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Brief an D.
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Auswege aus dem Kapitalismus
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Kurzbeschreibung Philip Roth erzählt die Geschichte eines Lebens, wie es normaler nicht sein könnte und das uns gerade deswegen besonders berührt. Von der ersten schockierenden Konfrontation mit dem Tod in den Sommerferien seines Helden über die familiären Wirren und die beruflichen Erfolge ...
Wie würde ein Philosoph seine Liebe in Worte fassen? André Gorz, der bekannte Sozialtheoretiker, Philosoph und Mitarbeiter Sartres, hat mit „Brief an D.“ ein persönliches Manifest der Liebe geschrieben, der Liebe zu seiner Frau und den gemeinsam verbrachten 58 Jahren. Seine Gründe hierfür beschreibt er folgendermaßen: „Ich muss Dir unbedingt diese einfachen Dinge noch einmal sagen, bevor ich auf die Fragen eingehe, die mich seit kurzem quälen. Warum nur bist Du in all dem, was ich geschrieben habe, so wenig präsent, während doch unsere Verbindung das Wichtigste in meinem Leben gewesen ist?“ Gorz erzählt in seinem Brief nicht nur die Geschichte einer Liebe, sondern macht auch die Rolle seiner Frau in seinem philosophisch-politischen und publizistischen Wirken sichtbar. Viele Leser hat dieses kurze, aber um so eindringlichere und zutiefst authentische Buch berührt, da es von einer Liebe erzählt, die scheinbar unmodern geworden ist, einer dauerhaften Liebe, die sich selbst erforscht hat und in sich ruht: „Beide waren wir Kinder der Ungewissheit und des Konflikts. Wir waren geschaffen, uns gegenseitig vor der einen wie dem anderen zu schützen. Gemeinsam mussten wir uns, einer durch den anderen, den Platz in der Welt schaffen, der uns ursprünglich abgesprochen worden war. Doch dazu musste unsere Liebe auch ein Pakt fürs Leben sein.“
Der gemeinsame Freitod des Ehepaares Ende September 2007 lässt die letzten Sätze des Buches in einem anderen Blickwinkel erschienen: „Soeben bist Du zweiundachtzig geworden. Und immer noch bist Du schön, anmutig und begehrenswert. Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe Dich mehr denn je. Kürzlich habe ich mich von neuem in Dich verliebt, und wieder trage ich in meiner Brust diese zehrende Leere, die einzig die Wärme Deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag. [...] Jeder von uns möchte den anderen nicht überleben müssen. Oft haben wir uns gesagt, dass wir, sollten wir wundersamerweise ein zweites Leben haben, es zusammen verbringen möchten.“
11/07 Anna Baumann
»Du wirst zweiundachtzig. Du bist sechs Zentimeter kleiner geworden, du wiegst nur noch fünfundvierzig Kilo, und immer noch bist du schön, graziös und begehrenswert. Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe dich mehr denn je. Wieder trage ich eine verzehrende Leere in meiner Brust, die einzig die Wärme deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag.« So beginnt diese »Geschichte einer Liebe«, verfasst vom 83-jährigen Philosophen und Sozialtheoretiker André Gorz in Form eines langen Briefes. Er rekapituliert die 58 Jahre des Zusammenlebens mit D., einer Engländerin, die er 1947 in Lausanne kennen gelernt hatte und die dann seine Frau wurde. Wäre ihm und D. wundersamerweise ein zweites Leben beschieden, schreibt Gorz am Schluss seines Briefes, würden sie es wieder zusammen verbringen. Entstanden ist ein Rückblick der ganz besonderen Art auf ein gutes halbes Jahrhundert philosophisch-politischer und publizistischer Arbeit, bei der D. ihm immer zur Seite stand. Doch ganz am Anfang dieses Rückblicks steht auch die Frage: »Warum nur bist du in dem, was ich geschrieben habe, so wenig präsent, während unsere Verbindung doch das Wichtigste in meinem Leben gewesen ist?« Dieses Buch ist kurz; es handelt nur von den wichtigsten Dingen.

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«traumhaft»
von Marion Babler
aus Krems
(17.08.2009):"Du wirst zweiundachtzig. Du bist sechs Zentimeter kleiner geworden, du wiegst nur noch fünfundvierzig Kilo, und immer noch bist du schön, graziös und begehrenswert. Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe dich mehr denn je. Wieder trage ich eine verzehrende Leere in meiner Brust, die einzig die Wärme deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag."
So beginnt diese "Geschichte einer Liebe"! Er rekapituliert die 58 Jahre des Zusammenlebens mit D., einer Engländerin, die er 1947 in Lausanne kennen gelernt hatte und die dann seine Frau wurde. Wäre ihm und D. wundersamerweise ein zweites Leben beschieden, schreibt Gorz am Schluss seines Briefes, würden sie es wieder zusammen verbringen.
Doch ganz am Anfang dieses Rückblicks steht auch die Frage: "Warum nur bist du in dem, was ich geschrieben habe, so wenig präsent, während unsere Verbindung doch das Wichtigste in meinem Leben gewesen ist?" - Tolle Liebesgeschichte
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«Eine berührende Liebeserklärung»
von Gina
aus Kornwestheim
(15.10.2008):"Brief an D." ist gut ein Jahr vor dem gemeinsamen Freitod von André Gorz und seiner schwerkranken Frau Dorine entstanden. Mich hat diese "Geschichte einer Liebe" sehr berührt. Es ist eine ehrliche, unkitschige Liebeserklärung, die André Gorz seiner Frau macht. Er lässt das Kennenlernen und die fast 60 gemeinsamen Jahre Revue passieren, und man spürt beim Lesen immer, welch tiefe Liebe er für "D." empfindet: "Denn sie (unsere Liebe) hat es uns ermöglicht zu werden, was wir sind, durch einander und für einander." - Und wie betroffen liest man die letzten Zeilen ... - Einfach ein wunderbares Buch!
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«Die Liebe als das Wesentliche»
von Robert Oberlerchner
aus Döbriach
(19.11.2007):Erst jetzt habe ich vom Freitod des Ehepaares Gorz erfahren. Umso prägender und faszinierender läßt sich diese Liebesgeschichte erfahren. In allen Teilen, Seiten, Zeilen- ja in jedem einzelnen Wort läßt sich die Reduktion des Werkes spüren - auf die Liebe als das Wesentliche. Und doch ist jedes einzelne Wort nur ein Kompromiss aus Gedanken und Gefühlen, Träumen und Realität. Der Sinn liegt für André Gorz viel, viel tiefer. Denn so wie sie gemeinsam lebten, so gingen sie auch gemeinsam. Und zurück bleibt ein sprachlos begeisterter, im Angesicht der tiefgründig bemerkenswerten Geschichte, dankbarer Leser
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