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Am Strand

Roman. Ausgezeichnet mit dem Reader's Digest Author of the Year 2008
KurzbeschreibungDas Schlimmste am Heiraten ist die Hochzeitsnacht. Zumindest für Edward und Florence, 1962 im prüden England. Begierde und Befangenheit, Anziehung und Angst sind miteinander im Widerstreit in der Hochzeitssuite mit Blick aufs Meer. Die Nacht verändert das Schicksal der Liebenden ... weiterlesen
  • Kundenbewertung:Bewertung
  • ISBN-10:3-257-06607-4
  • EAN:9783257066074
  • Veröffentlichungsdatum:August 2007
  • Einband:gebunden
  • Verlag:Diogenes Verlag
  • Gewicht:252 g
  • Abbildungsvermerk:19 cm
  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:206

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Kurzbeschreibung zu: "Am Strand"

Das Schlimmste am Heiraten ist die Hochzeitsnacht. Zumindest für Edward und Florence, 1962 im prüden England. Begierde und Befangenheit, Anziehung und Angst sind miteinander im Widerstreit in der Hochzeitssuite mit Blick aufs Meer. Die Nacht verändert das Schicksal der Liebenden - für immer.


Bewertung unserer Kunden zu: "Am Strand"

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Bewertung «Ein kleines Buch das große Eindrücke hinterlässt ...»  von Annika TOP100-Rezensent (27.08.2008):

Mein erstes Buch von McEwan und ich kann nur sagen: Klasse!!
Der Autor hat diese Geschichte so gefühlvoll und einfühlsam beschrieben, dass es ihm wunderbar gelungen ist mich in diesen Roman zu entführen. Die Geschehnisse wurden von Ihm so lebhaft und spannend erzählt, dass ich dieses Buch in einem Rutsch ausgelesen habe. Leider war ich vom Schluss etwas enttäuscht da ich mir eigentlich ein Happy End gewünscht hätte allerdings ist es so realistischer, denn das Leben besteht eben auch aus Enttäuschungen und wenn wir ehrlich sind läuft nicht wirklich immer alles ganz glatt.
Ein Buch das unter die Haut geht und einem zum Nachdenken anregt

Nach diesem Buch habe ich mich dazu entschlossen auf jeden Fall noch den einen oder anderen Roman von McEwan zu lesen und ich freu mich jetzt schon darauf!!

Zu meiner Person: Ich lese gerne und alles was mir unterkommt (Krimis, Thriller, historische Romane, Unterhaltungsromane usw.). In meinen Bewertungen versuche ich weniger von den Handlungen dafür über die gewonnenen Eindrücke zu berichten

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Bewertung «Totales Versagen der Kommunikation.»  von Apicula (-Nickname-@gmx.de) TOP10-Rezensent aus Apiculis (27.09.2007):

Eigentlich, so könnte man meinen, sollten zwei Volljährige Menschen Anfang der Sechziger Jahre aufgeklärt genug sein, um zu wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie heiraten. An Liebe, Zuneigung und Respekt mangelt es den beiden Protagonisten jedenfalls nicht. Zunächst nicht. Florence und Edward kennen sich bereits über ein Jahr, haben sich vorsichtig aneinander heran getastet, obwohl ihre Familienverhältnisse arg unterschiedlicher Natur sind, haben die beiden sich eine gemeinsame Zukunft ausgemalt und sitzen nun in dieser vertrackten Situation fest: Der Hochzeitsnacht.

Bei genauerem Hinsehen, lernen wir beim Lesen zwei Menschen kennen, deren Erwartungen sich - trotz gemeinsamer Pläne - völlig unterscheiden. Das liest sich nicht nur beinahe spannender als ein Thriller, es ist definitiv spannender als ich es mir vorgestellt habe.
Ian McEwan malt ausschweifend großzügige, wunderbar geistreiche Portraits der beiden, und ihrer Familien. Vor allem aber zeichnet er mit feinem Schwung die Erwartungen, die die beiden so sehr unterscheiden. Die Szenen werden einmal aus Edwards und dann der Sicht von Florence erzählt. Das Ergebnis, das wir Leser geboten bekommen bietet faszinierende Einblicke in das Innenleben zweier Menschen - und freilich ist es interessant zu assoziieren, mit eigenen Erfahrungen. Dennoch halte ich es für eine gewagte Theorie das Verhalten der beiden zu verallgemeinern.

Seltsam amüsiert bis entzückt stelle ich für mich übrigens eine dumme Kleinigkeit fest, die mich schmunzeln lässt und ein bisschen versöhnt mit den unglaublich erotischen Vorstellungen einiger großen Weltliteraten , die ihre Streichinstrument spielenden Protagonistinnen stets als begehrenswert erotische Lustobjekte überzeichnen. Wer Geigerinnen und Cellistinnen faszinierend findet, sollte das hier gelesen haben. Insbesondere Herren Coelho, Bieri und Mulisch würde ich diese Lektüre dringend anraten. :-p


Apicula meint:
Intelligente Lektüre, die einen tiefen Einblick in eine vergangene Epoche liefert und höchst aufschlussreich ist in der Hinsicht Kommunikation unter Partnern.

Zu meiner Person: Ich hab neuerdings ein eigenes virtuelles Zuhause: Apiculis ! Das Ganze nennt sich BLOG tut freilich genau so dringend wenig Not - - - wie Sie sich das denken können.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung «Britisch, konventionell, psychologisch»  von Whitefish aus Leipzig (16.09.2007):

Sie sind frisch verheiratet: Florence, vielversprechende Violinistin und Tochter aus gutem Hause und Edward, der erfolgreich ein Geschichtsstudium absolviert hat.
Der Hochzeitstag nähert sich dem Ende, die erste gemeinsame Nacht in einem Hotelzimmer in der Nähe eines Strandes steht bevor. Nervös sind beide, allerdings aus unterschiedlichen Motiven - während Edward es kaum erwarten kann, windet sich Florence zwischen Abscheu und Pflichtbewußtsein.

Ian McEwan hat sich hier eines Tabuthemas angenommen, psychologisch genau werden die Gedanken, Ängste und Sorgen des jungen Ehepaares dargestellt. Während das Paar darunter leidet, nicht klar und offen miteinander reden zu können und nahezu gefangen ist in Konventionen, ist es ein absoluter Kontrast, wie freizügig dem Leser die Gefühlswelten von Florence und Edward gezeigt werden.

Die Sprache des Autoren ist großartig und zeitlos und lässt an Klassiker denken. Von der Handlung her bedauert man die Entwicklungen in diesem Roman, es ist alles so hoffnungslos und dem Scheitern nah....

Insgesamt: Schön, traurig, bedauerlich, konventionell und vielleicht eher etwas für ältere Leser und auch diejenigen, die beruflich mit Psychologie zu tun haben.

Zu meiner Person: Ich bin Buchhändlerin

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung «Schöne Lektüre mit schalem Nachgeschmack» von einer Kundin oder einem Kunden (12.09.2007):

In seiner wie üblich geschliffenen, wunderschönen Sprache lässt uns Ian McEwan teilhaben am Scheitern einer Hochzeitsnacht in den frühen 60-er Jahren. Sehr elegant schafft McEwan die Kurven aus der Hochzeitssuite zur Vorgeschichte von Florence und Edward, zum Entstehen dieser Beziehung und zur Herkunft der beiden Protagonisten, um dann wieder zur Handlung zurückzukehren. Wunderschön zu lesen.
Erstaunlicherweise nimmt man sogar mit Spannung am Geschehen in der Hochzeitsnacht teil, hoffend, dass doch noch eine Annäherung stattfinden könnte. Das Thema scheint die Kommunikationsunfähigkeit eines Paares zu sein, die durch gesellschaftliche Konventionen, Sachzwänge, Unsicherheit und Angst verursachte Nicht-Wahrhaftigkeit der Figuren, und damit die Unmöglichkeit von wirklicher körperlicher und geistiger Nähe und Offenbarung zu sein. Ein Thema, welches durchaus auch heute sehr aktuell ist, ein Stoff, mit dem es sich zweifellos lohnt, sich auseinanderzusetzen.Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass man in den frühen 60-er Jahren noch dermassen verklemmt und prüde gelebt hat, aber dies nur nebenbei.
Wirklich an den Rand des Abgrunds in Richtung Trivialliteratur manövriert wird der Roman durch die nur angedeutete Geschichte des Missbrauchs von Florence durch ihren Vater. Dadurch ist die Sprachlosigkeit der beiden scheiternden Liebenden plötzlich nicht mehr relevant. Wir wissen ja, warum "es" so ist. Die arme Florence ist missbraucht worden. So einfach, so schrecklich. Wenn aber nun Missbrauch das Thema sein sollte, wäre doch zu erwarten, dass McEwan sich tatsächlich darauf einlässt. Leider keine Spur.
Es keimt der Verdacht, dass der Bestsellerautor ein Auftragswerk zu einem bestimmten Zeitpunkt abzuliefern hatte und das Thema nicht mehr abhandeln konnte, oder dass aus Effekthascherei noch etwas "Missbrauch" hinzugefügt wurde, um vielleicht den "Zeitgeschmack" des 21. Jh. zu treffen und aktuell zu sein. Damit wird die zweifellos vorhandene Schönheit und Qualität des Werkes buchstäblich zunichte gemacht.
Sehr schön zu lesen, Lektüre für einen Abend, mit leider sehr schalem Nachgeschmack.

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Bewertung «Wie Steine am Meer»  von Polar TOP100-Rezensent aus Aachen (12.08.2007):

Mißverständnisse, darauf beruhen einige der besten Roman, kommt dann noch eine verklemmte Sexualität hinzu, die durch eigene Ängste ins Übermenschliche gesteigert wird, hat eine frisch gestiftete Ehe es schwer, aus den Starlöchern zu kommen. Wie fehlgeleitetes Geschlechtsleben Schicksale erzeugt, das Leben in Bahnen lenkt, die jemand sich zuvor anders ausgemalt hat, beschreibt Ian McEwan nicht erst in diesem Roman. Neben Zementgarten hat er vor allem in Abbitte erzählt, wie allein die fehlgeleitete Vorstellungskraft einen Menschen unschuldig in eine Tragödie hineinschlittern lassen kann. Was in Abbitte noch als großes Panorama erscheint, wird Am Strand zum kleine Kammerspiel, das zwischenzeitlich das Kennenlernen des Liebespaars und deren Familien kurz umreißt, aber sich weitgehend auf die Ereignisse, Hoffnungen wie Enttäuschungen der Hochzeitsnacht zwischen Edward und Florence konzentriert. Wer dabei von beiden die größere Schuld auf sich nimmt, ist nicht die entscheidende Frage, vielmehr schafft es McEwan durch seine meisterliche Führung und Sprache ein Pschogramm zweier Menschen zu beschreiben, die sich besser nie kennengelernt hätten, da sie eigentlich jemand an ihrer Seite benötigen, der ein ganzes Leben auf sie aufpaßt. So schnell platzt die Zukunft, und auf den letzten Seiten erzählt McEwan davon, wie selbst die Zukunft nach der Trennung eine Geschichte der verlorengegangen Träume ist. Kurz und schonunglos, faszinierend in der Hilflosigkeit.

5 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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