Kurzbeschreibung:
3881041656LangtextWas haben Drachenkämpfe mit Menstruation und matriarchalen Kulturen zu tun? Welche Märchen und Mythen geben uns Hinweise auf das Blut der Frauen, und wie können Frauen die Kraft der Menstruation wiederentdecken, sie in kreative Energie verwandeln und lustvoll damit leben? Luisa Francia ist den Drachenkampfmythen nachgegangen und hat verblüffende Parallelen zwischen alten Sagen und Märchen über Drachen und Menstruation gefunden. Sie gibt Anregungen zu Übungen und Ritualen, Trancen und Spielen, mit denen Frauen ihre besondere Kraft in der Zeit der Menstruation entdecken und entwickeln können.
9783881041553LangtextEinst war sie die mächtigste Gestalt der Göttintriade Jungfrau-Mutter-Greisin. Ihre Symbolik und ihre Kulte ermöglichten es den Menschen, Schicksal, Tod, Zerstörung und Furcht sinnvoll in ihr Leben zu integrieren und sich eine Vorstellung von Transformation, Wiedergeburt, Erneuerung und Kreativität zu bilden. Welche Auswirkungen hatte daher der Versuch, den zyklisch notwendigen, zerstörerischen Aspekt der Muttergöttin, den Tod selbst zu verdrängen und ihn durch das "ewige Leben" unter der Herrschaft eines ausserirdischen Vaters zu besiegen?
Barbara G. Walker plädiert dafür, die in den Untergrund verdrängte und deshalb unbewusst wirksame Gestalt der Weisen Alten ins Bewusstsein zurückzuholen - und das mit erweitertem analytischem Verstand.
9783881043564LangtextGutachterInnen, Jugendämter und Gerichte verfahren nach dem Grundsatz: Der Vater hat ein Recht auf sein Kind, das Kind braucht den Vater für eine unbeschädigte Entwicklung. Mütter werden deshalb gezwungen, der gemeinsamen elterlichen Sorge, mindestens aber dem Umgang des Vaters mit dem Kind zuzustimmen. Selbst bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch wird die Verweigerung des Umgangs von den Behörden nicht akzeptiert; wenn ein Kind Angst hat und seinen Vater nicht sehen will, drücke es nicht eigene Bedürfnisse aus, sondern sei von seiner Mutter. Mütter und Kinder werden, zum Teil mit hohen Zwangsgeldandrohungen und ohne Rücksicht auf körperliche und seelische Schäden, zum Kontakt mit erziehungsungeeigneten, oft gewalttätigen Vätern gezwungen. Das Buch "Verrat am Kindeswohl" gibt den Erfahrungen der Mütter Raum. Ihre Berichte, ergänzt und bestätigt durch Fragebogenauswertungen, Fachbeiträge und rechtliche und praktische Materialien, beschreiben die Gefahr für viele Kinder und die Dramatik der Situation. Das Buch will Öffentlichkeit herstellen, Institutionen wie Gerichte und Jugendämter aufklären, vor allem aber die Mütter stärken und so einen Beitrag leisten, die Praxis zugunsten des Kindeswohls zu verändern.
9783881043618LangtextHaben Sie sich schon darüber gewundert, dass Ihnen Kleider Ihrer Grösse immer seltener passen, obwohl Sie nicht zugenommen haben? Finden Sie es merkwürdig, dass die Models immer dünner werden, während Männer von weiblichen Kurven träumen? Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Frauen immer lächeln und Männer sich in der U-Bahn so breit machen? Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Männer beim Händchenhalten immer die Oberhand behalten? In diesem Buch finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Fragen zum Verhältnis der Geschlechter. Es ist ein Plädoyer für den selbstbewussten und kritischen Umgang mit Selbstverständlichkeiten, für die Entwicklung eines gesunden Misstrauens gegenüber vorschneller Zufriedenheit mit dem bereits Erreichten. Auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur unterschiedlichen Körpersozialisation und zur Körpersprache der Geschlechter und anhand gut nachvollziehbarer Alltagsbeobachtungen und -analysen wird gezeigt: Die alte Geschlechterordnung ist nicht pass. Sie wird heute nur anders errichtet und aufrechterhalten als früher. Wie, mit welchen Mitteln und Methoden sie etabliert wird und warum diese so ausserordentlich erfolgreich sind, damit setzt sich die Autorin intensiv auseinander und zeigt an umfangreichem Bildmaterial, wie wir selbst durch unbewusste Muster unseres Verhaltens die altbekannte Ordnung der Geschlechter immer wieder aufs neue herstellen. Was können wir dem entgegensetzen? Wie können wir aus diesen Strukturen ausbrechen? Je mehr wir in unserer Selbstdarstellung und Kommunikation auf diese Zeichen zurückgreifen, um so grösser ist unser individueller Beitrag zur Aufrechterhaltung der alten Geschlechterordnung. Je weniger wir dies tun, um so grösser ist unsere individuelle Freiheit.
9783881043618InhaltsverzeichnisI. Geschlecht, Macht, Körpersprache: Eine Einleitung II. Hautnah: grundlegende Erfahrungen mit der Geschlechterdifferenz
1. Seelenhunger nach Berührung 2. Erste Differenzerfahrungen: Es ist ein Mädchen! Ich bin ein Junge!
3. "Muttern" und "Vatern": typische Unterschiede im Umgang mit Kindern
4. Selbstbehauptung und Selbstverlust: der Umgang mit unerwünschten Berührungen
5. Seelenmord: Grenzüberschreitungen durch Bezugspersonen
Hiebe statt Liebe
Die Sexualisierung von Gewalt
Sexueller Missbrauch: Väter als Täter
Sozialpsychologische Voraussetzungen: der Antiochus-Komplex und das Westermarck-Prinzip
III. Körperideale: Macht, Status, Sex appeal
1. Die Macht der Ideale
2. Superman forever: das männliche Körperideal
3. Von "Venus" zu "Barbie": das weibliche Körperideal
4. Schlachtfeld Körper: Hungern für die Schönheit
5. Das Sado-Ritual-Syndrom
6. Atemberaubend? Sexualisierung und Fetischisierung
7. Glatt und weich wie ein Baby-Popo: Die Infantilisierung des weiblichen Körpers
8. Die nackte Wahrheit: Kleider machen Leute
IV. Körpersprache: die verborgene Dimension
1. Verhaltensregulierung im Spannungsfeld von Macht, Status, Rolle und Geschlecht
2. Geschlechterzeichen
Funktion und Bedeutung
Haltung: Dominanz und Unterwerfung
Gestik: Macht und Unsicherheit
Blicke: Interesse und Dominanz
Mimik: Expressivität und Selbstbeherrschung
3. Beziehungsmanagement: Rituale der Geschlechterordnung
Männliche Vorrechte
Grössenrelation als Kriterium der heterosexuellen Partnerwahl
Der kleine Unterschied: "männliche" und "weibliche" Bindungsformen
Heterosexuelle Intimität
V. Räume: symbolische Bedeutung und geschlechtliche Codierung 1. Die symbolische Bedeutung von Räumen 2. Männlichkeit und "Territorialität" 3. Die Verbannung der Frauen aus der Öffentlichkeit 4. Proxemik: die Wissenschaft von den Zwischenräumen 5. Gute Nähe, schlechte Nähe: die geschlechtliche Codierung des persönlichen Raums 6. Invasionen 9783881043441Langtext"Eine matriarchale Ästhetik oder Kunst ist nicht an ein Geschlecht gebunden, sie besitzt jedoch eine zu allen Ästhetiktheorien und Kunstformen andersartige Perspektive: Gesellschaft und Kunst nicht unter der Herrschaft des Mannes, sondern als Schöpfung der Frau. Dies zu Ende zu denken ist viel radikaler als die allzu rasch ausgrenzenden und verkürzenden Weiblichkeitsutopien."
9783881043441LeseprobeDas anhaltende Interesse meiner Leserinnen und Leser an diesem Buch hat bewirkt, dass es in seiner ersten Version fünf Auflagen erlebte (von 1982-1991) und nun in dieser neuen, vollständig überarbeiteten Version wieder erscheinen kann. Ich freue mich darüber und sage den LeserInnen und den Verlegerinnen Dank.
Dieses Buch enthält zwei Essays und eine Reihe von konkreten Beispielen aus dem mittlerweile grossen Bereich der Frauenkunst. Der erste Essay "Die Muse im Ghetto" setzt sich kritisch mit der Geschichte der Kunst und Kunsttheorien im Patriarchat auseinander. Der zweite Essay "Die tanzende Muse" gibt eine kurze Theorie der matriarchalen Kunst und ist damit eine matriarchale Ästhetik. Im dritten Teil interpretiere ich Beispiele aus der heutigen Frauenkunst, die einigen Kriterien matriarchaler Kunst entsprechen und sich damit der matriarchalen Ästhetik annähern. Mit diesen Beispielen erhebe ich nicht den Anspruch irgendeiner Art von Vollständigkeit - das kann nur ein Lexikon zeitgenössischer Frauenkunst leisten - sondern es kam mir lediglich auf einige wenige exemplarische Darstellungen an. Ich habe deshalb die Beispiele aus der ersten Version dieses Buches beibehalten, da sie mir typisch und noch immer gültig erscheinen, und sie durch ein paar neuere Beispiele ergänzt. Diese sollen in aller Kürze meine Thesen zur matriarchalen Ästhetik erhellen, so dass diese anschaulich werden. Ich verbinde damit jedoch weder ein Werturteil über die Kunst von Frauen, die ich aufgenommen habe, noch über diejenige Kunst von Frauen, die ich nicht aufgenommen habe. Denn ich verstehe mein Buch nicht als eine Kunstkritik, sondern als eine Theorie der matriarchalen Kunst.
Ganz abgesehen davon gibt es - bei der Umfassendheit, die matriarchale Kunst hatte - heute noch keine Kunst-"Werke", welche diese Ästhetik ganz erfüllen. "Werke" als verdinglichte Kunstäusserungen vermögen dies sowieso in keinem Fall, da matriarchale Kunst ein Prozess ist. Manche Kunstäusserungen von Frauen heute nähern sich diesem prozessualen Charakter matriarchaler Kunst an, aber sie können - wegen der Strukturen des patriarchalen Kunstbetriebs, in denen sie befangen bleiben - noch nicht matriarchale Kunst in der vollen Bedeutung sein. Den vierten Teil der ersten Version dieses Buches habe ich weggelassen, denn er ist überholt. Ich hatte darin eine matriarchale Kunst-Utopie formuliert, die konsequent Kunst und matriarchale Spiritualität wieder verbindet und die Einbettung von Kunst in den rituellen Zusammenhang eines matriarchalen Festes aufzeigt. Damals, im Jahr 1982, war dies noch eine Vision, ich hatte damals keine Ahnung, wie dies entstehen könne. Ab 1983 begann ich dann selbst, gemeinsam mit immer neuen Frauen, mit denen ich von Jahr zu Jahr zusammenwirkte, diese Vision von matriarchaler Kunst zu verwirklichen. Damit begründete ich eine völlig eigenständige und genuine Form matriarchaler Kunst, nämlich die neuen Matriarchalen Mysterienfeste(c). Sie beruhen auf dem Fundament meiner Matriarchatsforschung, wodurch ich ihnen grösstmögliche Authentizität zu geben versuche. Nach mittlerweile fast zwei Jahrzehnten Arbeit damit sind sie nun z
Beschreibung der Redaktion:
"Dunkle Spiegel" ist ein philosophisches Buch über Orakel, das sich von ideologischen Bezügen jeder Art entfernt. Im ersten Teil geht es um den freien Umgang mit dem eigenen Leben. Um die Verbindung zum ursprünglichen Wahrnehmen und Fühlen, in dem das Glück der natürliche Sinn des Lebens ist. Um die Tradition der Orakelpriesterinnen und weisen Frauen. Nicht Gut und Böse, Schuld und Sühne, Opfer und Erlösung werden da bearbeitet, sondern die Impulse, die zwischen allen Wesen schwingen.
"Dunkle Spiegel" ist ausserdem ein praktisches Tarotbuch, mit dessen Hilfe Leserinnen ihre eigene Deutung der Karten oder anderer Orakeltechniken entwickeln können. Deshalb gibt es im zweiten Teil die tägliche Meditation mit Karten und alle möglichen Arten, sie zu legen.