Zu Valentin portofrei vom 01.02.2012-09.02.2012
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Mit e. Einleit. u. Anm. v. Johnny Truant von Mark Z. Danielewski (buch)
von einer Kundin oder einem Kunden
Angeregt durch den geheimnisvollen Titel, aber auch durch die ungewöhnliche Aufmachung, begann ich, dieses Buch zu lesen - und war schon nach den ersten Seiten von der
Handlung gefesselt.
Wenn Sie Hochspannung der literarischen Art mögen, es jedoch Leid sind, daß diese mittels Stömen von
Blut erzeugt wird und wenn Sie auf die Herausforderungen eingehen, die dieses Werk auf den ersten Blick abverlangt, verspreche ich Ihnen ein einzigartiges Leseerlebnis.
Der Autor versteht es hervorragend, moderne amerikanische Literatur mit dem klassischen Phantastischen Grauen im Stil eines Edgar Allen Poe wie eine Flickendecke zu einem ganz
neuen Stück Literatur zusammen zu setzen.
Nur Mut, es lohnt sich!
von einer Kundin oder einem Kunden
Sätze, die auf dem Kopf stehen! Spiegelschrift! Ein einziges Wort auf einer Seite! Ein Loch durchbricht den Text! Ein Fehldruck?! Nein, das ist Danielewskis außergewöhnlicher Roman, der sich nicht nur als literarisches Prunkstück, sondern v.a. auch als typographisches Meisterwerk erweist. Das ist ein Gruselroman der besonderen Art! Danielewski fährt keine Monster auf, sein Grauen hat kein Gesicht. Sein Ungeheuer ist das labyrinthische Nichts, durch das seine Personen irren: dunkel, verschlungen, amorph aber leer, und doch unberechenbar, denn hinter jeder neuen Tür könnte etwas lauern.
Dieses Buch balanciert in vielerlei Hinsicht auf einer Grenze zwischen Welten.
Im doppelten Sinne werden wir eingehüllt in die Wirren eines House of leaves, aus dem Danielewski uns auch mit dem Beenden des Buches nicht freigibt. Was also ist Realität und was Erfindung? Die Grenze zwischen Authentizität und Innovation verschwimmt und der Leser verliert sich unwiederbringlich in dieser surrealen Anderswelt. Und beim Umblättern wird man sich immer fragen: Sieht man nun endlich ein Licht am Ende des Korridors oder ist jede Seite doch nur eine weitere Tür zu einem Gang, der vorher noch nicht da war? Und was geschieht, wenn wir den Roman zurück ins Regal stellen? Wird es an der wohl vertrauten Wand, in diesem uns scheinbar wohl vertrauten Haus überhaupt noch ein Regal geben?
Danielewski Grauen ist subtil und so ungreifbar wie das Labyrinth selbst. Unbedingt lesen!
Rezension von Leopold Streimelweger aus St. Pölten
"Das Haus" lädt ein zur Besichtigung! Aber vergessen Sie alles, was Sie über Häuser wissen, denn in diesem regiert der Wahnsinn!
Dies bemerkt auch der Journalist Navidson, der den Einzug seiner Familie in "das Haus" filmisch dokumentiert. Bald schon erkennen die Bewohner, dass "das Haus" innen größer ist als außen und ein riesiges Labyrinth beherbergt. Navidson startet mit Freunden eine Expedition und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.
Ein unglaublich vielschichtiges Buch, dessen Textbild sich genauso wie das Labyrinth ständig verändert. Die einzige Konstante ist der subtile Wahnsinn, der sich durch alle Kapitel zieht.
1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Rezension von Ralf! aus Nürnberg
Im Stile einer wissenschaftlichen Arbeit beschreibt Danielewski eine Grusel-Haus-Story der Spitzenklasse. Das Werk wimmelt nur so von Fußnoten und beeindruckt durch immer wieder überraschenden Satz. Immer auch mit Hintergrund steht plötzlich nurmehr ein Wort isoliert auf einer Seite oder der Text springt von einem Eck zum nächsten.
Das Buch wurde mir von einem Bekannten empfohlen, der die ca. 900 Seiten an einem Wochenende durchgesaugt hat. Ich bin normalerweise kein Freund von derartigen Wälzern, aber auch ich habe nur sieben Tage gabraucht, weil das Buch einfach so irre packend ist.
Ich warne allerdings: Der Anspruch des Buches ist schon recht hoch, wer auf profane Grusel-Stories steht, der sollte sich lieber fern halten... All denen, die sich an Horror mit Niveau erfreuen: EIN MUSS!!!
3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
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