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24 Stunden im Leben einer ...

24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau

Roman. Mit e. Nachw. v. Karl-Heinz Ott von Constance de Salm (buch)

Ein neu zu entdeckendes literarisches Juwel. "Die verrückte Liebe in ihrer schönsten Form." LExpress
Als ihr Geliebter nach dem Konzert zu einer anderen in die Kutsche steigt, ist die junge Dame entsetzt. Voll brennender Eifersucht schreibt sie ihm einen Brief nach dem ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-455-40093-0
  • EAN:9783455400939
  • Erscheinungstermin:Februar 2008
  • Verlag:Hoffmann und Campe
  • Einband:gebunden
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  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:127
  • Gewicht:239 g
  • Übersetzer:Claudia Steinitz

Kurzbeschreibung:

Ein neu zu entdeckendes literarisches Juwel. "Die verrückte Liebe in ihrer schönsten Form." LExpress
Als ihr Geliebter nach dem Konzert zu einer anderen in die Kutsche steigt, ist die junge Dame entsetzt. Voll brennender Eifersucht schreibt sie ihm einen Brief nach dem anderen, ohne Antwort zu erhalten ... Constance de Salms Roman über eine gefühlvolle Frau erschien erstmals 1824 und beschwört auf bezaubernde Weise den Taumel der Liebe.
"Mein Lieb, mein Engel, mein Leben, nichts als Aufruhr ist meine Seele, nichts als Verwirrung!" Madame de *** weiss nicht, wie ihr geschieht. Ihr heimlicher Geliebter hat nach dem Konzert einer Dame etwas ins Ohr geflüstert und ist anschliessend in ihrer Kutsche in die Nacht davongefahren, ohne seine Freundin auch nur eines Blickes zu würdigen. Madame de *** befürchtet das Schlimmste und schreibt ihm zu Hause sogleich das erste Billett, dem tags darauf weitere glühende Briefe folgen. Im Fieber der Eifersucht beschwört sie ihre einzigartigen Gefühle für ihn und fleht ihn an, sich nicht an ihrer Liebe zu versündigen. Doch der junge Fürst antwortet nicht. Stattdessen beginnt ein hartnäckiger Verehrer sie zu bedrängen ...
Dass eine Autorin so mitreissend über weibliche Gefühle schreibt, war in der männlich bestimmten Literatur des frühen neunzehnten Jahrhunderts keineswegs selbstverständlich. Constance de Salms Briefroman geriet zum grossen Erfolg und wurde vor kurzem in Frankreich durch eine aufsehenerregende Neuausgabe wiederentdeckt.

Beschreibung der Redaktion:

Als ihr Geliebter nach dem Konzert zu einer anderen in die Kutsche steigt, ist die junge Dame entsetzt. Voll brennender Eifersucht schreibt sie ihm einen Brief nach dem anderen, ohne Antwort zu erhalten … Constance de Salms Roman über eine gefühlvolle Frau erschien erstmals 1824 und beschwört auf bezaubernde Weise den Taumel der Liebe.

"Mein Lieb, mein Engel, mein Leben, nichts als Aufruhr ist meine Seele, nichts als Verwirrung!" Madame de *** weiß nicht, wie ihr geschieht. Ihr heimlicher Geliebter hat nach dem Konzert einer Dame etwas ins Ohr geflüstert und ist anschließend in ihrer Kutsche in die Nacht davongefahren, ohne seine Freundin auch nur eines Blickes zu würdigen. Madame de *** befürchtet das Schlimmste und schreibt ihm zu Hause sogleich das erste Billett, dem tags darauf weitere glühende Briefe folgen. Im Fieber der Eifersucht beschwört sie ihre einzigartigen Gefühle für ihn und fleht ihn an, sich nicht an ihrer Liebe zu versündigen. Doch der junge Fürst antwortet nicht. Stattdessen beginnt ein hartnäckiger Verehrer sie zu bedrängen ...
Dass eine Autorin so mitreißend über weibliche Gefühle schreibt, war in der männlich bestimmten Literatur des frühen neunzehnten Jahrhunderts keineswegs selbstverständlich. Constance de Salms Briefroman geriet zum großen Erfolg und wurde vor kurzem in Frankreich durch eine aufsehenerregende Neuausgabe wiederentdeckt.

Pressestimmen:

Ein neu zu entdeckendes literarisches Juwel. »Die verrückte Liebe in ihrer schönsten Form.« L’Express
Claudia Steinitz:
Claudia Steinitz studierte Französisch und Italienisch. Sie ist seit fünfzehn Jahren als Literaturübersetzerin tätig und übertrug u. a. Gabriele D’Annunzio, Alice Ferney, Jean-Christophe Rufin, Véronique Olmi, Gilles Rozier, Bertina Henrichs und Isabelle Condou ins Deutsche.
Constance de Salm:
Constance de Salm (1767–1845) genoss eine für Frauen ihrer Zeit exzellente Ausbildung und trat früh mit Gedichten hervor. Nach geschiedener erster Ehe heiratete sie den deutschen Grafen Salm-Reifferscheidt-Dyck und lebte mit ihm abwechselnd in seinem Schloss am Rhein und in Paris. Dort leitete sie einen bedeutenden literarischen Salon, in dem u. a. Alexander von Humboldt, Stendhal und Alexandre Dumas verkehrten. Ihre größten literarischen Erfolge waren ihr einziger Roman 24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau und die Tragödie Sappho. Constance de Salm engagierte sich leidenschaftlich für die Emanzipation der Frau und wurde zum ersten weiblichen Mitglied in bedeutenden Pariser Akademien.
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„Zeitlos schön!”

25.05.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

1824: eine junge Frau sieht, wie ihr Geliebter nach einem Konzertbesuch zu einer anderen Dame in die Kutsche steigt. Verwirrt über das gerade Gesehene begibt sie sich nach Hause und schreibt ihrem Geliebten umgehend einen Brief. Als sie keine Antwort erhält, folgen weitere Briefe an seine Adresse, die jedoch zuerst unbeantwortet bleiben...
Constance de Salm hat einen wundervollen Roman über die Liebe, die Eifersucht, die Ungewissheit geschrieben. Die Briefe, welche die junge Dame an ihre große Liebe schreibt, spiegeln zahlreiche Facetten des Liebens wider: erste zögerlich Briefe, die auf eine rasche Klärung hoffen, folgende Briefe, die im Ton deutlich harscher werden und nicht zuletzt Briefe, die den Geliebten in die finstersten Verliese der Hölle wünschen. Die Autorin läßt uns in diesem Briefroman teilhaben an einem großartigen Wechselspiel zwischen Bitten und Flehen, Zorn und Verzweiflung, Hoffen und Bangen, kurz: an dem ganz normalen Wahnsinn des Liebens. Ein großes Buch über die Liebe, welches auch nach fast 200 Jahre nichts an Aktualität verloren hat.

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„200 Jahre alter Briefroman, der nichts an Aktualität verloren hat”

29.09.2008

Rezension von Apicula aus Apiculis (-Nickname-@gmx.de) Top-100 Rezensent

Es hat wieder einmal gelohnt bei Elke Heidenreichs TV-Sendung "Lesen!" aufzuhorchen, denn dieser beinahe schon 200 Jahre alte Briefroman ist tatsächlich wie Frau Heidenreich betonte: "Höchst aufregend!" - Intelligent und aufschlussreich (was das Wesen einer Frau betrifft ;-) noch dazu.
Wenn man das klug ausgetüftelte Vorwort der Autorin analysiert und sich die ausführliche Expertise des Kritikers Karl-Heinz Ott (im Nachwort) zu Gemüte führt ist dieses Büchlein sogar ein wichtiges kleines Stück Literaturgeschichte und bietet einen tiefen Einblick in "Deutsches Landleben und Pariser Salonkultur" und die "Zeit der Briefromane" im Besonderen!

"24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau" gibt eine Achterbahn der Gefühle wieder, wie ich sie eindrücklicher noch nie in solch komprimierter Form gelesen habe. Der kleine feine Roman ist in Briefform verfasst. Ein Stilmittel, das mich jedes Mal auf Neue zu begeistern vermag - und sei es wie hier ein fiktiver Briefwechsel; noch dazu eine vor 200 verfasster.

Eine gewisse Madame de ***, die sich zunächst enttäuscht und nur ein wenig eifersüchtig an ihren Geliebten wendet, der nach einem Theaterbesuch mit einer anderen Dame das Etablissement verlässt und ihr nur ein beiläufiges "Adieu!" zuflüstert ist die Verfasserin der Briefe. Dieses unerwartete und somit ungewöhnliche Verhalten des Geliebten bietet reichlich Anlass zu (eifersüchtigen) Spekulationen für Madame de ***; in Form eines Briefes - dem von Stund an noch mehrere folgen sollten.
[Nur (unglücklich!) Verliebte werden wissen wie man in dieser verzweifelten Situation fühlt und wie oft sich binnen Stunden die Gefühle ändern können.]
Indes taucht in just dieser prekären Situation in der sich Madame de *** befindet ein Mann in ihrem Leben auf, der ihr freilich nur Gutes will - und sich in sie verliebt hat!
All das, und zwar gleich mehrmals im Verlauf von 24 Stunden - 47 mal um genau zu sein -, ein Anlass für Madame de *** einen Brief an Ihren Geliebten zu schicken, ja sich sogar persönlich in sein Haus zu bemühen... Das beharrliche Schweigen des Geliebten bietet Anlass zu weit umfangreicheren Spekulationen. - "Höchst aufregend!"

Übertragen in unsere Zeit hätte die (fiktive) Madame de *** jetzt eine ordentlich erhöhte Rechung ihres Mobilfunkanbieters, wegen der vielen SMS' die sie an ihren Angebeteten verschickt hat ... und gerade weil ich dies' ungeduldige Verhalten von mir selbst und anderen Damen in meiner Bekanntschaft miterlebt habe, kann ich diesen im Ton vielleicht etwas "verstaubt anmutenden" Brief-Roman auch dem jüngeren Publikum nur ans Herz legen. Und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass am Ende sich doch noch alles..., na zumindest aufklärt.

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