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Ruhm
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Ruhm

Ein Roman in neun Geschichten von Daniel Kehlmann (buch)

Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten; nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-498-03543-6
  • EAN:9783498035433
  • Erscheinungstermin:16.01.2009
  • Verlag:Rowohlt Verlag
  • Einband:gebunden
  • Kundenbewertung:
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  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:202
  • Gewicht:294 g

Kurzbeschreibung:

Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten; nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren grösster Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand.Neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen - voll unvorhersehbarer Wendungen, komisch und brillant.

Beschreibung der Redaktion:

Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen – komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt».



«Ein Buch von funkelnder Intelligenz.» FAZ

«Ruhm strotzt vor Raffinement. Daniel Kehlmann scheint alles zu können.» NZZ

«Daniel Kehlmann hat mit seinem neuen Roman Weltliteratur geschaffen.»

Die Weltwoche

«Verteufelt gut ... brillant ...» NZZ am Sonntag

«Hochintelligent und zugleich ein Lesevergnügen ...» Deutschlandradio Kultur

«Ein literarisches Bravourstück ...» Die Welt

«Das Buch ist eine Wucht – virtuos und witzig geschrieben. Jede einzelne der neun Geschichten ein Diamant.» ZDF heute journal

Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Nach dem Sensationsbestseller "Die Vermessung der Welt", einem der erfolgreichsten Bücher Deutschlands, lässt Kehlmann nun "Ruhm" folgen. Es ist, tatsächlich, ein ruhmreiches, ein geschicktes, ein intelligentes Buch aus neun Geschichten, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Nicht alle haben die gleiche Qualität, den gleichen Esprit, aber sie zeigen aus vielen Blickwinkeln, wie das Leben sein kann: verrückt, hart, schön.
Daniel Kehlmann:
Am 13.Januar 1975 in München geboren, wuchs Daniel Kehlmann in einer Familie mit literarischen Wurzeln auf. Sein Vater Michael Kehlmann, selbst Regisseur und Sohn des expressionistischen Schriftstellers Eduard Kehlmann, und seine Mutter Schauspielerin Dagmar Mettler zogen mit ihm 1981 nach Wien. Dort besuchte er das Kollegium Kalksburg und studierte danach Philosophie und Germanistik an der Universität Wien. 1997 debütierte er mit seinem Roman "Beerholms Vorstellung" und ergatterte dafür den Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Seit 2001 bekam er mehrere Gastdozenturen für Poetik an den Universitäten Mainz, Wiesbaden und Göttingen. Seine Rezensionen und Essays werden in zahlreichen Magazinen und Zeitungen veröffentlicht, unter anderem sind "Der Spiegel", "Guardian", "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Volltext" darunter. Den Durchbruch schaffte Daniel Kehlmann 2003 mit seinem fünften Buch "Ich und Kaminski", weitaus erfolgreicher war allerdings "Die Vermessung der Welt", der in über 40 Sprachen übersetzt wurde und der erfolgreichste deutsche Roman der Nachkriegszeit war. Das bestätigt auch die Bestsellerliste der bestverkauften Bücher des Jahres 2006, herausgegeben von der New York Times, auf der "Die Vermessung der Welt" auf Platz 2 stieg. Sein im Jahre 2009 erschienene Roman "Ruhm-Ein Roman neun Geschichten" stieß somit schon auf ein Medienecho noch bevor es erschien. Auch damit schaffte es der junge Autor auf die Bestsellerlisten des Spiegels und Focus. Damit einhergehend ist die Liste der Preise und Auszeichnungen lang. Den Candide-Preis 2005 und im Folgejahr gleich mehrere Titel wie dem Konrad Adenauer-Preis, Doderer-Preis und dem Kleist-Preis. Ebenso ist er neben vielen weiteren auch Träger eines WELT-Literaturpreises und dem Thomas-Mann-Preises. Daniel Kehlmann lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin und Wien.
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„nicht so ruhmreich”

02.12.2011

von einer Kundin oder einem Kunden Top-10 Rezensent

wie der titel verspricht finde ich die lektüre dann tatsächlich
ich war eigentlich doch sehr enttäuscht
hätte mir nach den vorgängern mehr erwartet
die sprache ist nicht mehr so flüssig und wirkt irgendwie künstlich
man quält sich eher über den gottseidank dann doch eher kurzen text

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„Toll gemacht”

13.10.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

"Ruhm" - Dies sind neun unterschiedliche Geschichte, die aber trotzdem irgendwie zusammenhängen.
Geschickt miteinander verwoben, grandiose Sprache, einfach toll.
Unbedingt lesen und verschenken!

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„9 Leben ”

24.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Ein Mann kauft ein Handy und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten; nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand.Neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen - voll unvorhersehbarer Wendungen, komisch und brillant.

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„Ruhm”

06.10.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Neun Geschichten von neun Erzählern über neun Protagonisten die als Nebenfiguren in den anderen neun Geschichten vorkommen. Verbunden durch einen Handlungsfaden, der sich durch alle neun Geschichten zieht und diese miteinander verknüpft. Eine tolle Idee, vielversprchend umgesetzt.
Der neue Kehlmann ist wieder ein absolut lesenswertes Buch. Ganz anders als sein Vorgänger "Die Vermessung der Welt", aber trotzdem mindestens genauso gut.

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„Einfach genial!”

07.09.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Daniel Kehlmann schreibt in „Ruhm“ neun Kurzgeschichten, die auf der ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch nach und nach tauchen Verbindungen auf, mal offensichtlich, mal verschwommen, die den roten Faden in diesem außergewöhnlichen Leseerlebnis bilden.
So wird in der ersten Geschichte ein Mann plötzlich von völlig unbekannten Personen auf seinem Mobiltelefon angerufen, die ihn für jemand anderen halten. Er lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, indem er die unbekannte Identität annimmt... In einer anderen Geschichte arbeitet ein anderer junger Mann in einer Handyfirma, sitzt aber eigentlich nur an seinem Computer und versinkt total in der virtuellen Welt der Nicknames, Foren und Chats... Eine Romanfigur kommuniziert plötzlich mit ihrem Autor...
Kehlmann schafft eine bizarre Welt, in der die Grenzen von Realität und Fiktion verwischen, in der der Leser selbst sich die Geschichten zu eigen machen muss, um zufrieden gestellt zu werden.
Ein ungewöhnlicher Roman in neun ungewöhnlichen Geschichten. Ob man Kehlmann mag oder nicht: dieses Buch sollte man lesen!

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„Ruhm - Daniel Kehlmann”

09.07.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Nach „ Die Vermessung der Welt“ landete Kehlmanns neuer Roman auch direkt auf den Bestsellerlisten. Vollkommen berechtigt, denn es sind neun faszinierende Episoden, die sich nach und nach zu einem brillanten Romangefüge formen.
Nach dem Kauf eines neuen Handys erhält ein Mann Anrufe die ihm gar nicht gelten und nimmt so Einfluss auf das Leben eines Fremden.
Ob nun eine Romanfigur mit dem Ende ihrer Geschichte unzufrieden ist, oder ein Internetsüchtiger unbedingt eine Rolle in einem Roman spielen will, es ist auf jeden Fall ein Genuss zu lesen wie sich schließlich alles zusammenfügt.

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„Man muss es nicht verstehen; um es zu Lesen! ”

04.05.2009

Rezension von Bibliothekarin aus Oberösterreich

Ich lese viel und gerne; lese alles was mich interessiert und genau deshalb habe ich mir dieses Buch gekauft. Von den Kritikern hochgelobt; von den Lesern eher kritisch betrachtet.
Wie sehe ich es...
Schwer zu sagen. Ein Roman ist es nicht, auch wenn es als solcher verkauft wird. 9 Kurzgeschichten sind es auch nicht, weil einige davon wirklich lang sind.
Zusammenhängend - ja und nein.
Mir ist z.B. immer noch nicht klar, warum die Krimiautorin verloren gehen musste. Welchen Sinn sah Kehlmann in dieser Geschichte?
Das Buch selbst ist in einem sehr guten Stil geschrieben. Er vermischt die Sprache des Autoren, mit dem des Forenschreibers (diese Geschichte z.B. ist genial!), um wieder zurückzufinden zu einem gebrochenen Mann, der sich selbst zu dem macht.
Als ich das Buch heute geschlossen habe, dachte ich mir: Man muss es nicht verstehen, um es zu Lesen.
Viel Spaß!

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„Überdurchschnittlich”

15.03.2009

von einer Kundin oder einem Kunden aus Windischgarsten

In der Flut der Bücher-Neuerscheinungen ein positives Werk! Trotz des hohen Erwartungsdruckes sehr gut gelungen !!

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„Ein Roman ...”

02.03.2009

Rezension von Gina aus Kornwestheim

... in neun Geschichten: Ich war sehr gespannt, ob wirklich aus neun einzelnen Geschichten ein Roman entsteht oder ob es nur eine Aneinanderreihung von Geschichten ist, in denen zufällig dieselben Personen, Orte etc. auftauchen. Es funktioniert! Jede der Geschichten für sich ist kurzweilig, witzig, spannend oder stimmt nachdenklich und doch ergeben sie zusammen eine Einheit. Sie sind so kunstvoll, so intelligent miteinander verflochten, dass das Lesen einfach Spaß macht (eher oberflächlichen Lesern vielleicht nicht). Besonders interessant ist der Wechsel und das Verschmelzen von Realität und Fiktion - Was ist wirklich, was nicht? - Alles in allem glänzend geschrieben.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Ich und Kaminski, Die Vermessung der Welt

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„Fantastisches Spiel”

18.02.2009

Rezension von Thomas Zörner aus Lentia Top-10 Rezensent

Daniel Kehlmann landete mit "Die Vermessung der Welt" den Verkaufshit der letzten Jahre. Dementsprechend groß waren die Erwartungen an seinen Folgeromna, der nun endlich vorliegt. Ich muss gestehen, dass ich mir der "Vermessung" etwas verweigert habe. Ich kenne das Buch nicht und ging somit vollkommen unvoreingenommen an "Ruhm" heran und ich bin begeistert. Kehlmann erzählt von 9 Leben, manche filtiv manche real und lässt sie alle mehr oder weniger offensichtlich ineinander übergehen und sogar Einfluss aufeinander haben. Wenn zB der Schriftsteller Leo Richter nicht auf eine Reise geht und seine Kollegin fragt ob diese nicht gehen würde, hat dies fatale Konsequenzen für sie. Kehlmann verwebt aber nicht nur die Geschichten, sondern auch mehrere Realitäten, so kommen auch die Figuren der fiktiven Autoren zu Wort und diese selbst in ihren eigenen Geschichten. Vor allem gegen Ende mag dies verwirrend werden, allerdings geht auch eine nicht zu leugnende Faszination von diesem Stilmittel aus. Was ist real, was nicht? Neben der sprachlich einfach Größe und dem flüssigen Stil Kehlmanns macht vor allem das Suchen der Zusammenhänge ungemein Spaß. Wie hängt zB die Geschichte eines über Selbstmord sinierenden esotherischen Autors mit der eines verwirrten Internetbloggers zusammen? Jede Geschichte handelt im weitesten Sinne von Ruhm. Manche ganz offensichtlich, wie die des Schauspielers, der nicht mehr bekannt sein möchte, manch andere wieder weniger wie die des Familienvaters, der ein Doppelleben anfängt mit zwei verschiedenen Frauen. Doch alle sind in ihrem Kontext miteinander verbunden.
Kehlmann ist mit "Ruhm" ein fantastisches und unheimlich intelligentes Stück Literatur gelunden. Eine unbedingte Empfehlung.

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„Schade”

11.02.2009

von einer Kundin oder einem Kunden aus Weimar

Ich muss mich leider der Meinung "Schlechtes Preis/Leistungsverhältnis" anschließen. Diese Art zu Schreiben und zu Verknüpfen kann Sibylle Berg besser.

1 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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„Ein Roman in neun Geschichten”

04.02.2009

Rezension von Uli Geißler aus Fürth Top-100 Rezensent

Das eher ungewöhnliche literarische Konzept des Autors Daniel Kehlmann beeinhaltet die Idee, eine Geschichte in Abschnitten zu erzählen, welche jeder für sich abgeschlossen ist und doch eine durchgängige Verbindung zu den vorherigen oder nachfolgenden Kurzgeschichten aufweist.

Nicht immer augenfällig gelingt ihm das auch und man wechselt zwischen fiktiver Fiktion und realer Fiktion, wohlwissend, dass es da letztlich keinen Unterschied gibt, sind doch alle Ebenen im Buch erdacht. Einzig einige Figuren aus den unterschiedlichen Episoden – geradezu nachbarschaftlich nah charakterisiert, als kennte man sie – tauchen zwischenzeitlich auf und schaffen eine gedanklich-inhaltliche Verbindung. Es ist fast schon ein Denkspiel, herauszufinden, wo und worin die Verbindungen der doch sehr unterschiedlichen Erzählungen liegen.

Es geht um die Identität des Individuums, das „Wer bin ich“. Dabei überschreitet der Autor immer wieder die fiktionale Ebene und lässt die Handlungen seiner Figuren zur von der Leserschaft empfundenen Wirklichkeit werden. So wird reizvoll das Mediale real und das Reale zum Medium, eine Art erwünschter Wirklichkeitsverlust.

Das nicht sofort Augenfällige des bestehenden Zusammenhangs der einzelnen Abschnitte macht die Qualität des Buches aus. Im Wissen, dass wohl alles miteinander zusammenhängt ist man bemüht, Verwebungen zu entdecken, zusammen zu denken, was zusammen gehört und so sich einen eigenen Roman zu erschaffen. Insofern scheint die Geschichte Daniel Kehlmann’s - wie so Vieles in der Mediengesellschaft auch - lediglich vorgetäuscht zu sein. Die wahre, im Sinne von eigentlicher, wirklicher Geschichte, erdenkt man sich selbst. Das Buch fordert und fördert Kreativität und Auseinandersetzung. Geschichten provozieren Geschichten. Das ist aber auch gut so.

© 2/2009, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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„Schlechtes Preis/Leistungsverhältnis”

04.02.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Die Geschichten sind skurill und unterhaltsam. Hier wurden Vorschusslorbeeren verteilt, die aber den Preis in keinster Weise rechtfertigen.

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„Großartige Idee, großartiges Buch”

25.01.2009

Rezension von Udo Geithner aus Bayreuth

Daniel Kehlmanns neuer Roman besteht aus neun äußerlich getrennten Kurzgeschichten. Inhaltlich jedoch vernetzen sie sich zu einer Einheit und ergeben so ein stimmiges Gesamtbild.

Das Leitmotiv des Romans ist der Ruhm. Leicht psychologisch werden dessen Auswirkungen und Absurditäten beschrieben. Jede der neun Hauptfiguren macht seine eigenen konfliktreichen Erfahrungen; die erste Figur sieht sich plötzlich in das Leben eines Stars versetzt, erlebt intensivst dessen Erfolg und vergisst dabei sein eigenes Leben.
Der zweiten Figur, einem Schriftsteller, sind der Ruhm, die damit verbunden Reisen durch die Welt und die ewig gleichen Fragen der Fans verhasst. Lieber säße er zu Hause und würde in aller Ruhe arbeiten.
In einer anderen Geschichte lernen wir einen erfolgreichen esoterischen Autor kennen. Mit seinen Ratschlägen hat er Millionen Lesern den Weg zu einem besseren Leben gewiesen und scheitert nun an seinem eigenen.
Da ist noch der internetsüchtige Blogger, er hasst seine Kollegen, den Job, die Menschen – kurz, alles. Nur in seiner virtuellen Welt fühlt er sich wohl und berichtet nun für die Internetgemeinde vom Treffen mit einem berühmten Schriftsteller und der Hoffnung, eine Figur in dessen Roman zu werden.

Was den besonderen Wert des Romans ausmacht, ist weder eine ausgefeilte Sprache noch ein knackiger Erzählstil – das hat er alles nicht. Es ist die faszinierende Mischung aus Fiktion und Realität. Der in einigen Geschichten auftauchende Schriftsteller reagiert mit eigenen Geschichten auf Kehlmanns Erzählungen. Es baut sich eine zweite fiktionale Ebene auf und verschwimmt bisweilen mit der realen. Der Reiz und die Herausforderung für den Leser bestehen nun darin, diese Grenzen zu finden und zu verstehen.
Die Idee in „Ruhm“ ist großartig macht den Roman zu einem muss-man-gelesen-haben Werk.

Freunden von Kurzgeschichten sei noch Clemens Meyer empfohlen. Im Jahre 2008 gewann er für seine Stories „Die Nacht, die Lichter“ den Preis der Leipziger Buchmesse.
Zum Ende möchte ich noch zwei herausragende Werke von Kehlmann erwähnt haben: „Die Vermessung der Welt“ und „Mahlers Zeit“.

4 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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