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von Siegfried Unseld Thomas Bernhard (buch)
von einer Kundin oder einem Kunden
Als kleine Sensation ist der endlich erschienene Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und seinem legendären Verleger Siegfried Unseld zu bezeichnen - dieser setzt im Herbst 1961 ein und endet (eher unsanft) im Herbst 1988. Dazwischen findet sich ein durch den Verlag gut editiertes Auf und Ab, das vor allem viel über den Literaturbetrieb der 60er, 70er, 80er Jahre, das Verhältnis Autor-Verleger bereitstellt, aber auch offenlegt, wie ungeheuer wichtig eine starke Verlegerpersönlichkeit ist (strategisches, kaufmännisches Geschick und Gespür für Tendenzen in der Gegenwartsliteratur), um als Autor sehr erfolgreich zu sein. Ohne Bernhard den höchsten schriftstellerischen Rang abzusprechen, ist die Leistung Unselds anhand des Briefwechsels sicher in ein neues Licht zu rücken - abgesehen davon finden sich in diesem Briefwechsel Daten und Fakten (direkt aus der Buchhaltung des Verlages = Veraufszahlen, Abrechnungen etc.), die genügend Stoff für so manches Germanistik-Seminar bereithalten. Unnötig zu erwähnen, dass sich der Schlagabtausch zwischen Unseld und Bernhard ungemein witzig liest. Dieses Buch wird Ihnen auf jeden Fall viel Freude bereiten - garantiert.
von einer Kundin oder einem Kunden
Wenn Sie Thomas Bernhards Werk schätzen. Wenn Sie mal etwas amüsantes über bzw. von Thomas Bernhard lesen wollen. Wenn Sie wissen wollen, warum Siegfried Unseld den Nobelpreis für Geduld hätte verliehen bekommen müssen, dann greifen Sie zu diesem Briefwechsel. Ich mußte laut über Bernhard lachen, wollte vor Unselds Langmut niederknien. Dank gebührt dem Verlag für die Herausgabe der Briefe, die es uns erlauben einmal einen neuen Blick auf Bernhard zu werfen.
von einer Kundin oder einem Kunden
Lange genug hat es gedauert, nun ist der lange angekündigte Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und seinem Verleger Siegfried Unseld endlich im Suhrkamp Verlag erschienen.
In der sehr schön gemachten Ausgabe kann man ganze Abende verbringen, man kann lachen, den Kopf schütteln und sich immer wieder wundern, welche Geduld Siegfried Unseld seinem Autor entgegengebracht hat. Einem Autoren, dem es nur schwerlich und selten recht zu machen war.
"Sie haben in meinen Rolls-Royce ["Alte Meister"] nur einen Liter Normalbenzin gegossen und ihn stehen lassen, während Sie in den Opel-Kadett Ihres Freundes vier bis fünf Zusatztanks haben einbauen und mit Superbenzin haben anfüllen lassen."
Und am Endedes Bandes:
Lieber Siegfried Unseld, wenn Sie, wie Ihr Telegramm lautet, "nicht mehr können", dann streichen Sie mich aus Ihrem Verlag und aus Ihrem Gedächtnis. Ich war sicher einer der unkompliziertesten Autoren, die Sie jemals gehabt haben.
Ein Stück Literaturgeschichte.
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