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Jenseits von Gut und Böse

Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind
Kurzbeschreibung Moral steht in der aktuellen Wertedebatte wieder hoch im Kurs, und mit unseren Urteilen sind wir meist schnell bei der Hand. Doch setzen wir vielleicht auf das falsche Pferd? Michael Schmidt-Salomon, streitbarer Kämpfer gegen den (Un)-Geist unserer Zeit, entlarvt den freien ... weiterlesen
  • buch.ch-Verkaufsrang:1.711
  • ISBN-10:3-86612-212-8
  • EAN:9783866122123
  • Veröffentlichungsdatum:September 2009
  • Verlag:Pendo
  • Einband:gebunden
  • Kundenbewertung:Bewertung
  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:4. Auflage
  • Seiten:352
  • Gewicht:576 g

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Kurzbeschreibung zu: "Jenseits von Gut und Böse"

Moral steht in der aktuellen Wertedebatte wieder hoch im Kurs, und mit unseren Urteilen sind wir meist schnell bei der Hand. Doch setzen wir vielleicht auf das falsche Pferd? Michael Schmidt-Salomon, streitbarer Kämpfer gegen den (Un)-Geist unserer Zeit, entlarvt den freien Willen und die religiös verankerte Aufteilung in Gut und Böse als Illusionen. Aber was bedeutet es, Ernst zu machen mit dem Abschied von der Willensfreiheit? Und was heißt es tatsächlich, die Kategorien Gut und Böse hinter sich zu lassen? Der Autor zeigt nicht nur die fatalen Konsequenzen moralistischer Weltdeutungen auf, sondern vor allem, wie es uns in ihrer Überwindung gelingen kann, eine säkulare und menschenfreundliche Ethik zu entwickeln - mit erstaunlichen lebenspraktischen und gesellschaftlichen Folgen.

Autorenportrait

Autorenportrait von: Michael Schmidt-Salomon
Michael Schmidt-Salomon, Dr. phil, geboren 1967, ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller sowie Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung.

Bewertung unserer Kunden zu: "Jenseits von Gut und Böse"

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Bewertung «"Man muss wissen, sich zu bewahren: stärkste Probe der Unabhängigkeit."»  von Zitronenblau TOP100-Rezensent (02.04.2010):

So klein dieses Büchlein ist, so dicht und kompakt ist es. Nietzsches "Jenseits von Gut und Böse" ist im Gegensatz zu seiner Genealogie weniger einfach zu lesen, das liegt vor allem an der Struktur: es besteht aus neun Büchern (alle freilich wieder aus Aphorismen zusammengesetzt) und wir vermissen ein System wie bei Hegel oder Kant. Nun, das ist aber auch typisch Nietzsche und daher muss man sich im Einzelnen mit den Büchern und Aphorismen befassen, um die Essenz und ihre feinen Fasern herauszufiltern. Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten einer Analyse und Deutung; mal abegesehen von den Hauptstücken (z.B. "von den Vorurtheilen der Philosophen", "zur Naturgeschichte der Moral" oder "unsere Tugenden"), die im Konkreten durchleuchtet werden müssen, spielt Nietzsche immer wieder auch - neben den Philosophen - den Theologen, Mythologen, Soziologen, Psychologen, Biologen, Kulturwissenschaftler, "Weiberkundler" und und und... Daher ist eine inhaltlich komplettierende Rezension schlechterdings unmöglich. Was bleibt? - Die Essenz: Jenseits von Gut und Böse meint: Aufhören, Moral in diesen beiden absoluten Kategorien zu sehen. Infolge der verschiedenen "Klassen" in der Gemeinheit (Nietzsche operiert vor allem mit aristokratischer und Sklavenmoral als Abstrakta) wird Gutes und Schlechtes subjektiv bewertet, also relativiert, anders: sowohl der Vornehme, Herrschende hält sich für gut wie auch der Unterdrückte, der die "Herrenmoral" ("Skalevnaufstand in der Moral") anzweifelt. Nietzsche propagiert unaufhörlich den Willen zur Macht, der dem biologischen Menschen seinen Willen zum Leben gibt, so heißt es in 259. von der Ausbeutung: "sie gehört in's Wesen des Lebendigen, als organische Funktion..." Die vier Grundtugenden sind s. E. (s. 284.): Muth, Einsicht, Mitgefühl und Einsamkeit. Natürlich wettert und stürmt er auch gegen das Christentum ("europäische Heerdenthier-Moral), obgleich er zugesteht (s. 247.): "die Bibel war bisher das beste deutsche Buch." Im dritten Hauptstück (s. 62.) heißt es dann zur "feinen Komödie des europäischen Christentums": "...dass Ein Wille über Europa durch achtzehn Jahrhunderte geherrscht hat, aus dem Menschen eine sublime Missgeburt zu machen." Im vierten Hauptstück versammelt er - relativ unsystematisch - Sprüche und Zwischenspiele wie (s. 166.): "Man lügt wohl mit dem Munde; aber mit dem Maule, das man dabei macht, sagt man doch die Wahrheit." Oder (s. 81.): "Es ist furchtbar, im Meere vor Durst zu sterben. Müsst ihr denn gleich eure Wahrheit so salzen, dass sie nicht einmal mehr - den Durst löscht?"
Nietzsche fordert vom Leser soviel oder so wenig Geist ab, dass dieser anfängt, ehrlich gegen sich zu sein und die "Umstände" beginnt zu über-denken (jenseits von ihnen), nicht mehr "Heerdenthier" zu sein, sondern neuer Mensch, der - wie antisokratisch Nietzsche auch eingestellt war, doch dessen Wort rehabiliert und: sich selbst erkennt. Es gibt noch Weiteres: über die Gelehrten, über die Tugenden, über den freien Geist etc. Da der Rahmen dieser Rezension begrenzt ist, bleibt nur zu sagen: wer Nietzsche studiert, muss dieses Buch lesen; für schlicht Interessierte ist dieses Buch kein empfehlenswerter Einstieg, sondern schon Spätwerk, das nur durch vorangegangene Werke und seinem "Ecce Homo" zugänglich wird.

Zu meiner Person: Ich lese ab und zu mal ein Büchlein...

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Bewertung «Ohne Moral der bessere Mensch?» von einer Kundin oder einem Kunden (09.03.2010):

Wie ethisch kann man ohne Moral, ohne die Unterscheidung von Gut und Böse handeln?
Folgt man der Argumentation von Michael Schmidt-Salomon, so ist dies gerade dann besonders leicht möglich. Auch die meist unterstellte Willensfreiheit enttarnt er als ein Programm, welches lediglich in unserem Gehirn abgespielt wird.
Nimmt man also Abschied von diesen alten Vorstellungen, so lässt sich eine „Neue Leichtigkeit des Seins“ entdecken. Wenngleich Schmidt-Salomon an einigen Weltbildern massiv rüttelt, ist Vorsicht geboten, denn schließlich ist auch er nur ein „Trockennase Affe mit Haarausfall“.
„Jenseits von Gut und Böse“ ist ein intelligentes und unterhaltsam geschriebenes Buch, das aufgrund seiner zugänglichen Sprache von Jedermann gelesen werden kann.
Mir hat diese Lektüre nicht nur Vergnügen beim lesen bereitet, sondern auch wertvolle Denkanstöße geliefert.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung «Sehr lesenswert und hilfreich» von einer Kundin oder einem Kunden (05.02.2010):

Das Buch ist sehr logisch und stimmig aufgebaut und mit vielen Zitaten und Beispielen belegt. Obwohl der Autor sich um ein allgemeinverständliches Niveau bemüht, konnte ich ihm an einzelnen Stellen leider nicht ganz folgen, doch das ist die Ausnahme. Insgesamt ist das Buch sehr lesenswert und hilfreich für Menschen, die sich von religiösen oder anderen moralistischen Weltbildern gelöst haben oder dies wollen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung «Einfach genial!» von einer Kundin oder einem Kunden aus Zürich (04.01.2010):

Ein Buch, dass ich auf jeden Fall weiterempeheln kann und muss.
Ich wage sogar zu sagen, dass dieses Buch mit seiner umfassenden Thematik, mein Leben im positiven Sinne verändert hat.
Eine wahre Goldgrube für solche, die nach Antworten über das eigene Ich und die Welt suchen!

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