bechir
Mathias Knauer über Filmmusik im Gespräch mit Roland Moser von der Musikhochschule Basel
Andreas Kläui über Theatermusik der Marthalerfamilie im Gespräch mit Jürg Kieneberger
Stefan Künzli über Musicstar im Gespräch mit Chris von Rohr und Sven Sahrbach, SF DRS
Susanne Kübler über die Oper Zürich im Gespräch mit Alexander Pereira
Susanne Loacker über Countrymusic im Gespräch mit Suzanne Klee und Albi Matter Christoph Merki über Gregorianik im Kloster Einsiedeln
Christoph Merki über Freejazz am Unerhört-Festival im Gespräch mit Patrik Landolt und Dieter Ulrich
Kurt-Emil Merki über Schlager am European Contest im Gespräch mit Francine Jordi und Peter Reber
Thomas Meyer über Neue Musik in Rümligen im Gespräch u.a. mit Sylwia Zytynska
Patrick Müller über Electronica im Gespräch mit Bernd Schurer vom Domicil-Label
Samuel Mumenthaler über Blues im Gespräch mit Philipp Fankhauser
Roger Nickl über Tanz- und Unterhaltungsmusik im Gespräch mit Pepe Lienhard und Roland Graf
Frank von Niederhäusern über Schweizer Jazz im Gespräch mit Urs Röllin
Franz-Xaver Nager über Appenzeller Musik im "Ochsen", Urnäsch, im Gespräch mit Noldi Alder
Manfred Papst über Jazz und mehr am Jazzfestival Montreux im Gespräch mit Claude Nobs
Dieter Ringli über Volksmusik am Eidgenössischen Jodelfest im Gespräch mit Ursula Stämmer-Horst
Dominik Sackmann über Alte Musik im Gespräch mit Peter Reidemeister
Dominik Sackmann über Orgelmusik an der Hofkirche Luzern im Gespräch mit Wolfgang Sieber
Benedetto Vigne über Chanson im Gespräch mit Ulrich Schuwey
Lilo Weber über Musicals im Gespräch mit Darko Soolfrank
Daniel Willi über Blasmusik im Gespräch mit Josef Gnos
Raphael Zehnder über Punk im Gespräch mit Rudolph Dietrich und Martin Schrader
Christoph Merki:
Christoph Merki§Studium der Geschichte, Deutschen Literatur, Musikwissenschaft und Philosophie in Zürich und Paris. Dr. phil. (1994). Saxofonstudium an der Musikhochschule Luzern (Abschluss 1998). Seit 1986 journalistische Tätigkeit u.a. als Kulturredaktor bei der «Aargauer Zeitung», seit 2000 ständiger Mitarbeiter im Kulturteil des «Tages-Anzeigers». Konzerttätigkeit vor allem mit dem Ambientseptett «christoph merki music.01». Diverse CDs. Professor für Musikgeschichte und Ensemble an der Zürcher Hochschule der Künste.
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