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Island Krimi von Arnaldur Indridason (buch)
Rezension von Sandra Enzler aus Bern
Menschensöhne hat mir sehr gut gefallen.
Der Fall, resp. die Fälle werden sehr schön ausgeführt und Hintergründe erläutert.
Ich habe mich das ganze Buch über sehr gut unterhalten und vor Spannung fast nicht mehr zur Hand ausgeben.
von einer Kundin oder einem Kunden aus Staufenberg
In "Menschensöhne" muss Erlendur einen brutalen Brandmord an einem einsamen Lehrer aufklären und - was für ihn vermutlich schmlimmer ist - mit dem ehrgeizigen und studierten Kollegen Sigidúr Òli zusammenarbeiten.
Wie so oft liegt der Anfang des Falls viele Jahre zurück, wodurch die Ermittlungen zunächst nur mühsam vorangehen und sich ebenso lesen.
Dennoch fesselt Indridason den Leser einmal mehr durch die Lebensgeschichten und Charakterdarstellungen der beteiligten Personen.
In der zweiten Hälfte kommen die Fäden nach und nach zusammen und die Geschichte gewinnt deutlich an Spannung und Dynamik. Die Intuition und Beobachtungsgabe der Kommissare spielen hierbei weniger eine Rolle, vielmehr lebt die Ermittlung von den Erkenntnissen des Buchhändlers Palmi sowie eines totgeglaubten Opfers.
Insgesamt ist "Menschensöhne" eine spannender und erschreckend glaubwürdig erzählte Geschichte. Die aus krimitechnischer Sicht langweilige erste Hälfte wird durch die gelungenen Nebenläufe mehr als kompensiert.
Aus meiner Sicht eins der besten Werke von AI, 5 Punkte von mir.
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von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent
Da ich Nordermoor und auch Todeshauch unglaublich gut fand wollte ich nun auch den ersten Fall von Kommissar Erlendur lesen. Gewohnt schön ist einfach die isländische Umgebung. Ich finde es klasse über Land und Volk in diesen Krimis mehr zu erfahren - ein Grund warum ich gerne die Krimis von Indridason lese. Was die Geschichte und die Erzählweise in Menschensöhne angeht war ich jedoch nicht so überzeugt. Bei der Erzählweise merkt man deutlich, daß dies das Erstlingswerk Indridasons ist. Sie holpert doch recht häufig im Stil und im Ausdruck. Etwas, das man in den darauffolgenden Büchern nicht mehr hat. Die Geschichte ist zu Beginn richtig gut wird aber gegen Ende immer abgehobener und in einigen Punkten auch unglaubwürdig, was aber leider auch an der Art der Darstellung liegt. Sie nimmt auch eine vollkommen andere Wendung als man im Rest des Buches dachte. Manchmal ist so etwas ja gerade in Krimis gut, aber in diesem Fall leider nicht geglückt. Trotz dieser eher "technischen" Mängel habe ich es genossen Menschensöhne zu lesen. Mir gefallen die Charaktere, die Beschreibung der isländischen Art und der damit verbundenen Stimmung.
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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Nordermoor, Todeshauch
von einer Kundin oder einem Kunden
Ein ehemaliger Lehrer wird brutal ermordet, und einer seiner Schüler begeht in der Psychatrie Selbstmord. Dessen Bruder Palmi beginnt zu forschen, warum alle Jungen dieser Schulklasse später Probleme bekamen. Die Lösung ist bedrückend... Schöner Krimi, der wieder in die islänische Vergangenheit führt.
von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent
Nachdem bereits einige Fälle von Erlendur mit großem Erfolg in Deutschland veröffentlicht worden sind, liegt mit Menschensöhne nun auch Arnaldur Indridasons Debüt-Roman in deutscher Übersetzung vor. Wie in seinen Nachfolgern, so frönt der Autor auch hier seiner Vorliebe für Mordfälle, dessen Ursprünge weit in der Vergangenheit liegen. Hat diese Art des Storyaufbaus bei den späteren Bänden gut funktioniert, wirkt es in seinem ersten Kriminal-Roman noch recht unausgegoren. So wird unter anderem die eigentliche Hauptfigur Erlendur nur grob ausgearbeitet und lässt noch jegliche Tiefe vermissen. Gedanken, Gefühle und Lebensumstände bleiben weitesgehend verborgen, was es dem Leser schwer macht eine Verbindung zu dem Charakter herzustellen. Stattdessen steht Palmi, der jüngere Bruder des schizophrenen Selbstmörders, im Mittelpunkt. Er ist es, der im eigentlichen Sinne die Polizeiarbeit leistet und nach und nach die Wahrheit ans Licht bringt. Es sind aber keine Ermittlungen im eigentlichen Sinne, denn das Geschehen löst sich eher im Laufe des Buchs von selbst auf, und weniger mittels irgendeiner Form der Kombinationsgabe. Zudem passiert dies alles sehr schleppend und gemächlich, was dem Spannungsaufbau nicht gerade zuträglich ist. Im Gegenteil: Die gedrückte, melancholische Stimmung lässt, im Verbund mit einigen zu offensichtlichen Hinweisen des Autors, nur streckenweise richtigen Lesespaß aufkommen. Dabei mangelt es dem Plot durchaus nicht an guten Ideen. Diese werden jedoch zu selten konsequent zu Ende geführt, wodurch viel Potenzial ungenutzt bleibt. Erst im letzten Drittel vermag das Buch mit einigen Wendungen zu überraschen, wenngleich der eigentliche, sciencefictionähnliche Schluss einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Was sich Indridason hier gedacht hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Insgesamt ist Menschensöhne das durchschnittliche Erstlingswerk eines guten Autors, der mit seinen Nachfolgern bewiesen hat, dass er es besser kann.
Rezension von CaWa - die Leseratte aus Hilden Top-100 Rezensent
Hat man schon andere Bücher von Indridason gelesen, wird man hier sofort feststellen, dass es das erste ist, das der Autor geschrieben hat. Die Handlungen und die Personen wirken hölzern, stilistisch noch nicht ganz ausgefeilt. All dies tut der Qualität des Buchs keinen Abbruch.
Wie bereits bei anderen Storys von Indridason liegt die Wurzel des Verbrechens wieder in der Vergangenheit. Jedoch beginnt alles mit einem Mord in der Gegenwart.
Der pensionierte Volksschullehrer Halldór wurde an einen Stuhl gefesselt, mit Benzin übergossen und samt seinem Wohnhaus verbrannt. Außer einer Halbschwester, die im Altersheim lebt, zu der er kaum noch Kontakt hatte, gibt es keine Verwandten. Nur schwierig gelangen Erlendur und sein Team an Informationen über seine Lebensumstände und seine Vergangenheit.
Somit bleibt keine andere Möglichkeit, die Ermittlungen zunächst auf die Schulen, an denen Halldór unterrichtete zu konzentrieren. Die zunehmende Gewaltbereitschaft der Schüler scheint dem alten Lehrer zu schaffen gemacht zu haben. Im Laufe der Ermittlungen kommt der Verdacht auf, dass Halldór sich an Schülern vergangen hat. Liegt hier das Motiv???
Vorsichtige Annäherung an ein heikles Thema.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von john aus Plauen
Dieses Buch rund um den ersten Fall von Kommissar Erlendur Sveinsson ist einfach nur... brillant! Es zeigt Island mal von einer anderen Seite. Der Krimi ist in einem schönen dunklen gruseligen Ton gehalten, der jedem das Herz schneller schlagen lässt. Die Fälle des ermordeten Lehrers und seinem ehemaligen Schüler werden von Indridason geschickt und mit einem überraschend-schaurigen Ende zusammengebracht.
1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von AnnBritt aus Berlin
Nachdem ich vom letzen Buch enttäuscht war, hat er mit diesem Roman wieder ein Spitzenprodukt abgeliefert.
Der Mord an einem Lehrer und ein ehemaliger Schüler begeht Selbstmord. Was wie ein Zufall aussieht, hat dennoch Berechnung. Von der schweren Kindheit der Schüler wird erzählt, die einem Medizinexperiment zum Opfer fallen und einen Lehrer haben der pädophile Neigungen hat. Am Ende offenbart sich ein Skandal den es auf Island noch nie gegeben hat. Ein fazinierendes Buch das ich innerhalb von 2 tagen durchgelesen habe. Absolut empfehlenswert!
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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Nordermoor, Todeshauch, Engelstimme, Der Schwarm, ansonsten Mankell, Tursten, Wahlberg, Slaughter (bei mir stapeln sich die Bücher)
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