Zu Valentin portofrei vom 01.02.2012-09.02.2012
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Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 1998. Roman. von Ian McEwan (buch)
Rezension von Anne aus Niederwerth
Ian McEwan befasst sich in Amsterdam um Freundschaft, Affären, Sterbehilfe, Hass und der musikalischen sowie schriftstellerischen Künste.
Der Roman ist recht ausgefallen. Man kann sich nicht genau erklären, was einen fesselt weiter zu lesen.
Amsterdam ist ein sehr besonderes Buch, das jedoch nicht mit Spannung besticht.
Alles in allem lohnenswert für Fans von Ian McEwan.
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Rezension von Polar aus Aachen Top-100 Rezensent
Als Leser von Ian McEwan entdeckt man in diesem Roman eine neue Seite des Autors. Er ist komisch. Faszinierte er in seinen Romanen zuvor vor allem durch einen scharfen Blick, seine rücksichtslosen Schlussfolgerungen, die seine Helden in die Niederlage trieben, sieht man ihn in Amsterdam einem oft zuzwinkern. So geht es da draußen in der Welt zu, scheint er zu sagen: Männer teilen sich Frauen, die Politik ist ein dreckiges Geschäft und die Presse ist gierig auf Fotos von Männern in Frauenkleidern, um die Auflage zu steigern. Doch selbst hinter der lächerlichen Bloßstellung von Komponisten, angehenden Premierministern, verwitweten Verlegern blitzt McEwans Kunst auf Menschen dabei zu zeigen, wie sie sich zerstören. Unbeschwert vermischt er gleichzeitig Themen wie Sterbehilfe, Vergewaltigung, Serienmord, die Gesetze politischer Intrigen, ohne Gefahr zu laufen, dabei abzustürzen. In einem fulminanten Crescendo steigert er das alles zu einem rituellen Selbstmord zweier Männer in einem Hotel. Lügen, Verrat, Verlust und am Ende ist man erleichtert, dass man diese Welt verlassen darf. Nachdem der Bogen gespannt ist, kommt McEwan wieder bei sich selbst an.
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