Kurzbeschreibung:
Es ist eine Frage, die Till Brönner durch seine Karriere begleitet: Wie interpretiert er modernen Jazz? Was ist ihm musikalisch wichtig, am Ende des Tages? Till Brönner schätzt den weiten Horizont, mit dem er, der hochdekorierte Jazzer durch die Welt der Musik streift. Ein wichtiger Aspekt für das neue Album "At The End Of The Day", das Songs aus fünf Jahrzehnten Popgeschichte interpretiert, von Johann Sebastian Bach zu den Beatles über Bowie bis hin zu den US-Rockern The Killers. Pop, nicht Jazz! Im Laufe seiner 25jährigen Karriere erhielt Till Brönner vier Echos und einer Grammy-Nominierung, seine Tonträger wurden in der ganzen Welt mehr als eine Millionen mal verkauft und er arbeitete mit den Größten der Jazz- und Popwelt. Er betrachtet die Geschichte des Pop auf seine eigene Art. Wenn man ihn danach fragt, diskutiert er mit Freude über die künstlerischen Strategien von Lady Gaga und Amy Winehouse. Doch mit seiner Musik zielt er in eine andere Richtung. Trends oder Strömungen des Undergrounds überlässt er anderen - und widmet sich einem Herzensthema: Der Zeitlosigkeit.
Beschreibung der Redaktion:
Es ist eine Frage, die Till Brönner durch seine Karriere begleitet: Wie interpretiert er den modernen Jazz? Was ist ihm musikalisch wichtig, am Ende des Tages? Bevor er auf sein neues Album zu sprechen kommt, erzÃEURhlt er von einem Konzert auf dem Leipziger Mediencampus im April 2010: Ein Duett mit dem Perkussionisten GÃŒnther Baby Sommer. Ein pures Schlagzeug-Trompeten-Treffen als Soundclash der Jazz-Spezialisten. In der langen Geschichte des Jazz kann man immerhin auf internationale GröÃ?en wie Max Roach und Dizzy Gillespie oder Don Cherry mit Ed Blackwell verweisen, um Referenzbeispiele zu nennen. Geboren wurde diese Session im Rahmen der StabÃŒbergabe der Professur an der Dresdener Hochschule fÃŒr Musik von Sommer an Brönner. Ein Freestyle-Set, das zu seinem VerstÃEURndnis von Vielseitigkeit gehört. Till Brönner schÃEURtzt den weiten Horizont, mit dem er, der hochdekorierte Jazzer durch die Welt der Musik streift. Er treibt das experimentelle Spiel auf seinem hometurf genauso voran wie er sich intensiv mit anderen Genres beschÃEURftigt. Ein wichtiger Aspekt fÃŒr das neue Album At The End Of The Day, das Songs aus fÃŒnf Jahrzehnten Popgeschichte interpretiert. Pop, nicht Jazz! Und das zudem einen Ausflug zu Johann Sebastian Bach unternimmt. Er ahnt bereits, dass bei seinen Arrangements von den Beatles ÃŒber Bowie bis hin zu den US-Rockern The Killers grundsÃEURtzliche Fragen auftauchen werden. Etwa: Warum macht der das? Oder auch: Darf der das ÃŒberhaupt, so als vielfach ausgezeichneter Trompeter, der im Laufe seiner 25jÃEURhrigen Karriere vier Echos und eine Grammy-Nominierung erhielt, dessen TontrÃEURger in der ganzen Welt schon mehr als eine Millionen mal verkauft wurden und der mit den GröÃ?ten der Jazz- und Popwelt gearbeitet hat? Grundsatzfragen, die ihn ein wenig nerven. âEUR?Ich stelle mich kontinuierlich diesen Jazz-Welten. Und dort entstehen dann neue, andere Sachen. Ob man diese allerdings auf einem Album veröffentlichen muss, steht auf einem anderen Blatt.âEUR? Till Brönner hat sich seit lÃEURngerem dafÃŒr entschieden, seine eigenen MaÃ?stÃEURbe zu setzen. Nach Oceana (2006) und der Bossa-Nova-Hommage Rio (2008) stöbert er 2010 in einer universalen Pop-Bibliothek: âEUR?Wir haben das `Rio`-Programm ausgedehnt auf Konzerten in der ganzen Welt gespielt, ohne genau zu wissen, wohin die nÃEURchste Reise fÃŒhren wird. Gleichzeitig habe ich die Begegnungen mit anderen KÃŒnstlern intensiviert. Daraus ist eine Sammlung entstanden, die kunterbunter nicht hÃEURtte sein können. Faszinations-FundstÃŒcke aus meinem Leben, die ich letztlich danach ausgewÃEURhlt habe, welche Möglichkeiten sie mir fÃŒr den eigenen Ausdruck bieten.âEUR? Brönner fiel die Wahl der 12 besten aus den etwa 30 Referenzsongs relativ leicht. âEUR?WÃEURhrend der Produktion haben wir die `Temperatur` fÃŒr meine Stimme flieÃ?end erarbeitet. Letztlich konnte ich dann auf At The End Of The Day in Personalunion âEUR" als Trompeter und SÃEURnger - agieren.âEUR? Brönner bekrÃEURftigt, dass er auf musikhistorische ZusammenhÃEURnge verzichtet hat. âEUR?Space OddityâEUR? von Bowie steht genauso als eigenstÃEURndiges Statement, wie es keine inhaltliche BrÃŒcke zwischen âEUR?HumanâEUR? von The Killers und âEUR?HumanâEUR? der britischen New-Wave-Band Human League gibt. Seine Trompete fÃŒhrt âEUR?AirâEUR? aus der 3. Orchestersuite von Johann Sebastian Bach in andere SphÃEURren, genauso wie alle anderen Titel von seinem unverkennbarem Trompetenspiel leben. Brönners neues Album ist purer, ganz persönlicher Eklektizismus. Er durchkreuzt freischwebend ein Pop-Universum, bei dem die Beatles der frÃŒhen Sechziger auf das amerikanische 70er-Duo Seals & Croft (âEUR?Summer BreezeâEUR?) treffen. Die Aufnahmen entstanden âEUR" nach voran gegangenen AuswÃEURrts-Produktionen in Brasilien und Los Angeles âEUR" diesmal im heimischen Berlin: âEUR?Wir haben uns bewusst mit einer kompletten Live-Band fÃŒr 2 Wochen ins Planet Roc-Studio zurÃŒckgezogen. Dort im alten DDR-Funkhaus gibt es groÃ?e, hohe RÃEURume, in denen die alten, analogen Instrumente optimal zur Geltung kommen konnten. Dort haben wir alle Songs zusammen Live eingespielt. Diese organische Stimmung beim Aufnahmeprozess war mir sehr wichtig. Im Anschluss habe ich mit langjÃEURhrigen musikalischen Freunden von mir auf der ganzen Welt an den Titeln weiter gearbeitet. FÃŒr die Streicher-Recordings sind wir z.B. in Los Angeles ins legendÃEURre Capitol Studio gegangen, die HolzblÃEURser wurden in Stockholm aufgenommen.âEUR? Hinter den Reglern saÃ? erstmals der Produzent Andreas Herbig, der bislang ganz unterschiedliche Projekte mit Udo Lindenberg, A-Ha oder Ich + Ich betreut hat. Ein inspirierender Arbeitsprozess, bei dem es nicht darum gehen sollte, den Arrangements einen bestimmten (Pop-)Sound zu verordnen. âEUR?So lÃEURuft das ja nicht!âEUR?, sagt Brönner. âEUR?Andreas Herbig und Henrik Menzel haben die Rohstoffe, die wir ihnen angeboten haben, eher gehegt und gepflegt. Ich habe in den letzten Jahren schlieÃ?lich selbst öfters in der Produzentenrolle gestanden und sie wiederum sind auch Musiker. Insofern sind keine unterschiedlichen Welten aufeinandergeknallt, sondern es kam genau zu diesem inspirierenden Austauschprozess, den ich mir vorgestellt hatte.âEUR? Till Brönner betrachtet die Geschichte des Pop auf seine eigene Art. Wenn man ihn danach fragt, diskutiert er mit Freude ÃŒber die kÃŒnstlerischen Strategien von Lady Gaga und Amy Winehouse oder den Minimalismus von Techno. Doch mit seiner Musik zielt er in eine andere Richtung. Trends oder Strömungen des Undergrounds ÃŒberlÃEURsst er anderen - und widmet sich einem Herzensthema: Der Zeitlosigkeit.
Aus der buch.ch-Redaktion:
Der Trompeter aus Viersen war schon immer ein musikalischer Grenzgänger, stets offen für neue Herausforderungen. Zwei Jahre nach der vielgelobten Bossa-Nova-Hommage "Rio" präsentiert Till Brönner auf "At The End Of The Day" zwölf Coverversionen aus 50 Jahren Popgeschichte, mit einem kleinen, wohlkalkulierten Ausflug in Richtung Johann Sebastian Bach. Till Brönner bleibt unberechenbar. Das zeigt seine mittlerweile 25-jährige Karriere, in der er mehr als eine Million Tonträger verkauft hat. Für eine Überraschung gut ist der Musiker auch auf seinem neuen Album, "At The End Of The Day", für das er erstmals mit dem Produzenten Andreas Herbig (Udo Lindenberg, a-ha, Ich+Ich) zusammenarbeitete. Entstanden ist das Album mit einer kompletten Liveband innerhalb von zwei Wochen im Planet Roc-Studio in Berlin. Ein für alle Seiten sehr inspirierender Arbeitsprozess seien die Aufnahmen gewesen, erzählt er. Ausgewählt hat Brönner die zwölf Stücke nicht nach musikhistorischen Zusammenhängen. Entscheidend war für ihn, welche Ausdrucksmöglichkeiten sie ihm boten. Und es ist erstaunlich, welche Querverbindungen er zwischen Kompositionen wie David Bowies "Space Oddity", "Summer Breeze" von Seels & Croft oder der "Air" aus der 3. Orchestersuite von -Johann Sebastian Bach zieht. Zu den weiteren Höhepunkten dieser Rundreise durch ein halbes Jahrhundert Popgeschichte zählen seine Version des The-Killers-Songs "Human" sowie von "Everybody Got To Learn Sometime", 1980 ein Hit für The Korgis. Norbert Schiegl (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)