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Tschetschenien - Die Wahrheit ...
 

Tschetschenien - Die Wahrheit über den Krieg

von Anna Politkowskaja (buch)

"Und niemand soll wagen zu behaupten, ich hätte das alles nicht gesehen,gehört und gespürt. Denn ich habe es am eigenen Leib erlebt." (Anna Politkovskaja)Putins autoritäres Reich fürchtet die Wahrheit, die Anna PolitkovskajasBuch Tschetschenien - Die Wahrheit über den Krieg ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-8321-7832-5
  • EAN:9783832178321
  • Erscheinungstermin:14.12.2006
  • Verlag:DuMont Buchverlag
  • Einband:Taschenbuch
  • OriginaltitelVtoraja Cecenskaja
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  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:336
  • Gewicht:396 g
  • Übersetzer:Hannelore Umbreit, Ulrike Zemme

Kurzbeschreibung:

"Und niemand soll wagen zu behaupten, ich hätte das alles nicht gesehen,gehört und gespürt. Denn ich habe es am eigenen Leib erlebt." (Anna Politkovskaja)Putins autoritäres Reich fürchtet die Wahrheit, die Anna PolitkovskajasBuch Tschetschenien - Die Wahrheit über den Krieg enthüllt. Dieses Buchberichtet vom Schicksal der Menschen in Tschetschenien, von den Opferndes Krieges. Es ist ein einziges "J'accuse". Anna Politkovskaja klärt aufüber das kaum beschreibbare Leid der tschetschenischen Bevölkerung. Erstdie Geiselnahme in einem Moskauer Musical-Theater machte wieder aufs Neuedie von der Weltöffentlichkeit verdrängte tschetschenische Tragödie sichtbar.In drei Teilen beschreibt dieses Buch den Krieg: Anna Politkovskaja berichtetvon dem Leben der Tschetschenen im Krieg, den Übergriffen auf die Zivilbevölkerung,von einem Alltag, in dem Folter, Hinrichtungen, Plünderungen und Entführungenan der Tagesordnung sind. Anna Politkovskaja analysiert, welche Auswirkungendieser Krieg auf das Leben in Russland selbst hat, wie ein Rassismus gegenalles Nicht-Russische zunimmt. Und schliesslich beschreibt sie die Interessender neuen "Generalsoligarchen", die an der Fortführung dieses Krieges,dem illegalen Handel mit Erdöl und Waffen verdienen. Anna PolitkovskajasPrognosen für Tschetschenien sind düster: Seit Russland sich nach dem 11.September der Antiterror-Koalition angeschlossen hat, schweigt der Restder Welt noch mehr als zuvor. Tschetschenien - Die Wahrheit über den Kriegfügt Bilder von einem Land im Krieg zusammen; ein Mosaik aus den Schicksalender Leidenden und eine akribische Analyse der Akteure und ihrer Motive."Eine ungewöhnlich mutige Frau, die in den letzten Jahren fast als Einzigedie Wahrheit über den Krieg in Tschetschenien berichtet hat." (ZDF / aspekte)

Beschreibung der Redaktion:

Putins autoritäres Reich fürchtet die Wahrheit, die Anna Politkovskajas Buch „Tschetschenien – Die Wahrheit über den Krieg" enthüllt. Dieses Buch berichtet vom Schicksal der Menschen in Tschetschenien, von den Opfern des Krieges. Es ist ein einziges „J’accuse". Anna Politkovskaja klärt auf über das kaum beschreibbare Leid der tschetschenischen Bevölkerung. Erst die Geiselnahme in einem Moskauer Musical-Theater machte wieder aufs Neue die von der Weltöffentlichkeit verdrängte tschetschenische Tragödie sichtbar.
In drei Teilen beschreibt dieses Buch den Krieg: Anna Politkovskaja berichtet von dem Leben der Tschetschenen im Krieg, den Übergriffen auf die Zivilbevölkerung, von einem Alltag, in dem Folter, Hinrichtungen, Plünderungen und Entführungen an der Tagesordnung sind. Anna Politkovskaja analysiert, welche Auswirkungen dieser Krieg auf das Leben in Russland selbst hat, wie ein Rassismus gegen alles Nicht-Russische zunimmt. Und schliesslich beschreibt sie die Interessen der neuen „Generalsoligarchen", die an der Fortführung dieses Krieges, dem illegalen Handel mit Erdöl und Waffen verdienen.
Anna Politkovskajas Prognosen für Tschetschenien sind düster: Seit Russland sich nach dem 11. September der Antiterror-Koalition angeschlossen hat, schweigt der Rest der Welt noch mehr als zuvor. „Tschetschenien – Die Wahrheit" über den Krieg fügt Bilder von einem Land im Krieg zusammen; ein Mosaik aus den Schicksalen der Leidenden und eine akribische Analyse der Akteure und ihrer Motive.

Pressestimmen:

"Eine ungewöhnlich mutige Frau, die in den letzten Jahren fast als Einzige die Wahrheit über den Krieg in Tschetschenien berichtet hat." (ZDF / aspekte)

"Anna Politkovskajas Material ist das Gegenteil dessen, was der Kreml alle Welt glauben machen möchte. Dass die Armee im Kaukasus einen gerechten Krieg gegen islamistische Fundamentalisten führe ..." (Neue Zürcher Zeitung)

Zusatzinformationen (Autorenportrait):

Anna Politkovskaja, geboren 1958, erhielt 2001 den Preis der russischen Journalistenunion. Soeben wurde sie in New York mit einem Preis für mutigen Journalismus ausgezeichnet. Dirk Sager, langjähriger ZDF-Korrespondent in Moskau, ist Autor mehrerer Bücher über Russland.
Die Übersetzerinnen: Hannelore Umbreit, geboren 1950 in Thüringen, studierte in Leipzig und lehrt heute am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie der Universität Leipzig. Aus dem Russischen übersetzte sie u.a. Texte von Nina und Ekaterina Sadur, Irina Poljanskaja und Michail Elizarov.Ulrike Zemme, geboren 1956 in Linz, studierte in Salzburg und arbeitete als Dramaturgin am Wiener Burgtheater, seit 1998 ist sie am Theater in der Josefstadt in Wien. Aus dem Russischen übersetzte sie u.a. Stücke von Anton Cechov, Maksim Gorkij, Isaak Babel und Aleksandr Nikolaevic Ostrovskij und Prosa von Konstantin Vaginov, Jurij Mamleev und Aleksandr Nikolaevic Ostrovskij.
Es war an einem Tag im Dezember 1994. Dunkle Wolken hingen tief über der tschetschenischen Hauptstadt Grosny. Vor dem Eingang des Präsidentenpalastes stand ein gebeugter, zerbrechlich wirkender Mann. Wie der Seher in der griechischen Tragödie hob er seine leise Stimme: »Dieser Krieg bringt ein grosses Unglück über Tschetschenien«, sagte er und fuhr fort: » Der Krieg wird auch grosses Unglück über Russland bringen.« So sprach Sergej Kowaljow, den man üblicherweise einen Menschenrechtler nennt, weil er seinen Mut zur Wahrheit schon in Sowjetzeiten unter Beweis gestellt hat und deswegen mit acht Jahren Zwangsarbeit im Lager bestraft wurde. Die Wolken am Himmel über Grosny brachten den Schnee. Und der Schnee brachte den Tod. Zu Tausenden starben die russischen Soldaten im Sturm auf Grosny. Der damalige Verteidigungsminister Gratschow fand die trostreichen Worte: Es mache ihn stolz, wenn er sehe, dass seine achtzehnjährigen Wehrpflichtigen mit einem Lächeln auf den Lippen für Russland sterben. Da konnte man ahnen, dass Sergej Kowaljow Recht behalten würde. Doch war das ganze Ausmass des Unheils in jenen Tagen des Winterkrieges noch nicht zu erfassen. Das ist erst in den letzten Jahren deutlich geworden. Die Chronistin dieses Unglücks - für Tschetschenien und für Russland - ist Anna Politkovskaja. Die Lüge in Zeiten des Krieges - das vergangene Jahrhundert hat zu einem grossen Kompendium an Beispielen verholfen, auch an solchen für Ruchlosigkeiten am Rande dessen, was als glorreicher Kriegszug proklamiert wurde. Und wenn Krieg zwangsläufig die Gesetze menschlichen Zusammenlebens ausser Kraft setzt, dann folgt - auch das lehrt die Geschichte - der Absturz in die völlige Gesetzlosigkeit. Das gilt umso mehr in Kolonialkriegen oder Kriegszügen, in denen der Gegner als minderwertiges Wesen dargestellt wird. Das will verborgen werden, verlangt ein System der Zensur, der Einschränkung der Pressefreiheit. Und dort, wo Tod und Verbrechen nicht verborgen werden können, müssen sie ideologische Legitimation erfahren. Keine demokratische Gesellschaft kann einen solchen Krieg führen, ohne Schaden zu nehmen an ihrer Substanz. Deshalb schreibt die Journalistin Anna Politkovskaja nicht nur über das Leid im Kaukasus, sondern auch über einen verhängnisvollen Irrweg der jungen russischen Demokratie. Er beginnt mit der Verdrängung der Vorgeschichte. Als ich zum ersten Mal nach Tschetschenien kam, hatte sich das Land gerade auf den Weg in die Unabhängigkeit begeben. Damals war Grosny noch eine unzerstörte Stadt. Heimat für mehr als eine halbe Million Menschen mit Krankenhäusern, Schulen, einer Universität, Restaurants und Märkten, auf denen Waren aus aller Welt angeboten wurden. Im Dezember 1991 war Grosny eine lebendige Stadt, und keiner hätte für möglich gehalten, in welche Schrecken die folgenden Jahre führen würden. Die Gunst der Stunde schien damals die Chance zur Selbstbefreiung zu bieten. In Moskau waren der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow und sein Rivale Boris Jelzin in einen Kampf um die Macht verstrickt. Weil die Auflösungstendenzen dem Präsidenten zum Schaden gereichen mussten, reiste Jelzin landauf, landab und predigte den Völkern der Sowjetunion, sie sollten sich so viel Freiheit nehmen, wie sie greifen könnten. Die Tschetschenen liessen sich das nicht zweimal sagen. Sie wählten einen Mann zum Präsidenten, der schon in einem anderen Teil der Sowjetunion den Rausch der Freiheit erlebt hatte. Dshochar Dudajew war als General bei der strategischen Luftwaffe in Estland stationiert gewesen. Dort hatte er erlebt, dass die Entschlossenheit der Esten, das Moskauer Joch abzuwerfen, sich als stärker erwiesen hatte als die mit brutaler Gewalt eingesetzten Unterdrückungsmechanismen. Warum sollten für Estland andere Gesetze gelten als für das Volk der Tschetschenen? Welche Regeln des Völkerrechts konnten dem entgegenstehen? Es war eine Zeit voller Widersprüche. Nach der Unabhängigkeitserklärung in Grosny zogen die sowjetischen Streitkräfte ab. Ihre W
Anna Politkovskaja, geboren 1958, erhielt 2001 den Preis der russischen Journalistenunion. Soeben wurde sie in New York mit einem Preis für mutigen Journalismus ausgezeichnet. Dirk Sager, langjähriger ZDF-Korrespondent in Moskau, ist Autor mehrerer Bücher über Russland.
Die Übersetzerinnen: Hannelore Umbreit, geboren 1950 in Thüringen, studierte in Leipzig und lehrt heute am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie der Universität Leipzig. Aus dem Russischen übersetzte sie u.a. Texte von Nina und Ekaterina Sadur, Irina Poljanskaja und Michail Elizarov.Ulrike Zemme, geboren 1956 in Linz, studierte in Salzburg und arbeitete als Dramaturgin am Wiener Burgtheater, seit 1998 ist sie am Theater in der Josefstadt in Wien. Aus dem Russischen übersetzte sie u.a. Stücke von Anton Cechov, Maksim Gorkij, Isaak Babel und Aleksandr Nikolaevic Ostrovskij und Prosa von Konstantin Vaginov, Jurij Mamleev und Aleksandr Nikolaevic Ostrovskij.
Anna Politkowskaja:
Anna Politkowskaja wurde 1958 geboren. Sie war die bekannteste russische Journalistin, mit ihren Berichten und Reportagen über Tschetschenien erlangte sie Berühmtheit und wurde dafür mit zahlreichen Preisen geehrt: 2001 erhielt sie den Preis der russischen Journalistenunion und 2005 den Olof-Palme-Preis sowie den Leipziger Medienpreis.§Sie arbeitete für die Moskauer Zeitung 'Nowaja Gaseta' und verbrachte seit dem Anfang des zweiten Tschetschenien-Krieges im September 1999 viele Monate als Korrespondentin in der Kaukasus-Republik. Am 7. Oktober 2006 wurde Anna Politkowskaja in Moskau erschossen.
Ulrike Zemme:
Ulrike Zemme, geboren 1956 in Linz. Arbeit als Dramaturgin am Wiener Burgtheater; seit 1998 ist sie am Theater in der Josefstadt in Wien. Aus dem Russischen übersetzte sie u. a. Stücke von Anton Èechov, Maksim Gorkij und Isaak Babel und Prosa von Konstantin Vaginov, Jurij Mamleev und Aleksandr Nikolaeve Ostrovskij. Weitere Buchveröffentlichungen.
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„Mutige Frau”

29.09.2006

Rezension von René Patrik Schreiber

Hier beschreibt die Journalistin Politkovskaja den Krieg in Tschetschenien. Sie bringt uns den Alltag der Tschetschenen näher. Sie schildert wie die russische Armee einfach Leute die nichts mit so genannten Terroristen zu tun haben, verschleppt werden. Wie Morgens, wenn die Leute zur Arbeit gehen, die Armee sie unter Beschuss nimmt. Wie das soziale Gefüge zusammenbricht und die Leute nur mehr Angst haben. Sie nimmt auch eine harte Stellung gegen über Putin ein.

So kann man auch verstehen warum es zur Tragödie im Moskauer Theater.

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„Unfassbar grausam und unfassbar wichtig!”

17.06.2003

Rezension von Nils Harder aus Berlin

Dieses Buch ist eine einzigartige Schilderung des Leidens in Tschetschenien. Ich hatte nur eine sehr schwammige Vorstellung von dem Terror, unter dem die Zivilbevölkerung in dem besetzten Gebiet leidet. Am Rande Europas erlaubt das europäische Nichtinteresse eine neue Hölle, deren Verknüpfung mit dem Alltag Wut und Fassungslosigkeit emporsteigen läßt.
Ich kann nur hoffen, dass die Tschetschenen einen besseren Weg finden werden, um ihren unbeschreiblichen Haß auf die Kommandeure der ''Säuberungen'' loszuwerden als den der mir vorschwebt. Doch ich fürchte, diese Hoffnung wird kaum zutreffen.

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