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von Arno Geiger (buch)
von einer Kundin oder einem Kunden Top-10 Rezensent
Wenn jemand in der Familie an Alzheimer erkrankt wird es meist verdrängt oder gar schön geredet.
Arno Geiger geht offensiv mit der Tatsache um, dass sein Vater einen Teil seines Gedächtnisses verliert. Mit viel Liebe und Würde wird der Lebensabschnitt beschrieben, der so schmerzhaft für die Angehören verläuft. Ein Appell an die Angehörigen Zeit mit den Betroffenen zu verbringen, zuzuhören und dankbar zu sein- für die Zeit die sie miteinander hatten aber auch für die Zeit die noch verbleibt.
Arno Geiger lernt seinen Vater auf eine völlig neue Weise kennen und schätzen. Es ist tiefgründig und ins Herz gehend. Ein Leitfaden für den Umgang mit den Menschen, denen wir viel verdanken und die immer in unsere Erinnerung leben.
Ein unglaubliches Buch, das so aufwühlend, detailgenau und doch so weich und aufopfernd berührt.
Rezension von Ivana Maric aus Innsbruck
Es geht um eine Geschichte, von einem Vater, um seine Familie und dem Umgang mit einer Krankheit, der Demenz. Wenn man von einem Tag auf den anderen sein eigenes Kind nicht mehr erkennt, welche Gefühle kann so etwas auslösen? Dieses Buch ist sehr hilfreich, und empfehlenswert zu lesen, falls man selber in so einer Situation ist, und sich nicht zu helfen weiß bei manchen Situationen mit dem Erkrankten... sollte man immer wieder wiederholen, wer man ist, und dann fängt wieder alles von vorne an, oder sollte man sie einfach in ihrem "Exil" lassen...
von einer Kundin oder einem Kunden aus Linz
Besonders für Menschen in Pflegeberufen stellt dieses Buch für mich eine Pflichtlektüre dar. Arno Geiger beschreibt in wunderbar empathischer Form den Umgang mit seinem an Alzheimer erkrankten Vater, die Ablehnung der Krankheit zu Beginn, bis zur Akzeptanz und dem Leben mit den Folgen dieser Erkrankung. Er versucht die Gedankenwelt seines Vaters zu ergründen und vielleicht sogar Verständnis dafür aufzubringen. Auf diese Weise scheint er ihm näher zu kommen als in all den vergangenen Jahren, in denen sein Vater noch gesund war. Durch die Wertschätzung, die er ihm entgegen bringt, verliert die Krankheit an Macht. Was am Ende zählt, ist sein Vater als Mensch und liebenswerte Persönlichkeit! Menschen in Pflegeberufen könnte diese Art der Einstellung eine große Hilfestellung bieten!
von einer Kundin oder einem Kunden
Arno Geigers neues Buch ist etwas ganz Besonderes. Ergreifend und einfühlsam erzählt er über die Erkrankung seines Vaters an Alzheimer und seinem Umgang mit der Krankheit. Anfänglich reagiert die Familie mit Unverständnis auf die veränderten Verhaltensweisen des Vaters. Die Alzheimer Krankheit und andere Formen der Demenz halten oft schleichend ihren Einzug in betroffene Familien. Das Besondere dieses Buche ist, dass es sich um eine authentische Vater-Sohn-Geschichte handelt-mit hohen moralischen Aspekten. Geiger verschweigt aber auch nicht die schmerzhaften Momente, in denen der Vater verwirrt reagiert oder Familienmitglieder verwechselt. Er lernt das Leben seines Vaters mit anderen Augen zu sehen. So entstehen bei aller Tragik komische Dialoge, sowie wertvolle Gedankenansätze für ihn selbst. So sagt Arno Geiger: "Die objektive Wahrheit kam oft unter die Räder, es kümmerte mich nicht, denn sie war wertlos".
Ich empfehle jedem dieses großartige Buch, auch denen, die noch nichts mit dieser Krankheit zu tun haben. Es überzeugt durch seine hohe literarische Qualität und seine tiefe Menschlichkeit.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Traurig, Humorvoll, ein wunderbares Buch wie man das schwierige Thema Alzheimer bewältigen kann und die Brücke in einer schwierigen Zeit zwischen jung und alt leichter beschreiten kann, eine Hommage an einen geliebten Vater, einen Dank an Arno Geiger
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Arno Geiger hat es mal wieder geschafft, ein wertvolles Buch auf den Markt zu bringen. Er beschreibt darin die Beziehung zu seinem alzheimerkranken Vater. Ein großes Lob an ihn für alles was er für seinen Vater getan hat. Das Buch hat mich berührt und ich kann es nur weiter empfehlen, weil es sich auf jeden Fall lohnt es zu lesen.
Ein Satz, der mir besonders imponiert hat, waren die Worte des Vaters: Ich bin ein harmloser Vertreter auf Gottes Erden, einer, der keine großen Hüpfer macht und alles leben lässt.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Fl. Kluge aus Wolfenbüttel
Respekt für den Autor Arno Geiger, wie er die schwere Erkrankung seines Vaters in diesem Buch verarbeitet und lernt, mit ihr umzugehen. Seine Erfahrungen hat er aufgeschrieben und gibt sie nun an die Leser weiter. Sensibel und mit einigen Lernprozessen nähert er sich seinem Vater an. Er hat recht, wenn A.G. schreibt, dass nicht der Vater über eine Brücke gehen muß, sondern er zu seinem Vater über die Brücke gehen muß! Diagnose: ALZHEIMER! Zuerst ein Schock, ab und zu unverständniß mit dem Verhalten des Vaters, dann verstehen und akzeptieren. Ausgezeichnet die Idee, sie noch zu Lebzeiten des Vaters August Geiger, zu schreiben. Rührend, aber nicht immer konfliktfrei, aber sehr oft mit einem Anzeichen von Humor und Witz, beschreibt er den Alltag. Ein lesenswertes Buch!
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden aus Bergisch Gladbach
Wie kann das Zusammenleben mit von Demenz betroffenen Menschen gelingen? Geiger versteht es irgendwann in dieser Geschichte, dass er an der Krankheit nichts ändern kann, dass die Hilfe zur Anpassung an die Krankheitsfolgen wichtiger ist als Versuche, die verlorenen Fähigkeiten wiederherzustellen. Auch lernt Geiger bei der Kommunikation mit seinem Vater, dass korrigierende Hinweise seinem Vater nicht weiter bringen. Menschen mit Demenz verdienen keine Kritik, denn sie tun was sie können. Besser schaffen sie es nicht, auch wenn es für uns nicht real erscheint. Geiger beginnt seinen Vater von neuem kennenzulernen und versucht durch die Augen seines Vater zu sehen und zu verstehen. So wie Geiger es sehr schön und treffend formuliert:" Da mein Vater nicht mehr über die Brücke in meine Welt gelangen kann, muss ich hinüber zu ihm". Eine wertvolle Lektüre, einfach und verständlich geschrieben.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Karin Stolze aus Bernburg (Saale)
Arno Geiger beschreibt in seinem Roman den Umgang mit einer Krankheit, über die keiner spricht- Demenz.
Er findet Worte für kaum greifbare Empfindungen und Zustände, die nicht nur er, sein Vater sondern auch seine ganze Familie und das Umfeld erleben. Er geht sensibel, aber ehrlich mit dieser Thematik um und gibt tiefe Einblicke in seine Familie.
Dieses Buch ist eine Hommage an seinen Vater und eine absolute Empfehlung für alle, die sich mit diesem Thema befassen, mehr erfahren möchten oder selbst Erfahrungen damit haben.
von einer Kundin oder einem Kunden aus Mainz
Auch ich kam irgendwie an diesem Bestseller nicht vorbei, viele Male hatte ich ihn in der Buchhandlung in der Hand, ich hatte jedoch so meine Ängste, schafft es der Autor sachlich und doch persönlich der "Sache" gerecht zu werden!
Das Thema ist doch so verdammt schwierig, traurig, aufwühlend...
Letztendlich habe ich es gekauft und gelesen und das innerhlab von 24 Stunden und ich bereue es nicht..
Die Schilderungen sind manchmal schockierend und sehr aufwühlend, aber trotzdem wird hier die Geschichte des Vaters sehr gut erzählt mit interessanten Hintergrundinformationen, Ereignissen aus der Vergangenheit und Arno Geiger erzählt auch von der schwierigen Situation für alle Familienmitglieder.
Wichtig fand ich vor allem die klare Aussage, dass das Leben immer lebenswert ist und dass dies vor allem keine Außenstehenden beurteilen können!
von einer Kundin oder einem Kunden
Arno Geiger hat in diesem Buch sehr einfühlsam und gut verständlich geschrieben.
Wir haben dieses Buch mehrere Male an jüngere Menschen verschenkt um ihnen zu helfen,ihre alten Eltern, alte Familienmit- glieder, sowie Menschen in ihrem Umfeld zu verstehen, warum sie "plötzlich so anders sind". Ich empfehele es immer wieder.
von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent
Einer der Kritiker des Buches, hat es "die wertvollste Lektüre dieses Frühjahres" genannt. Dem ist an und für sich nichts hinzu zu fügen. Es wäre höchstens noch hin zu trimmen auf "wertvollste Lektüre" des Jahres. Wie Geiger mit dem Thema Demenz, anhand der Person des eigenen Vaters heran geht, ist eine mehr als wertvolle Unterstützung für all die Betroffenen, welche tagtäglich im Umgang mit dementen Angehörigen beschäftigt sind. Es gibt Trost, es gibt auch Hoffnung, es gibt uns die Möglichkeit einem Tabu der Gesellschaft mit offenen Augen zu begegnen. Einer jener raren Glücksfälle, welche alle zwei bis drei Jahrzehnte den Buchmarkt bereichern.
von einer Kundin oder einem Kunden
Autobiographische Erzählung Geigers über die Demenzerkrankung seines Vaters, das Voranschreiten dieser und den Umgang der Familie, des Betroffenen und Geigers.
Einfühlsame Hommage an die Wertschätzung des Lebens -- abseits des Werte- und Leistungskatalogs der heutigen Zeit!
von einer Kundin oder einem Kunden
Berührend und mutig seine Offenheit.
Liebevoll seine Sprache.
Traurig bis heiter sein Gemüt.
Würdevoll sein menschliches Bestreben im Umgang und Zusammenleben mit dem an Alzheimer erkrankten Vater.
Ein sehr persönliches Buch, das ich den Menschen ans Herz legen möchte!
von einer Kundin oder einem Kunden aus Hamburg
habe mir mehr davon versprochen, habe schon andere Bücher über Demenzerkrankte bzw. Erzählungen von Angehörigen gelesen, da ich selbst persönlich mich mit dem Thema befassen muss, aber die anderen haben mir weitaus mehr geholfen. Ich weiß es ist schwer, mit dieser Krankheit umzugehen und darüber zu schreiben, mit Sicherheit noch mehr, aber ich finde das Buch befasst sich zu wenig mit dem Verlauf der Krankheit. Schade.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Arno Geiger versteht es, sich auf sehr positive Art und Weise mit dieser fürchterlichen Krankheit auseinanderzusetzen. Dieses Buch macht sicherlich vielen betroffenen Familien Mut.
von einer Kundin oder einem Kunden
Arno Geiger schreibt ein berührendes, tief bewegendes und einfach wunderschönes Buch über die Demenz- bzw. Alzheimererkrankung seines Vaters. Ein würdevolles Buch über die Annäherung an die Krankheit und die späte, wiedergefundene Freundschaft zum Vater. Es ist aber nicht nur ein Roman über Alzheimer, sondern ein Roman über das Alter und Familie. Dabei nähert er sich mit viel Verständnis an die neue Wahrnehmung des Vaters an und kommt immer wieder zum Schluss, dass das Leben lebenswert ist. Auf Grund der poetischen und wunderschönen Sprache ist Geigers Buch trotz des ernsten Themas ein wunderschönes Buch, das man immer wieder lesen will.
von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent
Vielen von Ihnen ist der Österreicher Arno Geiger wahrscheinlich durch Es geht uns gut oder Alles über Sally bekannt. An diese beiden Bücher habe ich mich noch nicht gewagt, aber sein aktuelles Buch Der alte König in seinem Exil hat mich durch das Thema nun doch sehr neugierig gemacht. Wie behandelt man so ein schwieriges Thema sensibel und spricht dann auch noch eine so große Leserzahl an, dass das Buch schon seit geraumer Zeit weit oben in der Spiegel-Bestsellerliste ist?
Arno Geiger beschreibt in diesem Buch, wie sein Vater sich immer mehr aus der Wirklichkeit verabschiedet und in der Alzheimer Krankheit verschwindet. Wie geht man damit als Familie um? Am Anfang war es dem Autor und seinen Geschwistern gar nicht klar, dass der Vater krank ist. Sie haben ihn sogar häufig verbal angegriffen und gesagt, er solle sich doch endlich zusammenreißen Doch irgendwann dämmerte es ihnen, dass der Vater entweder dement wird oder an der Alzheimer Krankheit erkrankt ist. Er beschreibt, wie die Familie mit der Situation umgegangen ist und wie unterschiedlich die einzelnen Familienmitglieder damit klargekommen sind. Er stellt sogar die sehr interessante These auf, dass diese Krankheit sogar eine Chance für das Familienverhältnis sein kann. Eingeflochten in diese Krankengeschichte sind Erinnerungen an die Kindheit und Jugend des Vaters als auch eigene Erinnerungen an das Familienleben.
Ich finde es sehr mutig, dass der Autor uns so an seiner Familiengeschichte teilhaben lässt. Es ist ein sehr persönliches Buch und eigentlich gar kein Roman, aber man kann es sehr gut als einen solchen lesen. Und trotz der sehr traurigen Ausgangslage kann man sogar immer mal wieder lachen über die absurden Situationen und Unterhaltungen, die der Autor und sein Vater erleben.
Selten hat mich so ein kleines Buch so beeindruckt und nachdenklich gemacht! Und es hat mir auch Mut gemacht, falls ich selber einmal in diese Situation kommen sollte.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
von einer Kundin oder einem Kunden
Arno Geiger beschreibt liebevoll die Beziehung zu seinem Vater, die durch dessen Demenz Erkrankung noch inniger wurde.
Die ganze Familie brauchte nach der Diagnose Zeit, um den Verlauf der Krankheit akzeptieren zu können.
Durch Zusammenhalt lernen sie sich gegenseitig zu stützen und den Vater zu begleiten.
Arno Geiger beschreibt viele Momente und Gespräche mit seinem Vater, die ihn selber sehr berührt haben. Geiger begleitet seinen Vater auf einem Weg in dem der Augenblick das wichtigste ist.
Rezension von Sarah Strauß aus Bürs
Arno Geiger beschreibt in seinem Buch sein Vater August wie er an Demenz erkrankte! Die Krankheit kam sehr schleichend und doch auf einen Schlag war er auf Hilfe angewiesen. Zu ganz schlimmen Zeiten wußte er nicht einmal was man mit einem Brot überhaupt macht. In jungen Jahren hat August alles im und ums Haus selber gemacht, und plötzlich wußte er nicht einmal das er zu Hause war. Eine schwierige Zeit für die Kinder von ihm die in so gut es ging selber betreuten.
Arno Geiger hat das Buch toll geschrieben und erzählt es auch ein wenig mit Ironie, was das Buch sehr leicht zu lesen macht. Auch für die jüngeren Leser, irgendwann muss sich fast jeder mit dem Thema auseinandersetzen.
Bei mir war es meine Oma die Demenz hatte, darum konnte ich mich auch sehr gut hineinversetzen.
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