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Der Anwalt
 
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Der Anwalt

Roman von John Grisham (buch)

Denn sie wissen, was sie tun


Kyle McAvoy steht eine glänzende Karriere als Jurist bevor. Bis ihn die Vergangenheit einholt. Eine Frau behauptet, Jahre zuvor auf einer Party in Kyles Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Kyle weiss, dass diese Anklage seine ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-453-26615-3
  • EAN:9783453266155
  • Erscheinungstermin:10.08.2009
  • Verlag:Heyne
  • Einband:gebunden
  • Kundenbewertung:
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:2. Auflage
  • Seiten:447
  • Gewicht:629 g
  • Übersetzer:Kristiana Dorn-Ruhl, Bernhard Liesen, Bea Reiter, Imke Walsh-Araya

Kurzbeschreibung:

Denn sie wissen, was sie tun


Kyle McAvoy steht eine glänzende Karriere als Jurist bevor. Bis ihn die Vergangenheit einholt. Eine Frau behauptet, Jahre zuvor auf einer Party in Kyles Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Kyle weiss, dass diese Anklage seine Zukunft zerstören kann. Und er trifft eine Entscheidung, für die er mit allem brechen muss, was bisher sein Leben bestimmt hat. Der neue Grisham - ein Thriller um Macht, Korruption und eine Welt, der jegliche Moral abhandengekommen ist.


Noch eine Prüfung, dann hat Kyle McAvoy sein Examen in der Tasche. Die Welt liegt dem brillanten Juristen zu Füssen, schon jetzt kann er sich vor Angeboten der renommiertesten Kanzleien kaum retten. Kyle aber geht es nicht um Macht und Profit, er möchte sein Wissen in den Dienst der Öffentlichkeit stellen. Doch bevor er über seine Zukunft entscheiden kann, droht ihm die Vergangenheit zum Verhängnis zu werden. Eine Episode aus Collegezeiten, die er nur zu gern vergessen hätte. Die falschen Leute erfahren davon und erpressen ihn. Kyle wird gezwungen, einen Job anzunehmen, für den sich jeder andere Jurist ein Bein ausreissen würde. Er wird Partner bei Scully & Pershing, der mächtigsten Anwaltskanzlei der Welt. Noch bevor Kyle in Erfahrung bringen kann, was seine Erpresser mit diesem Auftrag bezwecken, gerät seine Welt zum Alptraum, der ihn die Freiheit, wenn nicht das Leben kosten könnte.


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 07.09.09
Ein Justizthriller der Extraklasse! In unverwechselbarer Manier geschrieben, vom Meister des Fachs. In Zeiten der globalen Finanzkrise zeigt John Grisham auf, wie grausam schnell Geld verdient werden kann ohne entsprechende Leistung dafür zu erbringen, wenn man nur über genügend Einfluss und Gewissenlosigkeit verfügt. Und die grossen Anwaltskanzleien tun das. Das stimmt sehr nachdenklich. Um diesen aktuellen Rahmen baut Grisham eine Story, die fesselt wie seine ganz grossen Romane. ?Der Anwalt? spielt mit John Grishams Weltbestseller ?Die Firma? in einer Liga.

Zusatzinformationen (Autorenportrait):

John Grisham hat 23 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und ein Jugendbuch veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.
Die Statuten der Jugendliga von New Haven sahen vor, dass jeder Basketballspieler bei jedem Spiel mindestens zehn Minuten zum Einsatz kommen sollte. Ausnahmen gab es nur, wenn Spieler ihren Coach verärgerten, indem sie das Training schwänzten oder andere Regeln missachteten. In solchen Fällen verfasste der Coach vor dem Spiel einen Bericht, um den Scorekeeper zu informieren, dass der Spieler soundso wegen einer Regelverletzung nicht lange spielen werde - wenn überhaupt. Die Organisatoren der Jugendliga sahen so etwas nicht gern. Ihnen ging es mehr um die sportliche Betätigung an sich als um den Wettkampfaspekt.
Vier Minuten vor dem Ende des Spiels liess Coach Kyle McAvoy den Blick über die Jungs auf der Bank schweifen. Dann nickte er einem mürrischen, schmollenden Jungen namens Marquis zu. "Willst du spielen?" Ohne zu antworten, ging Marquis zum Scorekeeper-Tisch und wartete darauf, dass das Spiel durch einen Pfiff unterbrochen wurde. Er hatte sich einiges zuschulden kommen lassen - Training schwänzen, Schule schwänzen, schlechte Noten, Verlust des Trikots, unflätige Ausdrücke. Eigentlich hatte er nach zehn Wochen und fünfzehn Spielen gegen jede Regel verstossen, die der Trainer seinen Spielern auferlegte. Da Coach Kyle längst klar war, dass sein kleiner Star auch jede neue Vorschrift verletzen würde, hatte er der Versuchung widerstanden, weitere Regeln aufzustellen, und seine Liste sogar zusammengestrichen. Es funktionierte nicht. Der Versuch, die Jugendlichen aus den heruntergekommenen Innenstadtvierteln mit Samthandschuhen anzufassen, hatte dazu geführt, dass die Red Knights in der Winterspielzeit der Liga für bis zu Zwölfjährige auf dem letzten Tabellenplatz standen.
Marquis war erst elf, aber zweifellos der beste Spieler auf dem Platz. Er wollte lieber auf den Korb werfen und punkten, statt zu passen und zu verteidigen. Kaum war er zwei Minuten im Einsatz, da hatte er schon etliche, deutlich grössere Abwehrspieler ausgetrickst und sechs Punkte erzielt. Sein Durchschnitt lag bei vierzehn, und hätte man ihn länger als die Hälfte der Matchdauer spielen lassen, wäre er vermutlich auf dreissig gekommen. Er selbst war der Ansicht, in seinem Fall sei Training überflüssig.
Doch trotz dieser One-Man-Show hatten die Red Knights keine Chance. Kyle McAvoy sass schweigend auf der Bank, sah seinem Team zu und wartete darauf, dass es endlich überstanden war. Noch ein Spiel, dann war die Saison vorbei, seine letzte als Basketballcoach. In zwei Jahren hatte er ein Dutzend Spiele gewonnen und zwei Dutzend verloren, und er fragte sich, wie jemand, der bei klarem Verstand war, freiwillig den Job eines Trainers übernehmen konnte, egal in welcher Spielklasse. Du tust es für die Jungs, hatte er sich tausendmal gesagt. Für Jungs, deren Väter verschwunden waren, die kein richtiges Zuhause hatten, ein positives männliches Leitbild brauchten.
Er glaubte immer noch daran, doch nach zwei Jahren hatte er die Nase voll. Er hatte den Babysitter gespielt, mit Eltern gestritten, falls mal welche aufgetaucht waren, sich mit Trainern angelegt, die gemauschelt hatten, und versucht, sich nicht über jugendliche Schiedsrichter zu ärgern, die einen Block nicht von einem Foul unterscheiden konnten. Jetzt war es genug mit dem sozialen Engagement. Zumindest in dieser Stadt.
Er verfolgte das Spiel und wartete auf das Ende. Gelegentlich brüllte er seine Spieler an, wie es von einem Trainer erwartet wurde. Hin und wieder blickte er sich in der fast leeren Sporthalle um, einem betagten Backsteinbau in der Innenstadt von New Haven, wo schon seit fünfzig Jahren Spiele der Jugendliga stattfanden. Auf den Tribünen sassen nur wenige Eltern, die alle darauf warteten, dass es endlich vorbei war. Marquis traf erneut, niemand applaudierte. Noch zwei Minuten, die Red Knights lagen zwölf Punkte zurück.
Am hinteren Ende des Platzes, direkt unter der altertümlichen Anzeigetafel, trat ein Mann in die Halle und lehnte sich an eine verschiebbare Tribüne. Er fiel Kyle auf, weil er weiss war - in beiden Mannschaften gab es keine weissen Spieler. Auch seine Kleidung war ungewöhnlich. Schwarzer oder dunkelblauer Anzug. Weisses Hemd mit weinroter Krawatte. Und ein Trenchcoat, der an einen FBI-Beamten oder Detective denken liess.
Es war Zufall, dass Kyle ihn eintreten sah. Ihm ging der Gedanke durch den Kopf, dass der Mann hier deplatziert wirkte. Wahrscheinlich irgendein Cop, vielleicht von der Drogenfahndung, der einen Dealer suchte. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass einer in oder vor der Sporthalle festgenommen wurde.
Der an der Tribüne lehnende Mann warf einen langen, misstrauischen Blick auf die Bank der Red Knights, dann fasste er ihren Coach ins Auge. Kyle starrte den Fremden für einen Moment an, und plötzlich wurde ihm unbehaglich zumute. Marquis wagte einen Wurf fast von der Mittellinie und traf nicht einmal den Ring. Kyle sprang auf und spreizte verzweifelt die Hände, als wollte er "Warum?" fragen. Ohne ihn eines Blickes zu würdigen, schlurfte Marquis in die Verteidigung zurück. Kurz darauf wurde die Uhr wegen eines dummen Fouls angehalten. Das Elend wollte kein Ende nehmen. Kyle beobachtete den Freiwurfschützen, dann glitten seine Augen erneut zu dem Mann in dem Trenchcoat, der jenseits des Werfers stand und sich nicht für das Spiel, sondern allein für ihn zu interessieren schien.
Einem fünfundzwanzigjährigen Jurastudenten ohne Vorstrafen und illegale Angewohnheiten oder Neigungen hätte die Anwesenheit eines offensichtlich irgendeiner Strafverfolgungsbehörde angehörenden Mannes eigentlich herzlich egal sein können. Bei Kyle McAvoy verhielt es sich anders. Streifen oder Staatspolizisten beunruhigten ihn nicht besonders. Sie wurden dafür bezahlt, dass sie reagierten, wenn etwas passiert war. Doch Männer in dunklen Anzügen, FBI-Beamte und andere Ermittler, deren Job es war, tief zu schürfen und Geheimnisse zu entdecken, beunruhigten ihn.
Noch dreissig Sekunden. Marquis legte sich mit einem Schiedsrichter an. Vor zwei Wochen hatte er einem Unparteiischen einen obszönen Fluch an den Kopf geworfen und war für ein Spiel gesperrt worden. Coach Kyle schrie seinen Star an, doch der schien einmal mehr taub zu sein. Dann liess Kyle den Blick durch die Halle schweifen, um zu sehen, ob der Agent/Cop einen Begleiter mitgebracht hatte. Er sah keinen.
Das nächste dumme Foul. Kyle rief dem Schiedsrichter zu, er solle es doch einfach durchgehen lassen. Er nahm wieder Platz und wischte sich den Schweiss ab. Es war Anfang Februar, und wie immer war es in der Halle auch heute ziemlich kühl.
Warum also schwitzte er?
John Grisham hat 23 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und ein Jugendbuch veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.
John Grisham:
Damals dachte noch niemand daran, dass John Grisham einmal Amerikas Bestsellerautor wird mit seinen Justizthrillern und damit Millionen verdient. Am 8.Februar 1955 in Jonesboro, Arkansas geboren, wuchs er zusammen mit seinen vier Geschwistern in einfachen Verhältnissen auf. Sein Vater war Konstrukteur und seine Mutter Hausfrau, deswegen mussten sie für die Aufträge des Vaters oft umziehen. Sein eigentlicher Traum war Baseballspieler zu werden, doch früh erkannte John Grisham sein fehlendes Talent hierfür und begann stattdessen mit dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität von Mississippi. Nachdem sein Jurastudium erfolgreich abgeschlossen war, praktizierte er lange Zeit als Anwalt für Strafverteidigung und Körperverletzung. Als Kandidat der Demokratischen Partei wurde John Grisham 1983 in das Parlament des Staates Mississippi gewählt. "Die Jury", die er 1988 fertig stellte, ist einer seiner Romane, die ihn zum Durchbruch führten, auch wenn damals zahlreiche Verlage seine Manuskripte ablehnten. Basierend für die Geschichte ist die Vorlage einer seiner Fälle. Schnell kam John Grisham mit seinen weiteren Romanen auf die Plätze der Bestsellerlisten und hat sie seitdem auch nicht mehr verlassen. Das ist ein Grund weswegen er 1991 seinen Beruf und seine politischen Ämter niederlegte, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Bisher nahm die Erfolgskette auch kein Ende, so veröffentlicht John Grisham jährlich einen neuen Roman. Neben Justizthrillern versuchte John Grisham sich auch an Sachbüchern, Jugendromanen und weiteren Geschichten. Seiner Leidenschaft dem Baseballspielen frönt er heute in Form von Unterstützung der Baseballnachwuchsliga nach. Seine Anwesen in Oxford und Charlottesville sind mit Trainingsgeländen ausgestattet, auf denen Kinder und Nachwuchsteams spielen dürfen. Als strenggläubiger Baptist lebt John Grisham mit seiner Frau Renee und den Kindern Ty und Shea zurückgezogen abwechselnd auf der Farm in Oxford oder der Plantage in Charlottesville. Von Medienrummel hält er nicht viel und genießt viel lieber ein Baseballspiel seines Sohnes. John Grisham Bücher feiern die Erfolge durch ihre Qualität der Erzählform wie Stephen King Bücher.

Meinung der Redaktion
Grisham ist die oberste Instanz des Thrillers.
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9 Rezensionen

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„Grisham auf dem Höhepunkt seines schaffens???”

23.12.2011

Rezension von Diana

Also die von der New York Times sollten die Bücher wirklich mal lesen und nicht immer den Standardsatz abdrucken!!!
Das Buch kommt bei weiten nicht an die ersten Bücher von John Grisham ran! Zwar lässt sich das Buch flüssig lesen und es gibt wenige langweilige Stellen, aber von richtiger Spannung ist keine Spur! Schade!!!

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„Alles, nur kein Justiz-Thriller”

16.04.2010

Rezension von Bellexr aus Mainz

Kyle McAvoy ist ein junger, erfolgsversprechender Jurastudent kurz vor seinem Abschluss, der Angebote von den erfolgreichsten Anwaltskanzleien der USA bekommen hat. Er jedoch möchte einige Jahre in einer kleinen Organisation arbeiten, die sich für die Rechte der armen Bevölkerung einsetzt. Eines Tages erhält er Besuch von Bennie Wright. Dieser präsentiert ihm ein Video, in dem Kyle die Mitwisserschaft an einer Vergewaltigung vorgeworfen werden kann und somit wären seine beruflichen Ziele zerstört. Um die Veröffentlichung zu verhindern, müsste er das Angebot einer der renommiertesten Anwaltskanzleien in New York annehmen und Wright Informationen zu einem bestimmten Fall zukommen lassen. Da er für sich keine andere Möglichkeit sieht, nimmt Kyle diese Spionagearbeit an.

Geschickt spielt John Grisham in seinem neuesten Thriller mit der Neugier des Lesers. Die Handlung beginnt gleich mit dem Treffen von Kyle mit seinem Erpresser Wright, der seine Identität und seine Auftraggeber nicht preisgibt. Überzeugend skizziert er Kyle die Folgen, wenn er seinem perfiden Spiel nicht zustimmt und man kann während dieser Szenen sehr gut die Wut und Hilflosigkeit von Kyle spüren, diesem Mann ausgeliefert zu sein. Notgedrungen nimmt er die Anwaltsstelle bei Scully & Pershing an und hier beschreibt der Autor sehr anschaulich, die Ausbeutung der Junganwälte und deren stressiges und unter Schlafmangel leidendes Leben. Dabei schöpft John Grisham verständlicherweise aus dem Vollen und dies ist wirklich unterhaltsam umgesetzt.

Allerdings wäre Kyle nicht von so einer renommierten Kanzlei eingestellt worden, wenn er nicht intelligent und clever wäre und so fängt er nach und nach an, Material gegen diese mysteriöse Organisation zu sammeln. Ihm ist von Anfang an bewusst, dass jeder seiner Schritte von Wright und seinen Leuten beobachtet und dokumentiert wird und so muss er alle Register ziehen, um dies so unauffällig wie möglich zu tun. Hierbei erhält er auch Unterstützung von seinem alten Freund Joe, der ebenfalls in diesem erpresserischen Video zu sehen ist.

Seine Charaktere hat der Autor gewohnt sauber herausgearbeitet und detailreich beschrieben. So gelingt es einem mühelos, sich in die Situation von Kyle hineinzuversetzen und Verständnis für sein Handeln aufzubringen und dieselben negativen Gefühle für Wright und seine Organisation zu empfinden, wie er selbst.

Eine richtige Spannung baut sich eigentlich während des gesamten Buches nie richtig auf, jedoch erzählt John Grisham so unterhaltsam und flüssig, dass zu keiner Zeit Langeweile aufkommt und man sich immer wunderbar unterhalten fühlt. Es sind einige interessante, stellenweise auch vorhersehbare, Wendungen eingebaut und das Geheimnis um die mysteriöse Organisation und die verzweifelte Auflehnung von Kyle lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen.

Alles in allem ein wirklich gelungener, sehr unterhaltsamer Roman. Jedoch, und deswegen auch nur 4 Sterne, hat mich der Schluss doch etwas enttäuscht. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen, die mich schon brennend interessiert hätten. Allerdings lässt das Ende auch auf eine mögliche Fortsetzung hoffen.

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„Justizthriller”

26.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Der Jusstudent Kyle McAcoy steht kurz vor seinem Abschluss und möchte als Anwalt Karriere machen. Doch ein Video, das eine Vergewaltigung zeigt wird ihm zum Verhängnis. Er wird erpresst und soll in einer renommierten Kanzlei, bei der er eine Anstellung bekommt Details eines Jahrhundertprozesses ausspionieren und der Gegenpartei verraten. Wie wird er sich entscheiden?

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„Mäßig spannend, mit offenem Ende”

15.02.2010

Rezension von Ludger Heiermann aus Berlin

Der Held des neuen John Grisham "Der Anwalt" ist einmal mehr ein erfolgreicher Student vor dem Abschlussexamen, Kyle Mc Avoy. Seit Vater, ebenfalls ein Anwalt in seiner Heimatstadt, hält zu Recht große Stücke auf ihn. Kyle will sich nämlich nach erfolgreichem Examen, das eigentlich nur Formsache ist, für zwei Jahre als "Sozialanwalt" verdingen, bevor er zu einer der großen Kanzleien geht.
Wie aus dem nichts taucht ein Mr Wright auf, der Kyle damit erpresst, dass in seiner Studenwohnung nach einem Gelage womöglich eine Mitstudentin vergewaltigt wurde. Was dem erfahrenen Leser gleich mitvermittelt wird, ist, dass Kyle in keinem Fall Täter ist, sondern bestenfalls "Beihilfe" durch das Zurverfügungstellen seiner Wohnung geleistet hat. Der Leser fragt sich auch: "Warum macht Kyle die Sache mit sich selber aus, warum geht er nicht zu seinem Vater, warum sucht er keinen juristischen Beistand bei einem anderen Anwalt." All diese Fragen werden 350 Seiten später auch aufgeworfen und dann beantwortet.
Kyle geht auf die Erpressung ein und läßt sich bei der renommierten Anwaltskanzlei Scully & Pershing anheuern. Vordergründig ist es für die Verwandten der Mammon des Gehaltes von 200.000$ jährlich, hintergründig notwendig, um der Erpressung Folge zu leisten. Er schafft es schnell auf den relevanten Fall angesetzt zu werden. Nebenbei rollt er noch die Hintergründe der Erpressung mit seinen damaligen Freunden auf und erfährt, dass sein Erpresser auch nicht vor einem Mord zurückschreckt. Das offene "Happy end" bereitet John Grisham auf den letzten 70 Seiten vor. Zwischendurch geht etwas die Spannung verloren. Der Erzählstil ist eher gradlinig, als verschachtelt. Der Leser kann der Handlung schnell folgen, aber etwas mehr Spannung hätte dem Buch nicht geschadet.

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„Erpressung, Betrug, Mord”

27.11.2009

Rezension von Toby

Der typische Grisham Stiel, welcher bei den letzten Publikationen von Grisham weniger zum tragen kam ist wieder da und man lernt die Vereinigten Staaten von Amerika um ein vielfaches besser kennen - das Amerikanische Justiz- und Rechtssystem wird brillant durchleuchtet und wirft für einen Europäer einige Fragezeichen auf.

Der Jale Abgänger Kyle McAvoy wird von seiner Vergangenheit eingeholt und gerät massiv unter Druck, zwingt ihn zu ungewolltem handeln. Erpressung, Betrug, Mord - alles was ein Buch so richtig spannend macht ist enthalten. Die Spannung wird von der ersten bis zu der letzten Seite aufrecht erhalten. Klasse!

Für mich persönlich ist das Beste an dem Buch, sogar wenn das Buch fertig gelesen ist, setzte ich mich damit auseinander, da viele offene Fragen ungeklärt sind.
Gespannt warte ich auf eine Fortsetzung, weiss aber nicht ob dies überhaupt nötig ist oder das Ziel des Buches zu 100% erreicht ist.

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„Abruptes Ende”

15.10.2009

Rezension von Thomas aus Klagenfurt

John Grisham ist es wieder einmal gelungen, die Spannung von Beginn an bis zum Ende aufrecht zu erhalten - ohne auch nur einmal abzureissen. Spionage innerhalb einer der größten Kanzleien weltweit - oder doch sogar bis hinauf in die allerhöchsten Regierungskreise? Vieles bleibt am Ende offen und unbeantwortet. Wird etwa an eine Fortsetzung gedacht???

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„Routinierte Unterhaltung”

29.09.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Ich bekenne, ich habe schon viele John Grisham Romane gelesen, dennoch greife ich immer wieder gerne zu, wenn ich eine Neuerscheinung von ihm im Regal sehe. Der Reiz liegt dabei nicht unbedingt immer in der Geschichte, die gerade erzählt wird. Diese ist in der Regel zwar interessant erzählt, aber die Spannungsbögen wiederholen sich, das Ende ist oft vorhersehbar.
Was John Grisham für mich lesenswert macht, sind die Informationen über die Funktionsweise das amerikanische Rechtssystem, dessen Beschreibung oft mehr hergibt, als die tollste Serienkillergeschichte! Wenn man Grishams Darstellungen folgt, zweifelt man oft an Recht und Moral und es beschleicht einem das ungute Gefühl, ob "so etwas" bei uns auch möglich wäre.
An sonsten bietet dieser Roman gute Unterhaltung und ist eine hervorragende "Nachttisch-Lektüre".

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„Unter den Rädern der Macht”

09.09.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Der fünfundzwanzigjährige Jurastudent Kyle McAvoy ist kurz davor seine universitäre Laufbahn zu beenden und hinaus in die Berufswelt zu wandern. Doch der Traum einer steilen Karriere wird jäh gestört. Ein Unbekannter erpresst Kyle mit einem Video aus seiner Studentenzeit, wo ein Mädchen in Kyles Apartment vergewaltigt wird. Im Austausch gegen das Video, soll der junge Anwalt als Maulwurf in eine weltweitagierende Anwaltskanzlei eintreten.
In diesem Roman dürfen Sie keinen juristischen Gerichtsaalthriller erwarten. Denn genauso wie seinen Junganwalt, hält John Grisham seine Leser vom Gericht fern. Grisham beleuchtet vielmehr die negativen Seiten einer frischgebackenen Anwaltskarriere, die durch Erpressung, in die Mühlen der Macht gerät. Kyle McAvoy muss sich, wie David gegen Goliath, gegen einen übermächtigen Gegner behaupten, für den Geld unbedeutend ist und vor Mord nicht zurückschreckt. Dieser Roman ist vielmehr eine Schlacht gegen den „Großen Bruder“ der einen ständig beobachtet. Eine zufriedenstellende Geschichte, die Dank des Autors empfehlenswert ist, aber leider nicht herausragt.

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„Das Buch schreit nach einer Fortsetzung”

31.08.2009

Rezension von D. Neumann

Grisham ist einfach genial. Ich habe bisher alle seine Romane gelesen. Die Berufung war der erste Roman von ihm, wo ich mich echt durchgequält habe und das mir echt nicht gefallen hat. Aber "Der Anwalt" ist super!!! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und danach sehnt man sich echt nach einer Fortsetzung. Dieser Roman schreit förmlich nach einer Trilogi.

Die Inhaltangabe hat lediglich einen Fehler Kyle McAvoy ist kein Partner, sondern ein Junganwalt der sich gegen seinen Willen erst zum Partner bei Scully & Pershing hocharbeiten soll. Eine echt dumme Episode aus Collegezeiten wirft ihn aus der Bahn. Er wird erpresst und keiner weiß von wem ...

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