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Ein Niederbayern-Krimi. Originalausg. von Herbert Schröger , Katharina Gerwens (buch)
Rezension von Tikva aus Eislingen
Die Handlung an sich ist recht einfach gestrickt.
Ein Mord in einem kleinen bayrischen Dorf, im schwäbischen wäre es ein "Kaff". Fast alle Dorfbewohner schweigen, ein jeder von ihnen hat eine Leiche im Keller. Kommissarin Franziska Hausmann ermittelt und bringt mehr ans Tageslicht als man anfangs ahnen kann.
Die Charaktere werden anfangs nur ansatzweise beschrieben. Bis auf eine private Angelegenheit der Protagonistin und der Tatsache dass sie noch frisch in ihrer Rolle als Kommissarin ist, wurde leider nichts weiter über sie geschrieben. Dann nach und nach wurden die Beschreibungen der 2 Ermittler deutlicher und so manches Geheimnis birgt ein jeder von ihnen. Von ihrem "Partner" erfährt man zum Schluss noch eine Sache, wo ich echt kurz nach Luft schnappen musste. Ein sehr aufgeschlossener Kerle...
Der Dialekt kommt richtig gut rüber. Nicht einmal die Personen von der Polizei bemühen sich Hochdeutsch zu reden (mit Ausnahe der Kommissarin), was bei mir sofort einen Bonuspunkt gibt, denn ich finde ein Buch mit Dialekt-Dialogen richtig genial! Dadurch wirken auch manche Situationen recht amüsant und entlocken vielleicht einen Schmunzler.
Die Autoren haben einen tollen Krimi verfasst, der sich leicht lesen lässt, wenn man keine Probleme mit dem Dialekt hat.
Die Kapitel sind lang, da sie aber abwechselnd mit Absätzen und Abschnitten versehen sind, ist das nicht schlimm.
Mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet. Das die Person, wie alle anderen in dem Dorf, auch etwas zu verbergen hat, dachte ich mir, aber dass sie den Mord beging, unfassbar!
Und dann, wie abgehackt, war das Buch zuende. Das fand ich nicht so schön, wenn auch eigentlich alles geklärt war.
Fazit:
Es ist leichte Kost, wenn man mal vom Alltag abschalten will und keinen tiefgreifenden Schmöker lesen möchte.
Werde auf jeden Fall weiterlesen!
4 von 5 Sternen
Rezension von Asti Top-100 Rezensent
Eigentlich ein spannender Krimi, nur dieses klischeehafte Niederbayrische nervt ziemlich. Für einen Nichtbayern vielleicht noch ganz lustig, einen Niederbayern nervt jedoch die Tatsache, dass in Landau an der Isar oberbayrisch gesprochen wird.
1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Literat-Urs aus Oberfranken
Schade, daß in diesem ansich eigentlich ganz guten Krimi die Niederbayern oberbayerisch sprechen. Merkwürdig. Das sollten Gerwens und Schröger mal ermitteln...
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Rezension von Dabis Top-100 Rezensent
Ein unbescholtener Mitbürger entdeckt beim nächtlichen Versuch, seine Odelgrube (Jauchegrube) kostengünstig in den Fluss zu entleeren, etwas, das nun gar nicht dort hin gehört: Eine Leiche, noch dazu die eines Fremden, der mehrere hundert Meter außerhalb des Dorfes wohnt. Dass mit dem Brunner irgendwas nicht stimmt, hat man ja geahnt, aber gleich tot in der Odelgrube rumzuschwimmen, sowas passt ja sogar nicht zum schönen Dörfchen Kleinöd. Schon bald taucht eine Kommissarin auf und steckt ihre Nase in die ganz persönlichen Odelgruben unbescholtener Bürger. Dabei kommt ans Tageslicht, dass es weit mehr Dinge zwischen Landau und Pfarrkirchen gibt, als man es als Leser gedacht hätte. "Stille Post in Kleinöd" ist im Grunde mehr eine Krimipersiflage als ein Krimi und daher wiederum äußerst spannend und unterhaltsam. Kann das Buch für diejenigen empfehlen, die gerne mal einen skurillen Krimi abseits des Hollywood-Glamours lesen möchten.
2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
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