Kurzbeschreibung:
Der Horror-Thriller beruht auf wahren Begebenheiten: Der Seminarist Michael Kovak (Colin O’Donoghue) nimmt nur widerstrebend an einer Exorzistenausbildung im Vatikan teil, weil er Zweifel an dieser umstrittenen Praxis hat und sich seines eigenen Glaubens nicht sicher ist. Erst als er zur Ausbildung dem legendären Pater Lucas (Anthony Hopkins) zugeteilt wird, der Tausende von Exorzismen durchgeführt hat, beginnt Michaels Panzer langsam aufzubrechen. Als Pater Lucas einen schwierigen Fall übernimmt, bei dem sogar seine Fähigkeiten nicht auszureichen scheinen, bekommt Michael eine Ahnung von einem Phänomen, das die Wissenschaft weder erklären noch kontrollieren kann – dieses Böse tritt derart brutal und grausig in Erscheinung, dass es Michaels Glauben in seinen Grundfesten erschüttert.
Beschreibung der Redaktion:
Priesterschüler Michael Kovak vertraut auf seinen Verstand. Deshalb reagiert er ausgesprochen skeptisch, als er im Vatikan ein Exorzismus-Seminar belegen soll. Der erfahrene Vater Lucas nimmt sich des jungen Mannes an und zeigt ihm Dinge, die weit über das hinausreichen, was er sich bislang vorstellen konnte, und ihn seine bisherige Weltvorstellung überdenken lassen. Tatsächlich mehren sich die Hinweise, dass Satan eine Offensive plant - und die Hölle auf Erden ausgerechnet im Vatikan entfesseln will.Wahre Ereignisse liegen dem neuen Genrefilm von "Zimmer 1408"-Macher Mikael Hafstrom zugrunde, aber eigentlich erweist sich "The Rite" im Zuge von "Der Exorzismus von Emily Rose" und "Der letzte Exorzismus" letztlich als weiterer kompetent realisierter Beitrag zum florierenden Subgenre des Exorzismusfilms. Vor allem aber ist der düstere Schocker ungemein gut gespielt: An der Seite von Newcomer Colin O'Donoghue (aus "Die Tudors") legen Routiniers wie Anthony Hopkins, Alice Braga oder Ciaran Hinds gewohnt souveräne Auftritte hin.Quelle: mediabiz.de
Zusatzinformationen (RezensionBild):
Das Bild (2,40:1; 1080p) macht einen weitgehend guten Eindruck, kämpft aber auch mit stilistischen Eigenheiten. Der Film ist recht dunkel gehalten, d.h. es gibt jede Menge düstere Settings, viele Nachtaufnahmen und spärlich beleuchtete Innenaufnahmen. Und hier kommt der Kontrast nicht immer mit. Oft werden viele Details und ganze Strukturen verschluckt und versumpfen im Hintergrund.
Die Schärfe ist zwar ziemlich gut und präsentiert ein detailreiches Bild, aber man ist, wohl aufgrund der eigenwilligen Bildgestaltung, nicht auf dem gleichen hohen Niveau wie bei anderen Majorproduktionen. Der Schwarzwert ist satt und die Farben sind kräftig. Es gibt ein dezentes Bildrauschen, welches vernachlässigbar ist, aber schlimmer ist die Kompression, die deutliche Spuren hinterlässt. Viel zu oft sind Unruhen und Blockbildungen auszumachen.
Zusatzinformationen (RezensionBonus):
Extras sind reichlich wenig vorhanden und bestehen lediglich aus der Mini-Promo-Featurette The Rite - Das Ritual: Ein Soldat Gottes (ca. 7 min, HD), einem alternativen Ende (ca. 2 min, HD) und nicht verwendeten Szenen (ges. ca. 13 min, HD). Die Extras liegen alle in Englisch mit optionalen Untertiteln vor.
Zusatzinformationen (Zitat):
Auch ein Film wie THE RITE (USA, 2011) kommt nicht ohne den Zusatz aus: ?basierend auf wahren Begebenheiten?. Wie weit das den Tatsachen entspricht, nun, das ist ein weites Feld. So viel steht fest: Drehbuchautor Michael Patroni (POSSESSION, THE CHRONICLES OF NARNIA: THE VOYAGE OF THE DAWN TREADER) stützte seine Adaption auf das Buch ?The Rite ? The Making of a modern Exorcist? des Journalisten Matt Baglio, der den Priester Gary Thomas beim Besuch des Exorzismus-Seminars im Vatikan begleitete.
Der Film selbst dreht sich ebenfalls um einen jungen Priester, der an seiner Bestimmung arbeitet. Es ist also die typische Story um den Zweifel am Glauben, der aber am Ende, natürlich, wie weggewischt sein wird. So weit, so überraschungsarm, was den Film letztendlich von Anfang an recht vorhersehbar macht. Auch die Figuren bleiben blass, recht eindimensional und weitgehend oberflächlich, so dass deren Komplexität bloße Behauptung bleibt.
Stattdessen fährt der Film feinsten katholischen Mummenschanz auf, der zwar durchaus an einigen Stellen atmosphärisch daherkommt, aber sonst viel zu oft auf billige Schockeffekte und laute Soundeinschübe setzt. So manch unbedarfter Zuschauer wird bei entsprechender Lautstärke sicher aus den Sitzen hüpfen, doch tiefschürfend ist das alles natürlich nicht.
Zur großen Freude aller Katholiban wird dafür apologetischer Hokuspokus zelebriert, der die Rituale des Exorzismus nie in Frage stellt, sondern verteidigt und zementiert. Kein Wunder, dass sich dieses Werk bei religiösen Eiferern großer Beliebtheit erfreut und in Artikeln und Foren gepriesen und untereinander empfohlen wurde.
Schade, denn gerade der immer noch unerreichte THE EXORCIST (1973) hat bewiesen, wie man die Kurve kriegen kann und christliche Schauermärchen und unterhaltsame Genremotive effektvoll miteinander verbindet. THE RITE ist dagegen zwar symbolgeladen, geht dabei aber wenig subtil und zuweilen sogar recht aufdringlich vor, siehe Maultiere mit rotglühenden Augen sowie unzählige Frösche.
Schade auch, dass gerade der vielversprechende und oft geschätzte europäische Regisseur Mikael Hafström (EVIL, DERAILED, 1408) zwar einen routiniert und schnörkellos inszenierten Film ablieferte, der sicher toll fotografiert wurde, darüber hinaus jedoch wenig bietet. Der Streifen bleibt also nicht nur konventionell und seltsam unspannend, sondern auch ein partiell fragwürdiges Stück Film.
Zusatzinformationen (RezensionTon):
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Thailändisch: Dolby Digital 5.1
Ungarisch: Dolby Digital 5.1
Polnisch: Dolby Digital 5.1
Italienisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Audiodeskription Englisch: Dolby Digital 5.1
Die deutsche Synchronfassung liegt wieder einmal nur in DD 5.1 vor. Sie ist sauber, klar und verständlich. Die Abmischung erzeugt eine gute Räumlichkeit, dank diverser Umgebungsgeräusche, Musik und Soundeffekte. Es fehlt aber hörbar an Volumen, Kraft und Dynamik. (8/10)
Dagegen ist die englische Originalfassung in DTS HD Master Audio 5.1 eine Offenbarung. Nicht nur, dass der Ton natürlicher klingt, durch die bessere Dynamik und mehr Volumen wirkt der Sound auch kraftvoller und vor allem räumlicher. Die Rears werden besser ausgenutzt, die Sounds sind hinten lauter und erzeugen so eine wunderbare Atmosphäre. Auch die Schockeffekte funktionieren hier besser als in der deutschen Version. (10/10)
Es gibt optionale deutsche, englische und diverse andere Untertitel.
Features:
Kapitel- / Szenenanwahl
Animiertes DVD-Menü
DVD-Menü mit Soundeffekten
Nicht verwendete Szenen
Featurette