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Roman von Fjodor M. Dostojewskij (buch)
von einer Kundin oder einem Kunden
Um mal all den ausführenden und mit Allerlei hier und da gespickten Empfehlungen entgegen zu treten empfehle ich Ihnen Fjodor Michailowotsch in der Rowohlt Monografie kennenzulernen und sich über Zeit und Themen ein Bild zu manchen, einen Eindruck zu genehmigen und dann am Anfang zu beginnen( Erniedrigte und Beleidigte als meinen persönichen Tip), um sich dann langsam aber sicher dem Buch zu nähern von dem Hermann Hesse meinte:" Dass ein einziger Mensch die Brüder Karamasow schrieb grenzt an ein Wunder"
Genießen Sie den Meister der Meister
Rezension von Zitronenblau Top-100 Rezensent
Wie soll man dieses Meisterwerk nur angemessen würdigen? Vermutlich ist es an dieser Stelle nicht möglich, doch einige unstrukturierte Worte sollen fallen: "Die Brüder Karamasoff" behandelt eine vielzahl von Themen, der Roman wird daher auch als polyphon bezeichnet. Im Vordergrund stehen die Brüder Mitja (Soldat), Wanja (Rationalist) und Aljoscha (Kleriker) und der Mord am Vater, einem kapitalistischen Possenreißer. Dazu Unterhandlungen und klassiche Motive: Macht/Geld, Liebe/Eifersucht, Glaube/Wahn etc. Dostojewski vereint noch einmal alle seine Themen in diesem Werk und schafft mit dem "Großinquisitor" einen weltliterarischen Superlativ, der bis heute nichts an Aktualität und philosophischer Tiefe verloren hat und in meinen Augen auch ein Kulminationspunkt der Handlung darstellt: die Theodizee und die Frage nach dem Alles-ist-erlaubt-Prnzip ("Schuld und Sühne"). Besonders wichtig wird dadurch der "Justizirrtum" (12. und letztes Buch), der vor dem Hintergrund Gottes als oberste Richterinstanz in Frage gestellt wird, zugleich aber die Unzulänglichkeit irdischer Gerichtsbarkeit persifliert. Dieser Roman ist in erster Linie ein biblischer Roman, ein religionspatriotischer Roman, ein Roman, der die Dunkelheit des europäischen Nihilismus zu durchleuchten sucht. Er ist hinreichend rezeptiert worden, daher nur noch Folgendes: Dostojewkis Süffisanz und Humor kompensiert die Tragik und philosophische Vertikalität des Buches und macht es dramaturgisch zu einem unausweichlichen Sog, aus dem der Lesende nicht mehr herauskommt...
Rezension von Sandra
Ungeheure Gefühle, wirre, aber auch äusserst genaue Gedankengänge und Personen, von allen Seiten durchleuchtet - das ist grosse Weltliteratur!
Dostojewsky schreibt so gestochen scharf, dass es stellenweise geradezu grotesk wirkt.
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Erscheint in neuer Auflage
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