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Der andere und der bessere ...

Der andere und der bessere Deutsche

Über die Rezeption der Wiedervereinigung in Filmen und Serien im Fernsehen in den frühen 90er Jahren. Diss. von Christa Thien (buch)

Diese germanistische Dissertation beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von Wende und Wiedervereinigung in den fiktionalen Erzählformen des Fernsehens und der damit verbundenen Ausdeutung der historischen Ereignisse.

Die zentralen Fragen lauten: Wie wurde der Stoff ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-933060-28-1
  • EAN:9783933060280
  • Erscheinungstermin:Oktober 2008
  • Verlag:Telos Verlag
  • Einband:Taschenbuch
  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:530
  • Gewicht:775 g

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Kurzbeschreibung:

Diese germanistische Dissertation beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von Wende und Wiedervereinigung in den fiktionalen Erzählformen des Fernsehens und der damit verbundenen Ausdeutung der historischen Ereignisse.

Die zentralen Fragen lauten: Wie wurde der Stoff dramatisiert, welche Motive durchziehen ihn leitbildartig, und mit welchem Bewusstsein der Wende wurden die Figuren ausgestattet?

Untersucht werden Erzählmuster und Denkfiguren, an welchen die Erwartungen abzulesen sind, die in den frühen Jahren der Nachwende an die gemeinsame Identität von Ost und West herangetragen wurden. Dabei zeigt sich, dass vor allem das Eigenbild der Westdeutschen und die aus einer bereits vorhandenen Aufarbeitungskultur heraus entwickelten Ansätze und Überlegungen - das Lernen aus der Geschichte - die Rezeption massgeblich geprägt und dieser ihre pädagogische Handschrift verliehen haben.

Im ersten Hauptkapitel der Arbeit wird anhand ausgewählter Beispiele das Genre der Vereinigungskomödie näher betrachtet und der Frage nachgespürt, was die frühe Rezeption humoristisch beflügelt hat. Im zweiten Hauptkapitel stehen die Serien wie die "Lindenstrasse" und "Motzki" im Mittelpunkt, die allerdings vorwiegend ein düster lehrhaftes Bild des Ostens malen. Im dritten Kapitel wird eine Typologie ostdeutscher Figuren entworfen; das vierte Kapitel gibt schliesslich einen Überblick über die zentralen Themen, die das öffentliche Meinungsbild beherrscht haben. Die im Einzelnen besprochenen Filmbeispiele sind im Anhang schriftlich fixiert.

In methodischer Hinsicht versteht sich die Arbeit weniger als filmästhetische Betrachtung, sondern sucht vielmehr einen ideengeschichtlichen Zugang vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Diskussion um das Geschichtsverständnis der Deutschen. Ob und wie auch die Wiedervereinigung "bewältigt" wurde und welchen Beitrag die im Fernsehen erzählten Geschichten dazu geleistet haben, ist daher der Kerngedanke, mit dem sich die Autorin auseinandersetzt.

Beschreibung der Redaktion:

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von Wende und Wiedervereinigung in den fiktionalen Erzählformen des Fernsehens und der damit verbundenen Aus-deutung der historischen Ereignisse.
Die zentralen Fragen lauten: Wie wurde der Stoff dramatisiert, welche Motive durch-ziehen ihn leitbildartig, und mit welchem Bewusstsein der Wende wurden die Figuren ausgestattet?
Untersucht werden Erzählmuster und Denkfiguren, an welchen die Erwartungen abzulesen sind, die in den frühen Jahren der Nachwende an die gemeinsame Identität von Ost und West herangetragen wurden. Dabei zeigt sich, dass vor allem das Eigenbild der Westdeutschen und die aus einer bereits vorhandenen Aufarbeitungskultur heraus entwickelten Ansätze und Überlegungen - das Lernen aus der Geschichte - die Rezeption massgeblich geprägt und dieser ihre pädagogische Handschrift verliehen haben.
Im ersten Hauptkapitel der Arbeit wird anhand ausgewählter Beispiele das Genre der Vereinigungskomödie näher betrachtet und der Frage nachgespürt, was die frühe Rezeption humoristisch beflügelt hat. Im zweiten Hauptkapitel stehen die Serien wie "Lindenstrasse" und "Motzki" im Mittelpunkt, die allerdings vorwiegend ein düster lehrhaftes Bild des Ostens malen. Im dritten Kapitel wird eine Typologie ostdeutscher Figuren entworfen; das vierte Kapitel gibt schliesslich einen Überblick über die zentralen Themen, die das öffentliche Meinungsbild beherrscht haben. Die im Einzelnen besprochenen Filmbeispiele sind im Anhang schriftlich fixiert.
In methodischer Hinsicht versteht sich diese germanistische Dissertation weniger als filmästhetische Betrachtung, sondern sucht vielmehr einen ideengeschichtlichen Zugang vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Diskussion um das Geschichtsverständnis der Deutschen. Ob und wie auch die Wiedervereinigung "bewältigt" wurde und welchen Beitrag die im Fernsehen erzählten Geschichten dazu geleistet haben, ist daher der Kerngedanke, mit dem sich die Autorin auseinandersetzt.
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