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Am Anfang war die Nacht Musik

Am Anfang war die Nacht Musik

Roman. Ausgezeichnet mit dem Hertha-Koenig-Literaturpreis 2011 von Alissa Walser (buch)

Als Franz Anton Mesmer das blinde Mädchen in sein magnetisches Spital aufnimmt, ist sie zuvor von unzähligen Ärzten beinahe zu Tode kuriert worden. Mesmer ist überzeugt, ihr endlich helfen zu können, und hofft insgeheim, durch diesen spektakulären Fall die ersehnte Anerkennung ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-492-05361-0
  • EAN:9783492053617
  • Erscheinungstermin:Februar 2010
  • Verlag:Piper
  • Einband:gebunden
  • Kundenbewertung:
    (Durchschnitt aus 17 Rezensionen )
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  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:252
  • Gewicht:420 g

Kurzbeschreibung:

Als Franz Anton Mesmer das blinde Mädchen in sein magnetisches Spital aufnimmt, ist sie zuvor von unzähligen Ärzten beinahe zu Tode kuriert worden. Mesmer ist überzeugt, ihr endlich helfen zu können, und hofft insgeheim, durch diesen spektakulären Fall die ersehnte Anerkennung der akademischen Gesellschaften zu erlangen. Auch über ihre gemeinsame tiefe Liebe zur Musik lernen Arzt und Patientin einander verstehen, und bald gibt es erste Heilerfolge ... In ihrer hochmusikalischen Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein.
Alissa Walser:
Alissa Walser, 1961 geboren, Studium der Malerei in New York und Wien, Übersetzungen aus dem Englischen (Theaterstücke u. a. von Albee, Oates und "Die Tagebücher" von Silvia Plath), lebt in Frankfurt a. M. 1992 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Bettina-von-Arnim-Preis.
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17 Rezensionen

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„Eine musikalische Seele sucht das Licht”

30.10.2011

von einer Kundin oder einem Kunden

Alissa Walser ist Malerin, Autorin und Übersetzerin , Tochter von Martin Walser. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“
Mit poetischer Sprache entführt sie in das 18. Jahrhundert nach Wien. Der berühmte Arzt Franz Anton Mesmer, der sich leidenschaftlich um Alternativheilmethoden in der Medizin bemüht, hat ein magnetisches Spital gegründet und kämpft bisher vergebens um die Anerkennung in akademischen Kreisen. Endlich soll der Durchbruch gelingen, da eine junge, blinde Pianistin und Sängerin, als Wunderkind gehandelt, Aufnahme in seinem Spital findet. Von anderen Ärzten fast zu Tode kuriert, glaubt Mesmer ihr helfen zu können. Eine gemeinsame tiefe Liebe zur Musik verbindet beide in besonderer Weise. Erste Heilerfolge lassen hoffen, aber es gibt viele Faktoren, unter anderem der Ehrgeiz der eigenen Eltern, die ein Gesunden erschweren.
Ein facettenreicher Roman über das Menschsein.

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„Der Arzt und das Mädchen”

14.11.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

18. Jahrhundert, wir bewegen uns durch den Haushalt und das Spital von Franz Anton Messmer, lernen seine Gedanken und seine Arbeitsweise kennen. Durch die Heilung der jungen Musikerin Maria Paradis, die vermutlich unter einer psychogenen Erblindung litt, versucht er, endlich Anerkennung in der Fachwelt zu finden. Mit seinen Methoden seiner Zeit weit voraus, stößt er jedoch auf Mißtrauen und Neid und versteht es wohl auch nicht, sich zu vermitteln.
Ein wunderschöner, sehr poetisch und gleichzeitig plastisch erzählter Roman! Großes Lob für die junge Autorin!

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„Keine kleine Nachtmusik”

07.10.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Der Arzt Franz Anton Mesmer ist fest davon überzeugt, die blinde Pianistin Maria Theresia heilen zu können. Maria Theresia ist die Tochter des Hofrates in Wien und gilt als Wunderkind.
Mesmer nimmt das Mädchen in sein magnetisches Spital auf und hofft bei Erfolg der Heilung, endlich die ihm zustehende Anerkennung der akademischen Gesellschaft zu erlangen.
EinRoman voller Musik und Liebe, im wunderschönen Wien....

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„Vertrauen, Freundschaft und Musik ”

07.09.2010

Rezension von Verena Thiemeyer aus Reutlingen

Zwei schillernde Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts, Franz Anton Messmer und das erblindete Wunderkind Maria Theresia Paradis.
Maria, die unter der Obhut ihrer Eltern, von den Wiener Ärzten fast zu Tode kuriert wird. Und Mesmer, der versucht Maria mit der Kunst des Magnetismus zu heilen und schnell Erfolge erzielt. Vertrauen, Freundschaft und Musik ein Teil dieser Heilmethode.
Durch eine Rufmordkampagne seiner „Kollegen“ aus Wien vertrieben, erhofft Messmer in Paris die gebührende Anerkennung zu finden. sr

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„Lesenswert!”

30.07.2010

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent

Die Geschichte handelt von Franz Anton Mesmer der Ende des 18. Jahrhunderts Kranke mit Musik und Handauflegen behandelt. Auch die blinde Pianistin versucht er zu heilen, da andere Ärzte sie schon aufgegeben haben.
Ein Roman der sensibel und poetisch ist.

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„Skandal in Wien”

02.07.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Gedanken, denkt er,
sind wie Arznei.
Falsch dosiert,
und man geht zugrunde daran.

Wien im Januar 1777. Franz Anton Mesmer, berühmtester Arzt seiner Zeit heilt eine blinde Sängerin und Pianistin. Trotz rasch einsetzender Heilerfolge entfesseln die maßgebenden Köpfe dieser Zeit einen Aufsehen erregenden medizinischen Skandal.
Ein fesselndes Buch, wunderbar in seiner Sprache. Ein Kleinod!

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„Der Magnetiseur und das Mädchen”

30.06.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Zugegeben: lange Zeit hatte ich große Vorbehalte gegenüber allen Büchern, die irgendwie nach einem möglichen Nachbau von Daniel Kehlmanns „Vermessung der Welt“ klangen. Denn dieses Buch ist noch immer auf der Liste meiner Lieblingsbücher, und dort wird es wohl auch bleiben…
Nun: jetzt hat es Gesellschaft bekommen. Denn glücklicherweise habe ich meine Vorurteile zur Seite geschoben und wurde dafür mit einem großartigen Leseerlebnis belohnt.

Alissa Walser ist ein wunderbarer Roman gelungen. Sie führt uns darin nach Wien, ins Jahr 1777. Franz Anton Mesmer, berühmter Arzt und Begründer der Heilmethode des „animalischen Magnetismus“, hoffungsvoll verehrt von seinen Patienten, wegen Scharlatanerie angefeindet von den Kollegen, steht dort vor seinem möglichen Durchbruch. Seine berühmteste Patientin wird die junge Maria Theresia Paradis, Pianistin und Sängerin, erblindet seit ihrem dritten Lebensjahr. Das musikalische Wunderkind erfreut sich der Sympathie und Unterstützung der damaligen Kaiserin Marie Theresia. Nicht zuletzt deshalb wird sich Erfolg oder Misserfolg für Mesmer an dieser Behandlung entscheiden. Und tatsächlich scheint die junge Patientin nach und nach ihr Augenlicht zurückzugewinnen….

Der historische Hintergrund in Walsers Roman stellt nur die Leinwand dar, auf der die Autorin ihre Bilder entwirft. Weit über die äußere Handlung hinaus entwickelt sie die großen Fragen und Themen: die Bedeutung von Wissenschaft, von Musik, ihre Möglichkeiten und Grenzen zur Heilung des Menschen, ihre Beeinflussung und ihren Missbrauch durch Politik und Geltungsbedürfnis.
Wir erleben den Verlauf der Geschichte abwechselnd aus der Perspektive des Arztes und des jungen Mädchens, beide Außenseiter, zunehmend verbunden durch ihre gemeinsame Liebe zur Musik und deren Möglichkeit, sich durch sie auszudrücken – für beide letztendlich die einzige Möglichkeit. Erzählt wird dies in einer ganz eigenen Sprache, die sowohl dem Zeitkolorit als auch dem musikalischen Thema gerecht wird. In wunderbaren Bildern und geistreichen, oft amüsanten Dialogen. Eine durchaus lohnende Lektüre!

PS: und sollten Sie Kehlmanns anfangs genannten Roman noch nicht kennen, gönnen Sie sich ihn gleich mit!

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„Am Anfang war die Nacht Musik”

16.04.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Wien 1777 der bekannte Arzt und umstrittene Magnetiseur Franz Anton Mesmer wird an den kaiserlichen Hof gerufen, die junge Maria Theresia Paradis von ihrer Blindheit zu heilen. Die 18 Jährige gilt als Wunderkind der Klaviermusik und ist Mesmers große Chance der Welt zu beweisen, dass seine Heilmethode der „Magnettherapie“ nicht der Scharlatanerie gleich kommt. Und tatsächlich gelingt ihm das Unmögliche, Maria Theresia kann wieder sehen! Doch wie werden Umfeld, Arzt und Patientin mit dieser neuen Situation fertig?! Es entsteht ein Wechselspiel von Freud des Einen und Leid des Anderen, das beim Lesen zu einer einzigartigen literarischen Reise in die Gedanken- und Gefühlswelt zweier so unterschiedlicher Charaktere wird. Unterstützt wird dies durch den einmaligen Sprachstil von Alissa Walser, der leicht und reserviert zugleich eine Atmosphäre schafft, die dem Leser viel Spielraum für eigene Gedanken lässt und mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ.



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„Kleine, feine Symphonie”

25.03.2010

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Ein historischer Roman, der eigentlich gar keiner ist. Ein Roman, der eigentlich einer kleinen sprachlichen Symphonie ähnelt: All das macht Alissa Walsers „Am Anfang war die Nacht Musik“ aus. Die Tochter Martin Walsers zeigt hier ihr ganzes Können und beweist, dass sie ihrem Vater durchaus literarisch ebenbürtig ist. Ein wunderschönes Buch, das vor allen Dingen durch seine melodiöse Sprache und durch seine feinsinnigen Dialoge überzeugt.
Ein absoluter Tipp für alle, die einen anspruchsvollen und außergewöhnlichen Roman für die schönen Abendstunden suchen.

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„Roman über die Methode des "animalischen Magnetismus"”

21.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Das Buch basiert auf dem Leben einer realen historischen Persönlichkeit, denn den Arzt Anton Mesmer gab es wirklich, und seine Methode des „animalischen Magnetismus“ erregte Ende des 18. Jahrhunderts nicht nur Wien, sondern halb Europa. Nachdem die Zeitgenossen der angeblich heilenden Wirkung der Methode zunächst zujubelten, bringen Neid, Habgier und Versagungsängste sie bald darauf dazu, ihr die Anerkennung zu verwehren. So darf auch die gewachsene große Zuneigung zwischen dem Arzt und seiner jungen Patientin, der Musikerin Maria Theresia, keine Zukunft haben. Alisa Walser hat einen historischen Roman geschaffen, der in vielen Details Auskunft über die spezielle Heilmethode und das Leben in Wien Ende des 18. Jahrhunderts gibt. Die oft abgehackte und karge Sprache vermag aber nicht zu überzeugen

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„"Musik verbindet"”

17.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Wir schlüpfen mit dem neuen Buch von Alissa Walser in eine andere Zeit, in das Wien des Jahres 1777. Sie erzählt zum einen die Geschichte des Arztes Franz Anton Mesmer, der die Theorie verfolgte, dass die natürliche Strahlung von Magneten eine heilsame Wirkung auf den Menschen haben soll und zum anderen erzählt sie aus dem Leben der früh erblindeten Pianistin und Sängerin Maria Theresia Paradis. Alle Versuche der Ärzte ihr das Augenlicht zurück zu gewinnen waren gescheitert. Auf Wunsch des Vaters wird der Magnetiseur Franz Anton Mesmer hinzugezogen, der einen erneuten Versuch der Heilung unternimmt. Die Basis seiner Heilmethode ist eine intensive Beziehung, Gespräche und Vertrauen zum Patienten. Das verbindende Element der beiden ist die Musik. In einer atmosphärisch hoch sensiblen Sprache nähert sich Alissa Walser einer ungewöhnlichen Freundschaft an.
Von der damaligen Ärzteschaft nie anerkannt, konnten
die Lehren des F.A. Mesmer doch Einfluss auf die spätere Psychoanalyse und die Parapsychologie finden.

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„Atmosphärisch schön!”

10.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Es hat einige Seiten gedauert, bis ich mich an Alissa Walsers parataktischen Schreibstil gewöhnt und ihre ganz eigene Poetik in den kurzen Sätzen erkannt habe.
Doch nachdem ich mich in die Geschichte um den berühmten Arzt Mesmer und die blinde Pianistin Maria Paradis eingelesen hatte, war ich fasziniert von der Atmosphäre, die die Autorin schafft. Mesmer und Maria sind beide eher Außenseiter der Gesellschaft, beide von ihrem Erfolg abhängig und dadurch miteinander verbunden. Maria entflieht dem Druck, der besonders durch ihre Eltern auf sie und ihr Talent ausgeübt wird, durch ihre Blindheit. Mesmer entflieht dem Erwartungsdruck in die Musik. Es entsteht eine gegenseitige Wechselwirkung zwischen Arzt und Patientin, zwischen Wissenschaft und Musik...
Ein sehr lesenswertes Buch!!!

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„Literatur und Musik - eine grandiose Verbindung”

09.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Wien 1777. Das blinde Wunderkind Maria Theresia Paradis erhält die Magnetismus-Therapie. Erfunden und an Paradis ausgeführt wurde diese von dem Arzt Franz Anton Messmer. Maria Theresia und Messmer entwickeln über die Musik eine intensive Verbindung. Die Therapie zeigt erste Erfolge, löst aber auch heftige Diskussionen aus.
Die Tochter Martin Walsers besticht durch einen sehr vielschichtigen Sprachstil. Ihr Roman ist eine gelungene Reise durch die Welt der Musik, der Literatur und der Esoterik.

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„Ein Kompliment an Musik und Literatur”

22.01.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Schon seit mehreren Jahren leuchtet die Tochter von Martin Walser als Stern am Prosa-Himmel. Ihre Werke untermalt die Künstlerin oftmals mit Bildern, jedoch nicht so bei diesem Roman.

Allerdings fällt einem dies beim Lesen gar nicht auf, denn die ausgewählte Sprache und die gefühlvollen Schilderungen zeigen Bilder, die gar nicht gezeichnet werden können.
„Am Anfang war die Nacht Musik“ ist ein Kompliment an die Musik, die Kunst und die Sprache – kurz alles was uns Menschen ausmacht! Obwohl ich am Anfang etwas mit der indirekten Rede kämpfte, die die Autorin ausschließlich verwendet, zeichnet sich das Buch dadurch noch mal mehr aus.

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„anmutig und ergreifend!”

19.01.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Alissa Walser,unter anderem Tochter von Martin Walser, sowie Übersetzerin und Malerin,(übrigens ist der Buchumschlag von ihr selbst gestaltet), hat einen großartigen, gelungenen Roman geschrieben!Durchdrungen ist er von einer ganz eigenwilligen Sprache, mit wunderbarem Sprachrhythmus und -melodie. Geschildert wird die blinde Pianistin Maria Theresa Paradis, die mittels der Magnetismus-Therapie 1777 in Wien vom damals berühmten Arzt Franz Anton Mesmer behandelt wird. Dieser Roman ist wirklich sehr beachtenswert!!!

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„Am Anfang war die Nacht Musik”

14.01.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Wien 1777-Der Arzt Anton Mesmer ringt um Anerkennung in der Gesellschaft und in der medizinischen Wissenschaft. Der Pianistin Maria Theresia Paradis will er mit seiner
Methode der Magnetisierung die Sehkraft zurückgeben.
Beide historischen Figuren versuchen ihre Ideale zu erreichen und scheitern.
Dies zu lesen ist ein Vergnügen. Die Sprache der Alissa Walser ist so vielschichtig und berührend,dass man das Buch am Ende ungern aus den Händen legt.
Ich stelle mir das Buch in das Regal zu den Büchern, die ich nicht nur einmal lese ;außerdem
muß ich mir gleich noch eine Mozart-CD auflegen...

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„Über die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft...”

04.01.2010

Rezension von Dr. Christian Rößner aus Göttingen Top-100 Rezensent

Zur Zeit Maria Theresias galt der „Mesmerismus“ – also die Heilmethode mittels der Naturkraft des Magnetismus – als heftig diskutierte Modeerscheinung. Die Bachmann-Preisträgerin Alissa Walser entführt uns in ihrem neuen Roman in die esoterische Welt von Franz Anton Mesmer, dem umstrittenen Begründer und Namensgeben dieser – aus der heutigen Sicht obskuren - Behandlungsweise. Erzählt wird die (authentische) Geschichte der jungen hochbegabten Pianistin und Sängerin Maria Theresia Paradis, die mittels Mesmers Kuren und seiner Suggestivkraft geheilt werden und so Mesmer zum Durchbruch seiner Methode verhelfen soll. Alissa Walsers Roman dreht sich um die Wirk- und Heilkraft von Heilmethoden, der Musik und der Suggestion. Mit ihrer hochpoetischen Prosa übt Alissa Walser eine – um im Bild zu bleiben - schier magnetische Anziehungs- und Faszinationskraft aus, die den Leser von Anfang an gefangen hält. Sehr empfehlenswert!

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