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Der Mann ohne Eigenschaften ...

Der Mann ohne Eigenschaften 1

Erstes und zweites Buch. Roman. Hrsg. v. Adolf Frise von Robert Musil (buch)

Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, Anfang Dreißig, sportlich trainiert, Mathematiker, Philosoph, ein sich passioniert in Frage stellender Nicht-Held, ist Musils Experimentator, Vordenker. Seine Mit- und Gegenspieler exemplifizieren vielfältige Varianten menschlichen Verhaltens: ... weiterlesen
  • buch.ch-Verkaufsrang:1.273
  • ISBN-10:3-499-13462-4
  • EAN:9783499134623
  • Erscheinungstermin:02.05.1994
  • Verlag:Rowohlt Taschenbuch
  • Einband:Taschenbuch
  • Kundenbewertung:
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:22. Auflage
  • Seiten:1056
  • Gewicht:618 g
  • Reihe:rororo Taschenbücher

Kurzbeschreibung:

Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, Anfang Dreißig, sportlich trainiert, Mathematiker, Philosoph, ein sich passioniert in Frage stellender Nicht-Held, ist Musils Experimentator, Vordenker. Seine Mit- und Gegenspieler exemplifizieren vielfältige Varianten menschlichen Verhaltens: Repräsentanten der führenden Kreise, der Großkapitals, der Wiener Ballhausplatz-Diplomatie, Reformer, Schwärmer ...

Beschreibung der Redaktion:

"Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, Anfang Dreissig, sportlich trainiert, Mathematiker, Philosoph, ein sich passioniert in Frage stellender Nicht-Held, ist Musils Experimentator, Vordenker. Seine Mit- und Gegenspieler exemplifizieren vielfältige Varianten menschlichen Verhaltens: Repräsentanten der führenden Kreise, der Grosskapitals, der Wiener Ballhausplatz-Diplomatie, Reformer, Schwärmer, potentielle Revolutionäre, Nymphomaninnen, eine esoterische Salonkönigin, ein unzurechnungsfähiger Sexualmörder, eine anrührend wahnbesessene Nietzsche-Anbeterin. Ulrichs faszinierende Partnerin, seine Schwester Agathe, verführt ihn zu einem der kühnsten Liebesexperimente (´der letzten Liebesgeschichte´) der Weltliteratur." (Adolf Frisé)

Pressestimmen:

"Musils Buch besitzt die hinreissenden Romaneigenschaften: Anschaulichkeit noch in der unsinnlichsten Reflexion, Heiterkeit bis zu tanzendem Übermut, gründlichen Humor, der kaum an ein oder zwei Stellen geringere Humoristika passieren lässt, und vor allem einen Reichtum und Witz des Vergleichs und der Bilder, wie er in der deutschen Literatur, mindestens seit Gottfried Keller, nicht seinesgleichen hat." (W. E. Süskind)
Robert Musil:
(seit 1917 Edler von M.), geboren am 6.11.1880 in Klagenfurt, stammte aus einer altösterreichischen Beamten- , Gelehrten- , Ingenieurs- und Offiziersfamilie. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Militärsausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er 1903-08 in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über den Theoretiker des naturwissenschaftlichen Positivismus Ernst Mach zum Dr. phil. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. 1911-14 war er Bibliothekar, 1914 Redakteur der "Neuen Rundschau". Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der "Soldatenzeitung" und zuletzt im Kriegspressequartier. 1918-22 lebte er als Beamter in Wien, danach als freier Schriftsteller, Theaterkritiker und Essayist in Wien und Berlin. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15.04.1942 starb.
Adolf Frise:
Adolf Frise, geboren 1910, gestorben 2003, ist Autor von Theaterstücken und Romanen. Nach 1945 Zeitungsredakteur (Politik und Feuilleton) in Hamburg, zuletzt Kulturredakteur beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt als Leiter der Literaturredaktion.
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„Superlativ!”

01.12.2011

von einer Kundin oder einem Kunden

Gewiss, mit Superlativen sollte man vorsichtig sein und sie nicht allzu leichtfertig vergeben. Doch gibt es Bücher, bei denen sich ein solcher regelrecht aufdrängt. Musils „Mann ohne Eigenschaften“ zählt dazu. Es ist für mich der geistreichste Roman mindestens des 20. Jahrhunderts. Dabei hört man bisweilen, der Roman sei schwierig, unlesbar oder gar ein Buch nur für (intellektuelle) Angeber – alles nicht wahr! Wer sich auf dieses unvollendete Werk einlässt und – vor allem – sich den Luxus gönnt, es langsam zu lesen, wird reich belohnt, u. a. mit einer einzigartigen sprachlichen Ausdruckskraft, die es vermag, auch für abstrakteste Sachverhalte noch ein anschauliches, originelles Bild zu finden.

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„VORSICHT!!!! keine spannende Handlung vorhanden!”

13.07.2011

von einer Kundin oder einem Kunden

"Der Mann ohne Eigenschaften" von Musil ist meiner Meinung nach eines der besten Bücher des 20. Jahrhunderts, vielleicht sogar überhaupt. Allerdings sollte man keine spannende Handlung im herkömmlichen Sinne erwarten, sondern Spaß an langen (philosophischen) Diskussionen und ausgefeilten Charakter- und Sittenporträts haben. Für Literaturanfänger ist dieser Roman also weniger geeignet. Wenn man allerdings in die Welt der Wiener Gesellschaft kurz vor dem 1. Weltkrieg eintauchen möchte, ist er nur zu empfehlen.

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„Ein ganzer Kosmos auf 1000 Seiten”

12.10.2004

Rezension von David Zilles aus 56290 Mörsdorf

Robert Musil ist ein faszinierendes Kunsstück gelungen. In einer Epoche, in der sich liebgewonnene Glaubensinhalte und Überzeugungen des menschlichen Lebens immer mehr verflüchtigen und nichts mehr sicher zu sein scheint, lässt er seinen 'Helden' Ullrich (zunächst unfreiwillig) anlässlich eines kaiserlichen Jubiläums auf die Suche gehen nach einer großen Idee, die von Österreich aus die ganze Welt inspirieren und die ganze Menschheit zu ihrem Besten anspornen soll. Natürlich ist es kein leichtes Unterfangen, eine solche Idee zu konkretisieren und umzusetzen, so dass Ullrich und seine Mitstreiter sich immer wieder tiefgehende Diskussionen liefern, in die deutlich der individuelle Lebenshintergrund eines jeden von ihnen einfließt. Und obwohl viel diskutiert und wenig entschieden wird, leuchtet an erstaunlich vielen Stellen schlicht Wahrheit hervor. Ullrichs Forderung nach einem 'Generalsekretariat der Genauigkeit und Seele' steht dann auch für das tiefe Bedürfnis im Menschen, trotz aller Erkenntnis und reduktionistisch dekonstruierender Wissenschaft eines unbedingt aufrechtzuerhalten: die Seele des Menschen als das letztlich Einzige, in dem die tatsächlich größte Idee der Menschheit repräsentiert ist. So heißt es dann auch als Motto des zweiten Bandes: 'die Geschichte der Welt ist mindestens zur Hälfte eine Liebesgeschichte'. Ein faszinierendes Buch, das so tief ins Leben eindringt, das man das Gefühl hat, mit den Romanfiguren zusammen darin zu leben.

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