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Das Haus - House of Leaves
 

Das Haus - House of Leaves

Mit e. Einleit. u. Anm. v. Johnny Truant von Mark Z. Danielewski (buch)

Nachdem Navidson bei einer ersten Erkundung dieser Räume fast den Rückweg nicht mehr findet, holt er Hilfe - ein Ingenieur und ein professioneller Höhlenforscher sollen die unermesslichen Räume im Hausinneren erforschen helfen. Und immer läuft die Kamera mit - und zeichnet ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-608-93777-3
  • EAN:9783608937770
  • Erscheinungstermin:Dezember 2009
  • Verlag:Klett Cotta
  • Einband:gebunden
  • OriginaltitelHouse of leaves
  • Kundenbewertung:
    (Durchschnitt aus 4 Rezensionen )
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:2. Auflage
  • Seiten:797
  • Gewicht:1484 g
  • Übersetzer:Christa Schuenke, Olaf Schenk

Kurzbeschreibung:

Nachdem Navidson bei einer ersten Erkundung dieser Räume fast den Rückweg nicht mehr findet, holt er Hilfe - ein Ingenieur und ein professioneller Höhlenforscher sollen die unermesslichen Räume im Hausinneren erforschen helfen. Und immer läuft die Kamera mit - und zeichnet auf, was über den Verstand aller Beteiligten geht und ganze Generationen von Filmkritikern und Kinogängern schaudern lassen wird. ...
"Willkommen in der Hölle. Es erwartet Sie das volle Programm." Mark Z. Danielewski
"Ein grossartiger Roman. Ein phänomenales Debüt. Hinreissend lebendig, auf erhabene Weise unheimlich, in erschütterndem Masse furchteinflössend, atemberaubend intelligent - es lässt fast alle anderen Werke bedeutungslos erscheinen ..."
Bret Easton Ellis
Pressestimmen
"Wie Melvilles "Moby Dick", Joyces "Ulysses" und Nabokovs "Fahles Feuer" ist Danielewskis "Das Haus - House of Leaves" ein ausgesprochen kühnes vielschichtiges Werk. Sein formaler Einfallsreichtum und das unglaubliche Erzähltempo stellen alles in den Schatten."
San Diego Union Tribune
"Danielewskis wunderbarer erster Roman ist komisch, bewegend, erotisch, grossartig erzählt ..."
New York Times Book Review
"Dieser Roman mag zwar aussehen wie Frankensteins Monster, wie ein einziges grosses Flickenwerk, aber er lebt. Er lebt!"
Washington Post
"Dieser Roman ist ein grosses Lesevergnügen, eine Art postmodernes Spiegelkabinett, in dem der Leser zum Komplizen des Autors wird."
Newsweek

Beschreibung der Redaktion:

Nachdem Navidson bei einer ersten Erkundung dieser Räume fast den Rückweg nicht mehr findet, holt er Hilfe - ein Ingenieur und ein professioneller Höhlenforscher sollen die unermesslichen Räume im Hausinneren erforschen helfen. Und immer läuft die Kamera mit - und zeichnet auf, was über den Verstand aller Beteiligten geht und ganze Generationen von Filmkritikern und Kinogängern schaudern lassen wird.
"Einleitung

Ich hab immer noch Alpträume. Oft sogar - so oft, dass ich mich langsam dran gewöhnt haben müsste. Hab ich aber nicht. An Alpträume gewöhnt man sich nicht.

Zuerst hab ich s ne Zeitlang mit allen nur erdenklichen Pillen probiert. Irgendwas, das die Angst eindämmen kann. Excedrin PM, Melatonin, L-Tryptophan, Valium, Vicodin, jede Menge Sachen aus der Familie der Barbiturate. Die Liste war ganz schön lang, häufig auch gemischt, oft eins zu eins, mit dem einen oder anderen Schuss Bourbon und paar Pfeifen Gras, um die Lunge aufzurauen, oder mitunter sogar mit'nem wabernden Kokstrip ins Land des Selbstvertrauens. Hat alles nichts gebracht. Eins scheint jedenfalls ziemlich sicher: Das Labor, das clever genug ist, um den Chemikaliencocktail zusammenzurühren, den ich brauche, das gibt's überhaupt noch nicht. Wer dieses Schätzchen mal entwickelt, der hat echt den Nobelpreis verdient.

Ich bin so müde. Der Schlaf treibt mich jetzt schon so lange vor sich her, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wann das angefangen hat. Und daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern. Leider, denn das ist keine erfreuliche Aussicht. Ich sage"leider", weil es mal eine Zeit gab, da hab ich das Schlafen richtig genossen. Eigentlich hab ich permanent geschlafen. Das war, bevor mein Freund Lude mich früh um drei geweckt hat und meinte, ich soll mal eben rüberkommen. Wer weiss, vielleicht wär ja heute alles ganz anders, wenn ich damals das Telefon nicht gehört hätte. Ich denk da oft drüber nach.

Ungefähr einen Monat vor dieser schicksalhaften Nacht hatte Lude mir nämlich von dem alten Mann erzählt. (Stimmt das eigentlich? Schicksal? Mit Haft hatte es todsicher nichts zu tun. Oder eben doch?) Ich suchte damals grade eine neue Wohnung, weil ich Probleme mit meinem Vermieter hat te, der eines Morgens in der Überzeugung aufgewacht war, er wäre Charles de Gaulle. Als er mir das verkündete, war ich so was von baff, dass ich, ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken, erwiderte, meiner unmassgeblichen Meinung nach habe er nicht die geringste Ähnlichkeit mit einem Flughafen, obwohl ich die Vorstellung, mit einer 757 auf ihm zu landen, eigentlich ganz hübsch fände. Worauf er mir prompt gekündigt hat. Ich hätte mich natürlich wehren können, aber das Haus war eh die reinste Irrenanstalt, und ich warfroh, dass ich da rauskam. Die Woche drauf hat Chuckie de Gaulle die Immobilie übrigens in Brand gesteckt. Und der Polizei hat er erzählt, dass da eine 757 draufgestürzt ist.

In den folgenden Wochen suchte ich von meinem Sofa aus nach einer neuen Bleibe irgendwo in der Ecke zwischen Santa Monica und Silverlake und liess mir dabei von Lude erzählen, was mit dem Alten bei ihm im Haus los war. Der Typ wohnte im ersten Stock mit Blick auf einen grossen, verwilderten Hof. Er hatte Lude wohl erzählt, dass er bald stirbt. So richtig ernst hab ich das alles nicht genommen, obwohl es eigentlich auch nicht so was war, was man gleich wieder vergessen konnte. Ich hab damals einfach gedacht, Lude will mich verarschen. Er neigt nämlich zu Übertreibungen. Schliesslich fand ich eine Wohnung in Hollywood und verfiel wieder in meinen geisttötenden Alltagstrott als Praktikant in einem Tattoo-Studio.(...)"
Christa Schuenke:
Christa Schuenke, geboren 1948 in Weimar, studierte Englisch und Französisch in Leipzig und absolvierte ein Philosophiestudium in Berlin. Sie ist seit 1978 als literarische Übersetzerin aus dem Englischen und Amerikanischen aktiv. Einen Namen machte sie sich vor allem mit Klassikerübertragungen, darunter William Shakespeare, John Donne, Herman Melville, John Keats oder Edgar Allan Poe. Dafür wurde sie u.a. mit dem Christoph-Martin-Wieland-Preis und dem Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. Christa Schuenke lebt in Berlin.
Mark Z. Danielewski:
Mark Z. Danielewski wurde 1966 als Sohn des polnischen Filmregisseurs Tad Danielewski geboren. Mit seinem Debütroman »House of Leaves«, an dem er über zehn Jahre gearbeitet hat, schuf er das erste Kultbuch des 21. Jahrhunderts. Seine Schwester, die Sängerin / Songwriterin Poe, hat zu dem Roman das Erfolgsalbum »Haunted« veröffentlicht. Sein zweiter Roman, »Only Revolutions«, wurde für den National Book Award nominiert.
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„Das Haus - House of Leaves”

01.04.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Angeregt durch den geheimnisvollen Titel, aber auch durch die ungewöhnliche Aufmachung, begann ich, dieses Buch zu lesen - und war schon nach den ersten Seiten von der
Handlung gefesselt.
Wenn Sie Hochspannung der literarischen Art mögen, es jedoch Leid sind, daß diese mittels Stömen von
Blut erzeugt wird und wenn Sie auf die Herausforderungen eingehen, die dieses Werk auf den ersten Blick abverlangt, verspreche ich Ihnen ein einzigartiges Leseerlebnis.
Der Autor versteht es hervorragend, moderne amerikanische Literatur mit dem klassischen Phantastischen Grauen im Stil eines Edgar Allen Poe wie eine Flickendecke zu einem ganz
neuen Stück Literatur zusammen zu setzen.
Nur Mut, es lohnt sich!

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„Ein vertracktes Romanlabyrinth voller Wahnsinn, Weisheit und Grauen!”

12.01.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Sätze, die auf dem Kopf stehen! Spiegelschrift! Ein einziges Wort auf einer Seite! Ein Loch durchbricht den Text! Ein Fehldruck?! Nein, das ist Danielewskis außergewöhnlicher Roman, der sich nicht nur als literarisches Prunkstück, sondern v.a. auch als typographisches Meisterwerk erweist. Das ist ein Gruselroman der besonderen Art! Danielewski fährt keine Monster auf, sein Grauen hat kein Gesicht. Sein Ungeheuer ist das labyrinthische Nichts, durch das seine Personen irren: dunkel, verschlungen, amorph aber leer, und doch unberechenbar, denn hinter jeder neuen Tür könnte etwas lauern.
Dieses Buch balanciert in vielerlei Hinsicht auf einer Grenze zwischen Welten.
Im doppelten Sinne werden wir eingehüllt in die Wirren eines „House of leaves“, aus dem Danielewski uns auch mit dem Beenden des Buches nicht freigibt. Was also ist Realität und was Erfindung? Die Grenze zwischen Authentizität und Innovation verschwimmt und der Leser verliert sich unwiederbringlich in dieser surrealen Anderswelt. Und beim Umblättern wird man sich immer fragen: Sieht man nun endlich ein Licht am Ende des Korridors oder ist jede Seite doch nur eine weitere Tür zu einem Gang, der vorher noch nicht da war? Und was geschieht, wenn wir den Roman zurück in’s Regal stellen? Wird es an der wohl vertrauten Wand, in diesem uns scheinbar wohl vertrauten Haus überhaupt noch ein Regal geben?
Danielewski Grauen ist subtil und so ungreifbar wie das Labyrinth selbst. Unbedingt lesen!

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„Hereinspaziert!”

25.03.2009

Rezension von Leopold Streimelweger aus St. Pölten

"Das Haus" lädt ein zur Besichtigung! Aber vergessen Sie alles, was Sie über Häuser wissen, denn in diesem regiert der Wahnsinn!
Dies bemerkt auch der Journalist Navidson, der den Einzug seiner Familie in "das Haus" filmisch dokumentiert. Bald schon erkennen die Bewohner, dass "das Haus" innen größer ist als außen und ein riesiges Labyrinth beherbergt. Navidson startet mit Freunden eine Expedition und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.
Ein unglaublich vielschichtiges Buch, dessen Textbild sich genauso wie das Labyrinth ständig verändert. Die einzige Konstante ist der subtile Wahnsinn, der sich durch alle Kapitel zieht.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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„Grusel auf absolutem Top-Niveau”

21.10.2007

Rezension von Ralf! aus Nürnberg

Im Stile einer wissenschaftlichen Arbeit beschreibt Danielewski eine Grusel-Haus-Story der Spitzenklasse. Das Werk wimmelt nur so von Fußnoten und beeindruckt durch immer wieder überraschenden Satz. Immer auch mit Hintergrund steht plötzlich nurmehr ein Wort isoliert auf einer Seite oder der Text springt von einem Eck zum nächsten.

Das Buch wurde mir von einem Bekannten empfohlen, der die ca. 900 Seiten an einem Wochenende durchgesaugt hat. Ich bin normalerweise kein Freund von derartigen Wälzern, aber auch ich habe nur sieben Tage gabraucht, weil das Buch einfach so irre packend ist.

Ich warne allerdings: Der Anspruch des Buches ist schon recht hoch, wer auf profane Grusel-Stories steht, der sollte sich lieber fern halten... All denen, die sich an Horror mit Niveau erfreuen: EIN MUSS!!!

3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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