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Das Spinnennetz

Roman
KurzbeschreibungJoseph Roths Erstling >Das Spinnennetz Mit hellsichtigem Scharfblick erkennt Roth die faschistische Gefahr in der Gestalt eines Theodor Lohse, die exemplarisch ist für die enttäuschten, der sicheren Führung beraubten, im Grunde lebensuntüchtigen und feigen Mitläufer seiner ... weiterlesen
  • Kundenbewertung:Bewertung
  • ISBN-10:3-423-13171-3
  • EAN:9783423131711
  • Veröffentlichungsdatum:Februar 2004
  • Einband:kartoniert/broschiert
  • Verlag:dtv
  • Gewicht:145 g
  • Abbildungsvermerk:19,5 cm
  • Sprache:Deutsch
  • Reihe:dtv-Taschenbücher
  • Seiten:128

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Kurzbeschreibung zu: "Das Spinnennetz"

Joseph Roths Erstling >Das Spinnennetz< ist der fünfte Band in der neu bei dtv erscheinenden Joseph-Roth-Edition, die einen der bedeutendsten deutschsprachigen Erzähler des 20. Jahrhunderts für unsere Zeit aufbewahrt. Im Mittelpunkt steht Leutnant Lohse, ein enttäuschter Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg. In Berlin gerät er in die Umtriebe rechtsradikaler Organisationen und Geheimbünde, in die politischen Kämpfe jener Jahre zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum und Proletariat. In verschiedenen Rollen arbeitet er für eine geheime Organisation, deren Zentrale in München ist und die Verbindungen unterhält zu Ludendorff und Hitler.
Mit hellsichtigem Scharfblick erkennt Roth die faschistische Gefahr in der Gestalt eines Theodor Lohse, die exemplarisch ist für die enttäuschten, der sicheren Führung beraubten, im Grunde lebensuntüchtigen und feigen Mitläufer seiner Generation. Unverkennbar zeigt sich schon in diesem Roman die Handschrift Roths in der visionären Sicht seiner Darstellung, in der Leidenschaft seiner zeitkritischen Haltung als Skeptiker und Revolutionär, in seinem moralischen Rigorismus.
>Das Spinnennetz<, Debüt eines großen Schriftstellers, konfrontiert den Leser mit einem Roman, dessen zeitgeschichtliche Bedeutung heute noch oder gerade wieder gültig ist.

Beschreibung von: "Das Spinnennetz"

Joseph Roths erster Roman erschien kurz vor Hitlers Putschversuch in München - und nahm die Wirklichkeit vorweg.

In der Gestalt des jungen Leutnant Lohse, der sich nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin als Hauslehrer verdingen muss, führt er visionär und exemplarich die entstehende Generation der Mitläufer vor. Enttäuscht und führungslos werden sie zu willigen Helfern des Rechtsradikalismus.


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Bewertung «Deutschland, Deutschland»  von Polar TOP100-Rezensent aus Aachen (08.12.2007):

Wie entwurzelt die Soldaten aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrten, wie sie zur leichten Beute von Rechtsradikalen wurden, beschreibt Joseph Roth in seinem meisterhaften Roman Das Spinnennetz. Sein Erscheinungsdatum weist fast prophetisch in die düstere Zukunft, die Deutschland im Dritten Reich erwartete. Wer sich heute fragt, wie es in diesem Land soweit hat kommen können, sollte Das Spinnennetz lesen. Der Riss, der nach dem ersten Weltkrieg sich durch Deutschland zog, und führte zu Kämpfen, in denen sich Gruppierungen und politische Parteien voller Haß begegneten. Die Rollen waren fest verteilt und die jeweilig andere Seite die Ausgeburt des Bösen. Wer wollte da abseits stehen? Nach der Entwurzelung des Kriegs keine neue Heimat finden? In der Person des Soldaten Lohse warnt Roth vor dem heraufziehenden Faschismus, deren Bodensatz die Enttäuschung, die Erniedrigung ihn zu einem Mitläufer vorherbestimmt. Diese Gefahr besteht zu allen Zeiten. Auch wenn die Geschichte uns eines Besseren belehren sollte. Damit wir das nicht vergessen, sollten wir immer wieder zu Büchern wie Das Spinnennetz von Joseph Roth greifen.

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