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Du stirbst nicht

Du stirbst nicht

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2009 von Kathrin Schmidt (buch)

Vom Hirnschlag erwacht - die Geschichte einer HeilungHelene Wesendahl weiss nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, ... weiterlesen
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:5. Auflage
  • Seiten:347
  • Gewicht:438 g

Kurzbeschreibung:

Vom Hirnschlag erwacht - die Geschichte einer Heilung

Helene Wesendahl weiss nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war.
Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Massnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes - und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung.
Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie, verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füssen zu verlieren.
Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns.

Zusatzinformationen (Autorenportrait):

Kathrin Schmidt, geboren 1958 in Gotha, arbeitete als Diplompsychologin, Redakteurin und Sozialwissenschaftlerin. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter den Leonce-und-Lena-Preis 1993. Ihr 1998 erschienener Roman "Die Gunnar-Lennefsen-Expedition" wurde mit dem Förderpreis des Heimito von Doderer-Preises und dem Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1998 ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.
Bisherige Veröffentlichungen: "Poesiealbum 1979", Gedichte, 1982. "Ein Engel fliegt durch die Tapetenfabrik", Gedichte, 1987. "Flussbild mit Engel", Gedichte, 1995.
Weitere Titel bei Kiepenheuer & Witsch: "Die Gunnar-Lennefsen-Expedition", Roman, 1998. "GO-IN der Belladonnen", Gedichte, 2000. "Koenigs Kinder", Roman, 2002, "Seebachs schwarze Katzen", Roman, 2005.
Kathrin Schmidt, geboren 1958 in Gotha, arbeitete als Diplompsychologin, Redakteurin und Sozialwissenschaftlerin. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter den Leonce-und-Lena-Preis 1993. Ihr 1998 erschienener Roman "Die Gunnar-Lennefsen-Expedition" wurde mit dem Förderpreis des Heimito von Doderer-Preises und dem Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1998 ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.
Bisherige Veröffentlichungen: "Poesiealbum 1979", Gedichte, 1982. "Ein Engel fliegt durch die Tapetenfabrik", Gedichte, 1987. "Flussbild mit Engel", Gedichte, 1995.
Weitere Titel bei Kiepenheuer & Witsch: "Die Gunnar-Lennefsen-Expedition", Roman, 1998. "GO-IN der Belladonnen", Gedichte, 2000. "Koenigs Kinder", Roman, 2002, "Seebachs schwarze Katzen", Roman, 2005.
Kathrin Schmidt:
Geboren am 12.März 1958 in Gotha bei Thüringen, machte die deutsche Schriftstellerin Kathrin Schmidt Mitte der Siebziger ihr Abitur und studierte anschließend Psychologie an der Universität Jena. Nach Erhalt ihres Diploms war sie wissenschaftliche Assistentin an der Universität Leipzig. Ab 1982 arbeitete Kathrin Schmidt als Kinderpsychologin in einem Krankenhaus und in Berlin Marzahn beim Kinder- und Jugend Gesundheitsschutz. 1986 bis 1987 absolvierte sie ein Sonderstudium in Literarischem Schreiben in Leipzig. Nach der Wende 1989 in der DDR wirkte sie am Runden Tisch in Ost Berlin mit. Zwei Jahre später war Kathrin Schmidt Redakteurin der Frauenzeitschrift Ypsilon und war bis 1993 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Berliner Institut für Vergleichende Sozialforschung. Erst seit 1994 ist Schreiben zu ihrem Hauptberuf geworden. Seitdem gehören Auszeichnungen dazu, wie der Leonce-und Lena Preis, Meraner Lyrikpreis, Heimito-von-Doderer Preis oder auch der Deutsche Kritikerpreis in Form von Lob und Anerkennung für ihr künstlerisches Schreiben. 2009 gelang es Kathrin Schmidt mit "Du stirbst nicht" den Deutschen Buchpreis zu gewinnen. Ein unglaublicher Erfolg, da sie zur Romanvorlage aus eigenen Erfahrungen schöpfen konnte und das Buch, teils autobiografisch, nicht wie viele andere um Betroffenheit ringt. Ihr Ausdruck wird verglichen mit dem frühen Günther Grass. Egal ob sie Gedichte verfasst oder sich Geschichten ausdenkt, auf eigene Art vermittelt sie eine starke, mitfühlende und verspielte Sprache. Kathrin Schmidt lebt mit ihrem Mann, mit dem sie fünf Kinder hat, in ihrem Haus bei Berlin Mahlsdorf und engagiert sich als Mitglied des P.E.N. Zentrums Deutschland.

Meinung der Redaktion
Ich war und bin nachhaltig beeindruckt davon, wie Kathrin Schmidt es geschafft hat, ein sehr intellektuelles Buch über ein sehr persönliches Thema zu verfassen. Die Autorin hat selbst als Psychologin gearbeitet, ist unheimlich reflektiert, und das verleiht gerade auch der erneuten Annäherung des Paares eine ganz besondere Tiefe.
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„Fesselnd”

08.10.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Man kann in die doch eher traurige Geschichte sehr gut eintauchen und mitfühlen.
Sprachlich hervorragend und einfach nur fesselnd.
Sehr zu empfehlen.

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„Harter Neubeginn”

16.08.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Den Weg, den Helene Wesendahl geht, gehen muss, um nach erlittenem Schlaganfall sich selber und ihre Familie wieder kennen zu lernen ist hart und mühsam. Der Umgang mit körperlichen Einschränkungen und der harte Kampf um Wiedereingliederung in den Familienalltag kostet viel Kraft und unerschütterlichen Lebenswillen. Die Autorin beschreibt in erschütternder Offenheit, wie notwendig das Gehirn für die Funktion unseres Körpers ist. Eingebunden in eine interessante Geschichte zeigt sie den Weg einer Frau auf, die ohne Erinnerung an die Vergangenheit in einem Spitalbett aufwacht und nur Schritt für Schritt wieder ins Leben zurück findet. Sehr empfehlenswert.

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„Ein Schicksalsschlag”

11.03.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Man kann ihn kaum aushalten, diesen Alptraum, den Helene Wesendahl erleben und erleiden muss. Nach einer Gehirnblutung taucht sie langsam aus dem Wachkoma wieder auf. Durch ihren beeinträchtigten Blick erleben wir mit, wie sie tastend, amgstvoll durch ihre Gedankenfetzen irrt. Der Sprache nicht mehr mächtig, nach Worten mühsam suchend, beginnt ein langer Weg zurück ins Leben. Dieser schwere Weg einer starken Frau wird ohne jede Gefühlsduselei in teilweise reduzierter Sprache und lakonischen Sätzen erzählt. Ganz angepasst an die Fähigkeiten und Fortschritte von Helene Wesendahl. Einfach großartig!

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„???”

07.02.2010

Rezension von CaWa - die Leseratte aus Hilden Top-100 Rezensent

Leider habe ich zu diesem Buch keinen Zugang finden können. Für meinen Geschmack ist der Klappentext aussagekräftiger als die Geschichte selbst. Ich hatte mehr erwartet. Gott sei Dank - die Geschmäcker sind verschieden.

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„"Beeindruckend!"”

04.11.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Kathrin Schmidt hat ihn verdient, den deutschen Buchpreis !!!
Helenes Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Zum Glück hatte ich ein paar Tage Urlaub und genug Zeit immer weiter diesem faszinierenden und ganz besonderen Entwicklungsroman zu folgen. Lesen Sie dieses außergewöhnliche Buch. Es lohnt sich sehr.

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„Von Krankheit und Hoffnung”

27.09.2009

Rezension von Dr. Christian Rößner aus Göttingen Top-100 Rezensent

Helene Wesendahl, 44-jährige Schriftstellerin aus Berlin, erwacht eines Tages im Krankenhaus, kann aber ihre Umwelt nur schlaglicht- und schemenhaft wahrnehmen. Nach und nach erfährt sie – im Wachkoma liegend -, dass sie eine Hirnblutung, ein Aneurysma, erlitten hat und jetzt nicht nur körperlich gelähmt ist, sondern auch ihre Erinnerungen und ihre Sprache verloren hat. Dabei erfährt die Protagonistin neben der körperlichen Einschränkung vor allem den Verlust der Worte als existentielle Bedrohung. Kathrin Schmidts beeindruckender Roman schildert Helenes mühsamen Weg aus der Krankheit mit Hilfe von Erinnerungen an ihr Leben vor der Krankheit, langwierigen Therapien und der Neuordnung ihrer Familienverhältnisse. Der besonders erzählerische Clou liegt in der Perspektive des Romans: Der Leser erfährt unmittelbar aus der Sicht Helenes ihr Ringen mit diesem Realität gewordenen Alptraum und lässt damit den Leser an jeder noch so kleinen Gemütsregung teilhaben. Ein wirklich großartiger Roman, der auf eine ganz ungewöhnliche Art und Weise betroffen, aber nie mutlos macht.

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