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Atemschaukel
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Du stirbst nicht
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«Atemschaukel»
von einer Kundin oder einem Kunden
(22.02.2010):Der 17 jährige Leo wird 1945 als in Rumänien lebender Deutscher in ein russisches Lager deportiert. Zu diesem Zeitpunkt war das für ihn ( naiv und nicht ahnend, was auf die Gefangenen zukommt) eher eine akzeptable und sogar willkommene Lösung. Besser als in seiner Stadt als Schwuler enttarnt zu werden und dafür ins Gefängnis zu kommen.
Trotz schrecklicher Lebensumstände im Lager überlebt Leo. Vielleicht oder gerade deshalb, weil er sich seine eigene Sicht der Dinge erschafft und letztendlich nach 4 Jahren das Lager als Zuhaue ansieht. Diese Zeit hat Leo und natürlich alle anderen Überlebenden so geprägt, daß sie kaum mit dem normalen Leben zurecht kamen. Viele brachten sich um und kaum einer sprach über die Zeit im Lager. Ich finde der Roman ist zutiefst bewegend und schön.
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«Ganz große Literatur»
von einer Kundin oder einem Kunden
(18.02.2010):Es gibt Bücher, die auch den Vielleser überraschen, die aussergewöhnliche Form und Sprache besitzen und mehr als einmal gelesen werden müssen, um überhaupt annähernd erfasst zu werden.
Dazu gehört für mich "Atemschaukel" von Herta Müller.
Wir begleiten einen jungen Mann in ein russisches Straflager, wo er in den 5 Jahren Aufenthalt versuchen wird, zu überleben.
Herta Müller gelingt es, das Grauen im Lager mit derart schöner, poetischer Sprache zu schildern,dass man völlig gefesselt in den Sprachbildern schwelgt und darüber ganz vergisst, dass es hier ums nackte Überleben geht.
Ich habe das Buch immer wieder wie benommen weggelegt und Zeit gebraucht,die einzelnen Szenen zu verarbeiten.
Ganz große Literatur!Chapeau!
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«Atemschaukel»
von einer Kundin oder einem Kunden
(23.11.2009):Ja, natürlich: die Bücher von Herta Müller werden sich ab sofort von ganz allein verkaufen. Aber es ist ja nicht der Nobelpreis der den Wert ihres Werkes ausmacht, sondern das Werk selbst.
Also: "Atemschaukel" - ein beeindruckend, bedrückender Bericht über die Grausamkeiten zu denen Menschen in der Lage sind. Über Qualen, Hunger, Kälte, Krankheit, Hoffnungslosigkeit und am Ende doch über die Hoffnung zu entkommen.
Wenn Sprache retten kann, dann gibt uns Herta Müller die Worte an die Hand mit denen Rettung möglich ist. Poetisch und tief. Ein wundervolles Buch.
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«Brilliant - poetisch - subtil»
von CaWa - die Leseratte
Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist.
In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in einem russischen Arbeitslager. Angefangen bei seiner Internierung bis zum bitteren Ende, der Reintegration ins "normale" Leben.
ICH WEISS DU KOMMST WIEDER - dieser Satz ist eine Art roter Faden, der sich durch die ganze Erzählung spannt.
Eine absolute Leseempfehlung.
Mein erstes, aber bestimmt nicht das letzte Buch dieser Autorin.
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«Brilliant - poetisch - subtil»
von CaWa - die Leseratte
Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist.
In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in einem russischen Arbeitslager. Angefangen bei seiner Internierung bis zum bitteren Ende, der Reintegration ins "normale" Leben.
ICH WEISS DU KOMMST WIEDER - dieser Satz ist eine Art roter Faden, der sich durch die ganze Erzählung spannt.
Eine absolute Leseempfehlung.
Mein erstes, aber bestimmt nicht das letzte Buch dieser Autorin.
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«Beeindruckend! Ergreifend!»
von einer Kundin oder einem Kunden
(16.11.2009):Hier wird vorgeführt, was Sprache vermag: Herta Müller jongliert mit ihr, spielt mit ihr, zeichnet anschauliche Bilder. Poetisch leicht, präzise, intensiv, fantasiereich - alles andere als alltäglich normal - beschreibt sie tieferschütterndes Erleben im russischen Arbeitslager. Das ungesagt Gebliebene, das zwischen den Zeilen unübersehbar Vorhandene erschreckt den Leser, lässt ihn förmlich erstarren, bei gleichzeitigem Staunen über die trotz-Schönheit des Lebens und Hoffens, die sich in Leos Gedankenwelt formt.
Leo, bei seiner Deportation17-jährig, scheint sich innerlich gegen das Erwachsensein zu sträuben; mit seinen beinahe infantil wirkenden Vorstellungen - jedoch in diesen unglaublich weise - lehrt er den Leser: Sehnsucht.
Von der Diskrepanz zwischen wunderschöner, gar Wunder wirkender Sprache und dem stummen! Unrecht, das diese aber beschreibt, lebt Herta Müllers Werk. Geniale Kunst!
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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«Die Sprache macht es bemerkenswert!»
von einer Kundin oder einem Kunden
(02.11.2009):Herta Müller schreibt in kleinen, subtilen Kapiteln wie das Leben Im Straflager die Menschen prägt und verändert. Oft kommt die Geschichte in harmlosen Episoden daher, aber wenn man darüber nachdenkt, stockt einem der Atem. Die Sprache, präzise und poetisch, ohne ein Wort zuviel beleuchtet das Thema Diktatur und Straflager auf beeindruckender Weise. Unbedingt lesen.
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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«Dieses Buch ist unglaublich, eine Entdeckung, ein Gewinn für jeden, der es gelesen hat!»
von einer Kundin oder einem Kunden
(04.09.2009):Herta Müller erzählt die Geschichte von Leo, einem jungen Siebenbürger, der unter Stalin 6 Jahre in einem russischen Arbeitslager leben und beina-he sterben muss. Leo ist homosexuell, er hat schon einige Erfahrung in dieser Hinsicht und höllische Angst, entdeckt zu werden. So ist der Aufruf zu Deportation für ihn auch eine nicht unwillkommene Flucht aus der Pro-vinz. So denkt er, naiv und schicksalergeben am Anfang der Reise und wird schnell erfahren, dass diese Fahrt direkt in die Hölle führt. Was dieses Buch so einzigartig macht, ist die auf der einen Seite ganz infantile Berichterstattung von Leo, die in der Beschreibung all des Elends, der Morde, der Ratten und Flöhe, der entsetzlichen Arbeit und Kälte sehr an den Simplicissimus von Grimmelshausen erinnert und auf der anderen Seite die wunderbar lyrische Sprache, die Metapher enthält, das einem vor Ergriffenheit der Atem stockt. Die titelgebende Atemschaukel zum Beispiel bewegt sich, wenn sich der allgegenwärtige Hungerengel ganz tief im Rachen auf das Gaumensegel setzt. Bitte lesen!
5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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«Erschütternd und berührend»
von einer Kundin oder einem Kunden
(31.07.2009):Dieses Buch lediglich zu beschreiben, fällt auch dem geübten Leser schwer; es jedoch mit äußerstem Nachdruck zu empfehlen in keiner Weise. Ein junger Mann aus Siebenbürgen kommt 1945 ins russische Arbeitslager und erlebt dort die unvorstellbaren Schrecken der Deportation und des Lageralltags. Im Lichte seines Schicksals erzählt Herta Müller die Geschichte der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen unter der Herrschaft Stalins. Doch vor allem wie Herta Müller diese Geschichte erzählt, ist bemerkenswert: durch Zeitzeugenberichte entsteht ein authentisches und realistisches Bild, das aber gebrochen durch Müllers lyrische Sprache gleichsam poetisch aufgeladen und erschütternd wirkt. Ein in seiner Brutalität überwältigender und sprachlos machender Roman. Unbedingt lesen!
9 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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