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Auf den Marmorklippen

Auf den Marmorklippen

Roman. Nachw. v. Heimo Schwilk von Ernst Jünger (buch)

Bruder Minor und Bruder Otho leben gemeinsam zurückgezogen in ihrer Klausein der Marina, einer Gegend, die an mediterrane Landschaften erinnert,an den Schwarzwald und die Region um den Bodensee: eine arkadische Landschaft,deren Verbindung von nordeuropäischen und südeuropäischen ... weiterlesen
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:6. Auflage
  • Seiten:150
  • Gewicht:153 g
  • Reihe:Ullstein-Bücher, Allgemeine Reihe

Kurzbeschreibung:

Bruder Minor und Bruder Otho leben gemeinsam zurückgezogen in ihrer Klausein der Marina, einer Gegend, die an mediterrane Landschaften erinnert,an den Schwarzwald und die Region um den Bodensee: eine arkadische Landschaft,deren Verbindung von nordeuropäischen und südeuropäischen Elermenten einenmythischen Raum entwirft. Hier erforschen die Brüder die Botanik und legenin jahrelanger Arbeit ein umfangreiches Herbarium an. Bedroht wird dieIdylle durch den Oberförster, dessen im tiefen Wald versteckte ReviereZufluchtsort für Verbrecher und Ausgestossene aller Art sind - auch derRattenfänger von Hameln soll mit den verführten Kindern dort hin gezogensein. Auf einer ihrer Exkursionen in die Wälder entdecken die Brüder die>>Köppelsblek>Schinderhütte>Spiegels des Nigromontanus>Sicherheitdes Nichts<<. Durch ihre guten Beziehungen gelingt ihnen die Ausreise überdas Meer in das nicht weit entfernte Alta Plana, wo sie von früheren Freundenwarmherzig empfangen werden. Das Schicksal der Marina hingegen bleibt imDunkeln.
Ernst Jünger:
Ernst Jünger, geboren in Heidelberg am 29. 3. 1895, war Soldat in der Fremdenlegion, dann in der Reichswehr und der Wehrmacht. Er ist der Bruder von Friedrich Georg J.; seine Schriften "In Stahlgewittern" (Tageb., 1920), "Der Kampf als inneres Erlebnis" (Essay, 1922) und "Feuer und Blut" (En., 1925) gelten als Verherrlichung von Soldatentum und Krieg. Später Schriften gegen Gewalt und Macht. Jüngers Teilzeitideologien sind bis heute ebenso umstritten wie seine literarischen Werke, u. a. "Der Friede" (Essay, 1945), "Eine gefährliche Begegnung" (R., 1985), "Zwei Mal Halley" (Tageb., 1987); "Die Schere" (Schriften, 1990). 1982 erhielt er den Frankfurter Goethe-Preis.
Heimo Schwilk:
geboren 1952, Dr. phil., ist Autor zahlreicher Bücher über Politik und Literatur. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Leben und Werk Ernst Jüngers, u.a. veröffentlichte er 1988 eine Bildbiografie über den Autor. 1991 wurde er mit dem renommierten Theodor-Wolff- Preis für herausragenden Journalismus ausgezeichnet. Heimo Schwilk ist leitender Redakteur der »Welt am Sonntag« und lebt in Berlin.
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„Jüngers bekanntestes Buch”

13.10.2009

Rezension von Zitronenblau Top-100 Rezensent

Das 1939 veröffentlichte Buch "Auf den Marmorklippen" gehört wohl zu den bekanntesten Werken aus Jüngers ohnehin polarisierendem Œvre. Hierin zeigt sich nicht nur sein formales Können als Tagebuchautor, sondern durchaus auch ein Talent fürs Erzählerische, fürs stilistisch Höherwertige. Diese Höherwertigkeit äußert sich indes nicht nur in einem kontrovers programmatischen Ästhetizismus, sondern m. E. auch im zu detailverliebten Beschreiben der Märchenwelt. Da die Geschichte umfassend rezeptiert ist (bes. in Bezug auf den Nationalsozialismus), enthalte ich mich eines Kommentares zum Inhalt. Letztlich möchte ich darauf hinweisen, dass ich im Stil einen perfektionistischen Manierismus erkenne, der den Ästhetizismus über das inhaltlich Geschehende stellt. Das wirkt beinahe schon wieder wie eine Glorifizierung der Macht, wie eine Apotheose des Kampfes um jene. Ich bin nicht sicher, ob ich Jünger nachvollziehen kann oder will.

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„Schöne Beschreibung,...”

13.01.2003

Rezension von K. Schulze aus Berlin

eines furchtbaren Ereignisses. Jünger beschreibt - so die gängige Interpretation - den Weg zur nationalsozialistischen Regierung mal ganz anders. Er verlegt die Geschehnisse in eine phantastische Welt, in die Marina. Hitler ist der Oberförster, der die Idylle stört. Jünger verarbeitet daneben noch viele Ereignisse seines eigenen Lebens.

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