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Oben ist es still

Oben ist es still

Roman. Ausgezeichnet mit dem International IMPAC Dublin Literary Award 2010 von Gerbrand Bakker (buch)

Helmer van Wonderen, Bauer wider Willen, macht klar Schiff. Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater ins Obergeschoss, entrümpelt Wohn- und Elternschlafzimmer, streicht Dielen, Fenster, Türen und Wände und schafft neue Möbel an. Das Gemälde mit den schwarzen Schafen, die ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-518-42013-5
  • EAN:9783518420133
  • Erscheinungstermin:22.04.2009
  • Verlag:Suhrkamp Verlag
  • Einband:gebunden
  • OriginaltitelBoven is het stil, 2006
  • Kundenbewertung:
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:3. Auflage
  • Seiten:316
  • Gewicht:420 g
  • Übersetzer:Andreas Ecke

Kurzbeschreibung:

Helmer van Wonderen, Bauer wider Willen, macht klar Schiff. Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater ins Obergeschoss, entrümpelt Wohn- und Elternschlafzimmer, streicht Dielen, Fenster, Türen und Wände und schafft neue Möbel an. Das Gemälde mit den schwarzen Schafen, die Fotografien von Mutter und die alte Standuhr kommen nach oben, alle Pflanzen, die blühen können, auf den Misthaufen. Da Vater ihm nicht den Gefallen tut, einfach zu verschwinden, sich von einem Windstoss hinwegfegen zu lassen oder wenigstens zu sterben, richtet Helmer sein Leben unten neu ein. Seine ungelebten Träume kann er jedoch nicht so leicht entsorgen. Als er eines Tages unerwartet Post erhält, brechen sich Erinnerungen Bahn."Henk hätte hier wohnen sollen. Mit Riet und mit Kindern."Henk, der Zwillingsbruder, ist lange tot. Riet aber lebt, und sie hat einen Sohn.

Gerbrand Bakkers erster Roman war in den Niederlanden ein grosser Publikumserfolg. Genau in der Beobachtung von Mensch und Natur, subtil in der Anspielung und von zärtlicher Skurrilität, entwickelt Bakkers trockener, lakonischer Erzählstil von der ersten Seite an einen unwiderstehlichen Sog. Unversehens findet man sich mit einem wortkargen Bauern inmitten von Milchkühen, Texel-Schafen, einer Nebelkrähe und zwei Eseln an die grossen Fragen des Lebens erinnert und versteht, dass Komik und Tragik, Witz und Wehmut, oben und unten unauflöslich zusammengehören.

Beschreibung der Redaktion:

Helmer van Wonderen, Bauer wider Willen, macht klar Schiff. Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater ins Obergeschoss, entrümpelt Wohn- und Elternschlafzimmer, streicht Dielen, Fenster, Türen und Wände und schafft neue Möbel an. Das Gemälde mit den schwarzen Schafen, die Fotografien von Mutter und die alte Standuhr kommen nach oben, alle Pflanzen, die blühen können, auf den Misthaufen. Da Vater ihm nicht den Gefallen tut, einfach zu verschwinden, sich von einem Windstoss hinwegfegen zu lassen oder wenigstens zu sterben, richtet Helmer sein Leben unten neu ein. Seine ungelebten Träume kann er jedoch nicht so leicht entsorgen. Als er eines Tages unerwartet Post erhält, brechen sich Erinnerungen Bahn. "Henk hätte hier wohnen sollen. Mit Riet und mit Kindern." Henk, der Zwillingsbruder, ist lange tot. Riet aber lebt, und sie hat einen Sohn.
Gerbrand Bakkers erster Roman war in den Niederlanden ein grosser Publikumserfolg. Genau in der Beobachtung von Mensch und Natur, subtil in der Anspielung und von zärtlicher Skurrilität, entwickelt Bakkers trockener, lakonischer Erzählstil von der ersten Seite an einen unwiderstehlichen Sog. Unversehens findet man sich mit einem wortkargen Bauern inmitten von Milchkühen, Texel-Schafen, einer Nebelkrähe und zwei Eseln an die grossen Fragen des Lebens erinnert und versteht, dass Komik und Tragik, Witz und Wehmut, oben und unten unauflöslich zusammengehören.

Pressestimmen:

"Bakkers eindringliche Zwillingsbrüder-Story ist zweifelsohne einer der Höhepunkte des Bücherherbstes." Peter Henning Profil, Wien
Gerbrand Bakker:
Gerbrand Bakker, 1962 in Wieringerwaard geboren, studierte niederländische Sprach- und Literaturwissenschaft in Amsterdam, arbeitete als Übersetzer von Untertiteln und ist Diplomgärtner. Er ist Autor eines etymologischen Wörterbuchs der niederländischen Sprache und des Romans "Birnbäume blühen weiß" (2004).
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„Wie herzlos kann man sein? Andererseits...”

29.06.2011

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent

Den bettlägerigen Vater ins Obergeschoß verbannen – und alles, was an ihn erinnert gleich dazu. Nur die Träume bleiben…
Als Bauer wider Willen ist Helmers Leben reich an Arbeit und arm an Abwechslung. Die Einsamkeit erträgt er, indem er der Natur viel Aufmerksamkeit schenkt und schon eine Nebelkrähe kann ihn aus der Fassung bringen.

Der Umgang mit dem Vater da "oben" ist irritierend. Noch. Sobald man Zugang zu Helmers Erinnerungen erhält, sieht die Sache schon ein wenig anders aus…

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„Bakker, Oben ist es still”

12.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent

Helmer lebt mit seinem alten Vater alleine auf einem Bauernhof in den Niederlanden. Eines Tages beschließt er, seinen Vater auf den Dachboden "wegzuräumen" und im Rest des Hauses sein Leben zu leben. Ein Buch, das mit seinem ruhigen Erzählton mich immer mehr in die Geschichte hinein zieht. Am Anfang mir leichtes Unbehagen verursacht (um Gottes Willen, wohin geht diese Geschichte bloß?!), das ziemlich schnell der reinen Lesefreude weicht und am Ende im puren Entzücken mündet.

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„überraschend”

28.09.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Durch Zufall entdeckte ich einen kleinen Bericht in einer Zeitung über dieses Buch. Es weckte meine Neugier: Ein alter Mann wird nach "oben" abgeschoben. Das fand ich interessant. Ich wußte nicht, was mich erwartete und ich wurde positiv überrascht. Denn der Autor hat die Gabe, scheinbar uninteressante Dinge zu erwähnen, die dann, ein paar Seiten weiter, plötzlich eine tiefere Bedeutung erhalten. Die Entwicklung von Helmer zu begleiten und zu beobachten ist jedoch das eigentlich spannende an diesem Buch.

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„Dieses Buch mußte ich zweimal lesen!”

03.09.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

In knappen Worten ist dies die Geschichte eines Sohnes, der seinen alten Vater auf den Dachboden bringt, damit er dort endlich stirbt.
Die kargen Worte in diesem Roman lenken erstmal von eigenen Gefühlem im Leseempfinden weg. Dann beginnt man, Sätze ein zweitesmal zu lesen und man glaubt nun, oft leicht schockiert, was der Schriftsteller uns sagen will. Nach und nach erfahren wir im Rückblick, was sich in den vergangenen vierzig Jahren im Leben der Beiden abgespielt hat und geraten, trotz der sparsamen Worte, in den Bann dieser Geschichte. Ein ganz erstaunlich packender Roman!

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„Unglaublich”

10.04.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Interessiert nach Beurteilung durch Literaturclub. Nach den ersten 2 Seiten war ich überzeugt, ich schaff das nicht - zu ehrlich, zu direkt, zu realitätsnah... nach 10 Seiten konnte ich nicht mehr aufhören mit Lesen. Ein Buch von unglaublicher Tiefe, Direktheit; ein Buch das einfach berührt. Unbedingt lesen!

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„Ein sehr eindringliches Buch”

25.01.2009

Rezension von Alexandra Berge aus Kassel

Dieser Roman über eine gestörte Vater-Sohn-Beziehung und ein dadurch nicht selbstbestimmt geführtes Leben in der niederländischen Provinz hat mir sehr gut gefallen.
Der Autor kommt ohne große Paukenschläge aus und besticht durch eine leise Erzählweise, die die Tristesse im Leben des Protagonisten sehr gut wieder spiegelt.
Nicht nur für Freunde der niederländischen Nationalliteratur wie z.B. t'Hart oder Nooteboom zu empfehlen.

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