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Das Herz der Tänzerin
 

Das Herz der Tänzerin

Roman von Victoria Hislop (buch)

Eine Liebe in Zeiten des Krieges, ein dunkles Geheimnis, das Generationen überdauertAls Sonia nach Spanien reist, ahnt sie nicht, wie sehr die Geschichte des Landes auch das Schicksal ihrer Familie geprägt hat. Immer tiefer taucht Sonia ein in die Vergangenheit der Familie ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-453-29069-0
  • EAN:9783453290693
  • Erscheinungstermin:03.08.2009
  • Verlag:Diana Verlag
  • Einband:gebunden
  • OriginaltitelThe Return
  • Kundenbewertung:
    (Durchschnitt aus 8 Rezensionen )
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  • Sprache:Deutsch
  • Seiten:512
  • Gewicht:700 g
  • Übersetzer:Angelika Felenda

Kurzbeschreibung:

Eine Liebe in Zeiten des Krieges, ein dunkles Geheimnis, das Generationen überdauert


Als Sonia nach Spanien reist, ahnt sie nicht, wie sehr die Geschichte des Landes auch das Schicksal ihrer Familie geprägt hat. Immer tiefer taucht Sonia ein in die Vergangenheit der Familie Ramírez, eine Vergangenheit, die auch für Sonia Folgen hat ...


Spanien in den frühen dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts: Die vier Kinder der Familie Ramírez aus Granada sind dabei, ihre Träume zu verwirklichen. Mercedes, die jüngste Tochter, liebt den Tanz über alles. Aber erst als sie den Gitarristen Javier Montero trifft, wird sie durch seine Musik zur erfolgreichsten Flamencotänzerin des Landes. Jede Bewegung zeugt von ihrer Zuneigung füreinander, jede Note besingt ihre grosse Liebe. Doch nach der Machtübernahme Francos bleibt nichts, wie es war. Die Familie droht an den politischen Konflikten zu zerbrechen, Mercedes und Javier verlieren sich in den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges. Fieberhaft begibt sich die Tänzerin auf die gefährliche Suche nach dem Geliebten ...


Jahrzehnte später erfährt die zweiunddreissigjährige Sonia bei einem Spanienaufenthalt von der berührenden Liebe in Zeiten des Krieges. Fasziniert nimmt sie die Spuren der Vergangenheit auf, ohne zu wissen, wie sehr Mercedes' Schicksal mit ihrem eigenen verwoben ist ...


Nach ihrem internationalen Bestseller "Insel der Vergessenen" erzählt Victoria Hislop erneut voller Intensität und Poesie von einer grossen Liebe, die vom Unheil überschattet wird.


Zusatzinformationen (Autorenportrait):

Victoria Hislop unterrichtet Englisch an einem College in Oxford und schreibt unter anderem Reiseberichte für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Ihr Debütroman Insel der Vergessenen (Diana 2007) hat sich allein in Grossbritannien eine Million Mal ve
Granada, 1937


Das leise Klicken einer zufallenden Tür drang durch die Stille der dunklen Wohnung. Ausser dem Vergehen, zu spät zu kommen, hatte das Mädchen auch noch die Sünde begangen, seine Heimkehr verheimlichen zu wollen.
"Mercedes! Wo um Himmels willen bist du gewesen?", herrschte sie eine Stimme im Flüsterton an.
Ein junger Mann trat aus dem Schatten in die Diele, und das Mädchen, kaum älter als sechzehn, stand mit gesenktem Kopf, die Hände hinter dem Rücken, vor ihm.
"Warum kommst du so spät? Warum tust du uns das an?" Er zögerte, hin- und hergerissen zwischen vollkommener Verzweiflung und bedingungsloser Liebe für das Mädchen.
"Und was versteckst du da? Als könnte ich mir das nicht denken."
Sie streckte die Hände aus. Zum Vorschein kam ein Paar abgenutzter schwarzer Schuhe, deren Leder so weich wie Menschenhaut und deren Sohlen so dünn wie Papier waren.
Erfasste das Mädchen behutsam an den Handgelenken und hielt es fest. "Bitte, ich bitte dich zum allerletzten Mal ...", beschwor er sie.
"Es tut mir leid, Antonio", erwiderte sie ruhig und sah ihn an. "Ich kann es nicht lassen. Ich kann einfach nicht."
"Es ist zu gefährlich, mi querida, es ist zu gefährlich."


Granada, 2001


Die beiden Frauen, die als letzte Zuschauer eingelassen wurden, nahmen ihre Plätze ein, und der missmutige gitano schob entschlossen die Riegel vor die Tür.
Fünf Mädchen mit pechschwarzen Haaren, üppige Rockschleppen hinter sich herziehend, betraten die Bühne. Sie trugen eng anliegende Kleider in flammendem Rot und Orange, stechendem Grün und Ockergelb. Die leuchtenden Farben, der Cocktail aus schweren Düften, ihr plötzliches Erscheinen und hochmütig aufreizender Gang hatten etwas Überwältigendes. Hinter ihnen folgten drei Männer, von oben bis unten in düsterem Schwarz wie zu einer Beerdigung.
Dann änderte sich die Stimmung. Ein leises Klatschen durchbrach die Stille, ein Mann strich mit den Fingern über die Saiten seiner Gitarre. Ein anderer brach in einen tiefen Klagelaut aus, der schliesslich in Gesang überging. Die raue Stimme passte zu dem schäbigen Ort und dem zerklüfteten pockennarbigen Gesicht. Nur der Sänger und seine Truppe verstanden das obskure Patois, aber die Zuschauer spürten die Bedeutung des Liedtextes. Es ging um verlorene Liebe.
Fünf Minuten vergingen auf diese Weise, während die etwa fünfzig Zuschauer in einer von Granadas cuevas im Dunkeln auf harten Bänken sassen und den Atem anhielten. Das Lied hatte keinen eindeutigen Schluss - es verklang einfach -, und die Mädchen nahmen dies als Stichwort, mit überaus sinnlichem Gang, den Blick starr auf die Tür vor ihnen gerichtet und ohne die Anwesenheit der fremden Zuschauer auch nur wahrzunehmen, wieder abzutreten. Ein Hauch von Bedrohung lag in dem dunklen Raum.
"War es das?", fragte eine der Zuspätgekommenen flüsternd.
"Ich hoffe nicht", antwortete ihre Freundin. Ein paar Minuten lang herrschte fieberhafte Spannung, bis ein wunderbarer, anhaltender Ton erklang. Keine Musik, sondern eher ein leises Rasseln: der Klang von Kastagnetten.
Eine der jungen Frauen kehrte zurück. Mit den Füssen den Takt stampfend, ging sie den schmalen Raum entlang, und die Volants ihres Kostüms fegten über die staubigen Schuhe der Touristen in der ersten Reihe. Ihr Kleid in leuchtendem Orange mit grossen schwarzen Tupfen lag so eng um Taille und Busen an, dass die Nähte spannten. Sie trat auf die Holzplatte, die als Bühne diente, und trommelte mit den Absätzen einen eindringlichen Rhythmus - eins-zwei-eins-zwei-eins-zwei-drei-eins-zwei-drei ...
Dann hob sie die Hände, und der hohle, schnarrende Ton der Kastagnetten setzte ein, während sie begann, sich langsam zu drehen. Und während sie sich drehte, trommelten ihre Finger auf die kleinen schwarzen Scheiben in ihren Händen. Die Zuschauer waren wie gebannt.
Begleitet wurde sie vom klagenden Lied eines Sängers, der den Blick zu Boden gesenkt hielt. Wie in Trance drehte sich die Tänzerin weiter. Falls sie sich innerlich auf die Musik einliess, gab sie es nicht preis, und falls sie das Publikum wahrnahm, merkte es nichts davon. Ihr Gesicht drückte höchste Konzentration aus, und ihre Augen blickten in eine Welt, die nur sie sehen konnte. Der Stoff unter ihren Armen verfärbte sich dunkel, und an ihren Brauen sammelten sich Schweissperlen, während sie immer schneller und schneller rotierte.
Der Tanz endete, wie er begonnen hatte, mit einem entschiedenen Aufstampfen als Schlusspunkt. Ihre Hände waren nach oben gestreckt, der Blick auf das niedrige Deckengewölbe gerichtet. Den Applaus schien sie gar nicht wahrzunehmen, für sie hätte das Publikum genauso gut nicht anwesend sein können. Es war merklich warm geworden im Raum, und die Zuschauer in den vorderen Reihen atmeten die betörende Mischung aus moschusartigem Duft und Schweiss ein, den die Tänzerin verströmte.
Noch während sie die Bühne verliess, trat eine andere junge Frau auf. Diese zweite Tänzerin hatte etwas Ungeduldiges an sich, als wolle sie die Sache schnell hinter sich bringen. Wieder verschwammen schwarze Tupfen vor den Augen der Zuschauer, diesmal auf glänzendem Rot, und Kaskaden schwarzer Locken fielen der Frau übers Gesicht, die ausser den dick mit Kajalstift umrandeten Augen alles verdeckten. Diesmal gab es keine Kastagnetten, sondern nur endlos sich wiederholendes Klappern der Absätze: Klacka tacka tacka, klacka tacka tacka ...
Die Bewegung ihrer Füsse, von der Ferse auf die Zehen und wieder zurück, geschah in rasender Geschwindigkeit. Ihre festen schwarzen Schuhe mit den hohen Absätzen und eisenbesohlten Spitzen schienen auf der Bühne zu vibrieren. Der Sänger verstummte eine Weile und sah zu Boden, als könnte ihn ein Blick aus den Augen der dunklen Schönheit zu Stein erstarren lassen. Es liess sich nicht sagen, ob der Gitarrist ihrem Stampfen folgte oder ob er ihr den Rhythmus vorgab. Die Verständigung zwischen den beiden verlief für andere unsichtbar. Provokant hob sie die schwere Schleppe ihres Kleids und entblösste wohlgeformte Beine in schwarzen Strümpfen, was die rasante Geschwindigkeit ihrer Fussarbeit noch betonte. Der Tanz steigerte sich zu einem Crescendo, als sich die Frau wie ein Derwisch um sich selbst drehte. Eine Rose, die in ihrem Haar steckte, flog ins Publikum. Sie beugte sich nicht hinunter, um die Blume aufzuheben, sondern ging schon von der Bühne ab, bevor sie zu Boden fiel.
Victoria Hislop unterrichtet Englisch an einem College in Oxford und schreibt unter anderem Reiseberichte für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Ihr Debütroman Insel der Vergessenen (Diana 2007) hat sich allein in Grossbritannien eine Million Mal ve
Victoria Hislop:
Victoria Hislop lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Kent und schreibt unter anderem Reiseberichte für verschiedene Zeitungen und Frauenzeitschriften. Überdies unterstützt sie die Hilfsorganisation LEPRA.
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„eine Liebesgeschichte im spanischen Bürgerkrieg”

13.11.2011

Rezension von Segler und Bücherfan Top-100 Rezensent

Victoria Hislop schreibt eine spannende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des spanischen Bürgerkriegs nach der Machtübernahme durch General Franco in den frühen Dreißigern des 20. Jahrhunderts. Sonia, deren Mutter Spanierin ist, reist nach Spanien und erfährt dort etwas über die Liebe von der Flamenco Tänzerin Mercedes. Diese veliert in den Wirren des Krieges ihren geliebten Javier und kommt bei der Suche nach ihm in gefährliche Situationen. Sonia begibt sich Jahrzehnte später auf die Spuren dieser Tänzerin und kommt selber in ebenfalls gefährliche Situationen.
Sie merkt zu Anfang nicht wie sehr ihr Schicksal mit der von Mercedes verwoben ist.
Es wird zwar eine Liebesgeschichte erzählt, aber der Hauptinhalt ist der spanische Bürgerkrieg. Wer sich dafür interessiert, dem kann ich das Buch sehr empfehlen.

3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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„eine Liebesgeschichte im spanischen Bürgerkrieg”

13.11.2011

Rezension von Segler und Bücherfan Top-100 Rezensent

Victoria Hislop schreibt eine spannende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des spanischen Bürgerkriegs nach der Machtübernahme durch General Franco in den frühen Dreißigern des 20. Jahrhunderts. Sonia, deren Mutter Spanierin ist, reist nach Spanien und erfährt dort etwas über die Liebe von der Flamenco Tänzerin Mercedes. Diese veliert in den Wirren des Krieges ihren geliebten Javier und kommt bei der Suche nach ihm in gefährliche Situationen. Sonia begibt sich Jahrzehnte später auf die Spuren dieser Tänzerin und kommt selber in ebenfalls gefährliche Situationen.
Sie merkt zu Anfang nicht wie sehr ihr Schicksal mit der von Mercedes verwoben ist.
Es wird zwar eine Liebesgeschichte erzählt, aber der Hauptinhalt ist der spanische Bürgerkrieg. Wer sich dafür interessiert, dem kann ich das Buch sehr empfehlen.

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„Große Leidenschaft!”

03.09.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Aus dieser Geschichte sprüht dem Leser die pure Leidenschaft entgegen! Leidenschaft wie sie so typisch ist für Länder wie Spanien. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eben diese Emotion zum Ausdruck zu bringen. Aber es ist hier nicht nur die Rede von Leidenschaft im positiven Sinne, wie etwa beim Flamenco tanzen. Nein, es wird ebenso über die negative Leidenschaft gesprochen, die so typisch ist für Fanatiker wie Franco. Und diese zweite Leidenschaft hat schon unendlich viel Elend über die Menschheit gebracht.
Sonia, eine junge Engländerin mit spanischen Wurzeln, reist mit ihrer besten Freundin für einen Kurzurlaubnach Granada. Die beiden wollen dort Tanzunterricht nehmen. In einer Bar kommt Sonia mit dem alten Besitzer ins Gespräch, der ihr anhand der Familiengeschichte der Flamencotänzerin Mercedes Ramírez die Geschichte Spaniens zu Zeiten des Bürgerkrieges erzählt.
Zusammen mit Sonia wird der Leser gefesselt vom Unfassbaren, das der alte Miguel erzählt. Eine Geschichte voll von unvorstellbarem Schmerz und Leid und – Leidenschaft.
Anfangs weiß Sonia nicht, wie eng ihre eigene Geschichte mit der von Mercedes Ramírez verbunden ist. Mit Fortschreiten von Miguels Erzählung beschleicht sie jedoch eine Ahnung, die sich immer mehr zur Gewissheit verdichtet …
Dieses Buch ist sehr beeindruckend. Victoria Hislop erzählt mit ihrem Roman gleich drei Geschichten auf einmal: die Geschichte einer spanischen Familie, eine Liebesgeschichte und die Geschichte Spaniens, geschrieben mit dem Blut Tausender Spanier.
Es hat mich fasziniert, wie vielschichtig dieses Buch ist. Anfangs plätschert die Geschichte an der Oberfläche dahin, gewinnt aber sehr schnell und unerwartet an Tiefe. Ab diesem Punkt hat mich das Buch nicht mehr losgelassen. Fast atemlos habe ich immer weiter gelesen und mich fesseln lassen.

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„einfach schön”

03.03.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Sonia reist mit ihrer Freundin Maggie nach Spanien. Natürlich um Flamenco zu lernen.
In einer Bar in Granada lernt sie Miguel kennen. Der alte Mann erzählt ihr die Geschichte der Flamencotänzerin Mercedes und ihrer Familie. Am Anfang ahnt sie nicht, wie sehr das Schicksal von Mercedes mit dem Ihren verknüpft ist.

"Das Herz der Tänzerin" ist ein wunderschönes Buch. Unbedingt lesen!

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„Eine traurige aber auch schöne Geschichte”

02.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

War mein erstes Buch von ihr, hat mir aber so gut gefallen, dass ich mir ihr anderes sicher anschauen werde
Es ist spannend, hat einen historischen Hintergrund und auch eine Liebesgeschichte ist darin enthalten.
Und mit all dem schafft die Autorin es, das das Buch nicht kitschig, wird sonder einfach schön zum lesen ist.
Ich persönlich konnte mal wieder nicht aufhören.

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„Das Herz der Tänzerin”

15.10.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Dieses Buch lege ich allen ans Herz, die gerne Familiengeschichten lesen und sich für die Geschichte Spaniens interessieren.
Eine junge Frau macht Urlaub in Spanien und erfährt dort von der tragischen Geschichte der Familie Ramirez. Sie taucht ein die 30er Jahre, in die Zeit des Franco-Regimes, ohne zu ahnen, dass auch ihre Familiengeschichte damit verbunden ist.
Fesselnd, spannend...ein tolles Buch (nicht nur) für den Urlaub.

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„Tolle Unterhaltung mit viel Hintergrundinformationen”

26.08.2009

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent

In ihrem ersten Roman "Insel der Vergessenen" hat sich Victoria Hislop mit der jüngeren kretischen Geschichte beschäftigt. In ihrem zweiten Roman hat sie sich dieses Mal den spanischen Bürgerkrieg als Thema ausgesucht. Und wieder ist ihr ein ausgesprochen eindringlicher Roman gelungen. Mit hat er sogar noch besser als der erste gefallen! Sie erzählt die tragische Geschichte der Familie Ramirez, die aus der Mutter Concha und dem Vater Pablo sowie ihren vier Kindern Antonio (einem Lehrer), Ignacio (einem Stierkämpfer), Emilio (einem homosexuellen Gitarristen) und Mercedes (einer begnadeten Flamencotänzerin) besteht. Die Familie hat in Granada ein Café "El Barril", in dem die Gäste aller unterschiedlichen politischen Couleur verkehren. Die Eltern als auch ihr ältester Sohn Antonio stehen auf der Seite der zweiten Republik während der zweitälteste Sohn Ignacio sich während des Bürgerkriegs auf die Seite der Faschisten stellt. Als Franco 1936 putscht fällt Granada früh an die Faschisten und für die Familie Ramirez beginnt eine extrem leidvolle Zeit, wobei sie auf Grund der unterschiedlichen politischen Einstellungen fast auseinander bricht. Es ist eine fiktive Geschichte, die aber hervorragend recherchiert ist und somit mit Sicherheit stellvertretend für viele spanische Schicksale dieser Zeit steht. Victoria Hislop hat es geschafft, dieses Leid und Grauen, was damals geherrscht hat, in einen ausgesprochen spannenden Roman zu verpacken. Für mich ist dieses Buch innerhalb von kurzer Zeit das dritte Buch zu diesem Thema gewesen und es hat mir weitere Einblicke und Hintergründe in diese relativ kurze Zeitspanne vermittelt. Es hat vielleicht nicht die literarische Qualität von Jaume Cabrés "Die Stimmen des Flusses" und Almudena Grandes "Das gefrorene Herz", aber es ist ein wirklich toller Lesestoff, der mir sehr viel Wissenswertes vermittelt hat. Es ist die richtige Lektüre für alle Judith Lennox Leserinnen. Absolut empfehlenswert!

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„Ein Stück spanischer Geschichte leidenschaftlich und spannend erzählt”

12.08.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Sonne, Strand und Meer – das ist es wohl, was den meisten zuerst zum Thema Spanien einfällt. Vielleicht auch noch der Flamenco. Doch die wenigsten wissen wahrscheinlich etwas über die spanische Geschichte. So wie Sonia, deren Mutter zwar Spanierin war, die aber trotzdem kaum etwas über die Vergangenheit des Landes und ihrer Familie weiß. Bis sie bei einem Kurzurlaub in Granada den Barbesitzer Miguel trifft und sich von ihm in die schicksalhafte Geschichte der Familie Ramirez erzählen lässt, die genau dort zur Zeit der Machtübernahme Francos lebte. Erfahren Sie mit Sonia zusammen alles über den spanischen Bürgerkrieg, die ergreifende Liebesgeschichte der jüngsten Ramirez-Tochter Mercedes, die bedeutende Rolle des Flamenco und welche Spuren die Vergangenheit bis heute hinterlassen hat. Spanien einmal anders – spannend und voller Leidenschaft reißt der Roman den Leser so mit, dass er meint, die Kastagnetten klappern zu hören. Mein Tipp: Machen Sie es sich mit einem café con leche gemütlich, stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Bar in Andalusien, und lassen auch Sie sich von Miguels Erzählung mitreißen!

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