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Unser Problem sind die Normalen. Eine heitere Seelenkunde. Vorw. v. Eckart von Hirschhausen von Manfred Lütz (buch)
von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent
"Irre - Wir behandeln die Falschen" ist ein - teilweise - recht amüsantes Plädoyer gegen die "Tyrannei der Normalität" und zugleich ein kompakter sachlicher Überblick über die Geschichte der Psychiatrie und der häufigsten Krankheitsbilder. Mit viel Humor vermittelt Herr Lütz verständlich für alle eine ganze Menge Wissen.
Rezension von Janine Brandstetter aus Großmugl
So irre, wie ich mir gedacht habe, als ich das Deckblatt gesehen und den
Klappentext gelesen habe, fand ich das Buch gar nicht.
Es ist eine kleine Einführung in die Psyche des Meschen, nein, vor allem
in die >kranke< Psyche des Menschen...
Doch auch ein bisschen hochgestochen, bzw. sehr niveauvoll geschrieben,
das Ganze. Hab mich manchmal "zusammenreißen" müssen, um nicht
abzuschweifen, weil ich wirklich oft sehr konzentriert lesen musste, um alles
zu erfassen..
Aber alles in allem eingelungenes Buch, das ich auch gern weiterempfehlen
möchte. Eine gute Mischung aus Humor, Ernsthaftigkeit und Information.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Sandra
Dass ganz vieles, was wir irre nennen, eigentlich bedenklich normal ist, und dass wirklich Irres für die Betroffenen schwierig und manchmal lebensgefährlich ist, dass, was wir krank nennen, oft eine gedankenlose und unangemessene Banalisierung ist und dass Grauenhaftes eher normal als irre ist, all das erklärt Manfred Lütz anhand eindrücklicher Beispiele - ein durch und durch leicht"lesiges", interessantes Buch.
0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Manfred Lütz bietet mit diesem kurzweiligen Buch einen guten Überblick über einige der wichtigsten psychischen Krankheiten unserer Zeit. Dabei erklärt er, wie diese entstehen, welche Behandlungsmethoden es gibt und ob die Krankheit heilbar ist. Dabei stellt er klar, dass viele Patienten völlig normal leben können. Das Wissen um diese Kranheiten und ihre Verläufe schafft es, dass man als Leser viel offener über das Thema psychische Erkrankungen denkt.
von einer Kundin oder einem Kunden
Manfred Lütz teilt die "Normalen" ein in: wahnsinnige Normale und blödsinnige Normale.
Er findet es bedenklich einem Gesundheitsideal vorbeugend nachzurennen, um "gesund" zu sterben.
Ansichtssache.
Die entscheidende Frage ist nicht die, was wahr ist, sondern was nützlich ist. "Natürlich lässt sich bei jedem Menschen eine Sache finden, oder auch zwei. Manchmal reicht schon die flotte Frage: "Sie lächeln so, was verdrängen Sie?"
Ansichtssache.
Vielmehr geht es um die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln, die uns letztendlich helfen kann.
Ein tolles Buch mit hilfreichen Ideen, solange man sie auf sich selbst bezieht und nicht seine Umwelt therapieren will, so wie "die Tante aus 150 km Entfernung, die zwar nichts Genaues, dafür alles besser weiß."
Die Perspektive wechseln heißt auch auf das zu schauen, was man kann und sich nicht immer das eigene Versagen vor Augen zu führen!
Manfred Lütz beschreibt die tatsächlichen Krankheiten etwas sachlich, aber gut aufgelockert mit Fallbeispielen. Man erfährt das Wichigste über Sucht, Wahn und Schizophrenie.
von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent
Was ist eigentlich normal und was nicht? Und wer legt sowas fest? Mit viel Humor und Fachwissen gibt Manfred Lütz einen unterhaltsamen Einblick in die Psychologie. Reinlesen lohnt sich!
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von einer Kundin oder einem Kunden
Ich bedanke mich bei Herr Lütz für dieses kurze, aber dennoch spannende Eintauchen in die Welt der Psychologie. Für alle Begriffserklärungen, die ich mit großem Interesse verfolgt habe und die ich folglich versuchen werde zu beherzigen.
Vorallem hat mich der Appell an die Gesellschaft wirklich beeindruckt. In diesem Werk geht es in erster Linie nicht um die Krankheiten an sich, sondern um den Umgang mit diesen und mit den Menschen, die unter ihnen leiden. Es wird deutlich, dass genau, wie auch im Titel beschrieben, die "Normalen" das Problem sind, da wir einfach nicht wissen, wie wir mit einem Erkrankten angemessen umzugehen haben.
Für die Anreize, in Zukunft einiges besser zu machen, danke ich Herrn Lütz.
Da es nichts "bekloppteres" gibt, als der zwanghafte Versuch zur Normalität zu gehören, kann ich nur jedem empfehlen, dieses Buch zu kaufen und darüberhinaus auch zu lesen...
von einer Kundin oder einem Kunden
Manfred Lütz, Arzt, Psychotherapeut und Kabarettist, provoziert. Und das mit großer Lust: "Unser Problem sind die Normalen" schreibt er im Untertitel. Das Buch ist ein Pamphlet gegen die gesellschaftliche "Normalität", wobei Lütz schon ziemlich genau wissen zu glaubt, was das denn eigentlich sei. Das macht das Ganze doch ein bisserl anstrengend und ärgerlich.
Was dem Buch zu Gute zu halten ist: es gibt eine kurze, verständliche und doch nicht trockene Übersicht der wichtigsten psychischen Störungen und die Einsicht, dass diese Störungen nicht selten sind. Jeder kennt doch in Wahrheit jemanden, der solch eine Störung hat! Man spricht halt nicht drüber. Dieses Tabu zu brechen, dazu leistet dieses Buch einen nicht geringen Beitrag.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Wer ist in unserer Gesellschaft schon wirklich normal?
Und was genau ist eigentlich irre?
Manfred Lütz schafft es auf humorvolle Art, uns einen Crashkurs in Psychologie zu geben.
Dieses Buch sollte wirklich in keinem Bücherregal fehlen!
von einer Kundin oder einem Kunden
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität Menschen mit psychischen Problemen gegenüber, beschreibt Manfred Lütz im groben Überblick die verschiedenen Formen psychischer Krankheiten. Und überzeugt dabei, dass die sogenannten "Normalen" sich wesentlich gefährlicher für Gesellschaft und Individuum erweisen als Menschen, die einfach nur etwas anders ticken als der Durchschnittsmensch.
Eine sehr gute Einführung in das Gebiet der Psychiatrie und eine gelungene Annäherung an Menschen, deren Seelenleben einfach ein bisschen ungewöhnlicher und schwieriger ist, aber durchaus auch interessanter sein kann. Auch eine kleine Gesellschaftskritik, die aufzeigt, dass gewisse Geisteshaltungen eines psychisch "gesunden" Menschen immer wesentlich destruktiver sind als eine seelische Verwirrung eines psychisch "kranken" Menschen.
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von einer Kundin oder einem Kunden
Der Titel "Irre! Wir behandeln die Falschen - Unser Problem sind die Normalen" ist zugegebenermaßen etwas irreführend. Man erwartet eine gesellschaftskritische, sarkastische und sehr humorvolle Abhandlung über den mehr oder weniger geschädigten Geisteszustand unserer Mitmenschen. Was man erhält, ist jedoch zum einen dies, zum anderen ein Lexikon der psychischen Auffälligkeiten, die wir zwar alle dem Namen nach kennen, aber uns oft gar nichts konkretes darunter vorstellen können. Sehr gelungenes und informatives Buch!
von einer Kundin oder einem Kunden
Manfred Lütz, Chefarzt einer Kölner Psychiatrie, schafft es hier auf unterhaltsame Weise, uns die seelischen Erkrankungen und deren Therapieformen zu beschreiben.
Hitler, Stalin -
Franz von Assisi, Don Camillo und Peppone -
Dieter Bohlen und Paris Hilton
werden aus heutiger Sicht der Psychiatrie unter die Lupe genommen.
Verrückt oder normal?
Diese Frage wird hier gestellt und auch beantwortet.
Ein interessantes Buch für alle, die sich für Psychologie interessieren!
von einer Kundin oder einem Kunden
Dieses Buch ist echt Klasse und hat mir sehr gut getan. Da ich selber schon Erfahrung mit der Psychiatrie habe denke ich genauso. Da der Autor selbst Chefarzt einer Kölner Psychiatrie ist weiss er genau wovon er schreibt. Das finde ich bei diesem Thema sehr wichtig. Jedenfalls macht er Leuten die psychisch erkrankt sind Mut und weisst darauf hin das es auch das Gute am Schlechten gibt. Ich hoffe, das dieses Buch viele Leute lesen werden, auch gerade die jenigen, die so viele Vorurteile gegenüber psychisch erkranketen Menschen haben.
von einer Kundin oder einem Kunden
man sollte es lesen! und es sollte wenigstens in groben zügen zum allgemeinwissen werden. dann wäre unser menschliches miteinander hoffentlich ein anderes, denn aus unwissen um diese seelenkunde enstehen viele unnötige verletzungen.
ICH HABE ES SCHNELL UND AUCH GEWISSE PASSAGEN MIT GROSSEM VERGNÜGEN GELESEN. (leider gibt es auch menschen, die dafür kein interesse haben und die poltern weiter durchs leben - schade...)
Rezension von Toby
Manfred Lütz zeigt mit diesem Werk die Welt der normalen Wahnsinnigen und gibt Einblicke in Persönlichkeiten und Verhaltensmuster auf eine provokative, witzige und offene Art.
Er verspricht die Psychiatrie auf den 190 Seiten zu erläutern und einen Einblick in die verschiedenen Krankheitsbilder zu geben. Für einen Überblick ist dies sicher nicht zu viel versprochen. Die durch Ärzte meist faden und über ernsten Ausführungen werden auf einen Schlag interessant, nachvollziehbar und erscheinen zumindest teilweise logisch.
Das Buch ist untermalt mit vielen Erfahrungsberichten, welche zum einen zum schmunzeln sind, zum andern die Welt und Umwelt anders erscheinen lassen können in Bezug auf die Thematik.
Ich empfehle dieses Buch nun schon diversen Ärzten in meinem privaten Umfeld, nicht vom psychiatrischen Fach gesehen, sondern einige Denkanstösse über Diagnosen, Menschenwürde und Menschen/Patienten sind sehr treffend formuliert.
3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Werner Jaroschek aus Duisburg
Gibt es Normale?
Gar so heiter, wie es der Einband verheißt, ist diese Selenkunde nicht. Und ganz so leicht zu lesen ist sie auch nicht. Aber die kleine Mühe lohnt sich. Wie leichtfertig geht man doch oft mit Begriffen wie Neurotiker oder Psychopath um! Gleich am Anfang wirft der Autor die Frage auf: War Hitler verrückt? Und er warnt vor leichtfertigen Antworten. Denn wäre Hitler verrückt gewesen, wie stände es dann mit seiner Schuldfähigkeit?
Beim Lesen wird allmählich klar, wie fragwürdig es ist, Menschen wegen ihrer Andersartigkeit auszugrenzen, wie schwer es ist, wirkliches Irre-Sein vom unter Umständen therapiebedürftigen Anders-Sein mancher Mitmenschen zu unterscheiden. Ein Gewinn für alle wäre es, wenn man zu der Einstellung des Autors käme, einfach das Anders-Sein zu akzeptieren, sich der eigenen Besonderheiten bewusst zu sein. Gleichsam wie eine Quintessenz seines Buches schreibt Lütz im Schlusskapitel: Nicht krank ist also der Gegensatz von normal, sondern vielmehr außergewöhnlich. Und von den Außergewöhnlichen sind einige behandelbar krank und andere dauerhaft hilfsbedürftig, behindert, die übrigen Außergewöhnlichen aber sind die farbigen Grenzgänger unserer Gesellschaften.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
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