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2666
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2666

Roman. Für den Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Übersetzung 2010 nominiert von Roberto Bolano (buch)

Das literarische Vermächtnis des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolano ist Gangster- und Bildungsroman, Science-Fiction und Reportage. weiterlesen
  • ISBN-10:3-446-23396-2
  • EAN:9783446233966
  • Erscheinungstermin:07.09.2009
  • Verlag:Hanser
  • Einband:gebunden
  • Originaltitel2666
  • Kundenbewertung:
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:10. Auflage
  • Seiten:1093
  • Gewicht:1161 g
  • Übersetzer:Christian Hansen

Kurzbeschreibung:

Das literarische Vermächtnis des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolano ist Gangster- und Bildungsroman, Science-Fiction und Reportage.

Beschreibung der Redaktion:

Literatur von einem anderen Planeten: Roberto Bolanos posthum erschienener Jahrhundertroman "2666" über die unaufgeklärte Mordserie an Frauen in Mexiko ist eine atemberaubende Reise ins finstere Herz der modernen Welt. Wir begeben uns auf die Suche nach dem Schriftsteller und ehemaligen Wehrmachtssoldaten Benno von Archimboldi, der in Santa Teresa, einer Wüstenstadt an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, verschwunden ist. Ebendort wurden Hunderte von Frauen Opfer von Vergewaltigung und Mord. Wer sind die Mörder, und was hat Archimboldi mit ihnen zu tun? Das literarische Vermächtnis des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolano ist Gangster- und Bildungsroman, Science-Fiction und Reportage.

Pressestimmen:

"Ein grosses, überschäumendes Werk, das die Wunden und den Gestank so wenig scheut und eben deshalb geradezu unbändig der Lebenslust huldigt." Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 05.09.09

"So grenzenlos einem des Autors Fantasie vorkommt, so klar, transparent und genau bleibt seine Sprache. Bolano nimmt seine Leser mit auf eine Höllenfahrt. Auf was für eine!" Christoph Kuhn, Tages-Anzeiger, 05.09.09

"Bolanos monumentaler Nachlassroman bestätigt den ausserordentlichen Rang des 2003 verstorbenen chilenischen Schriftstellers. (...) Wie Cervantes und Sterne, Melville und Proust, Musil und Pynchon sucht Bolano noch einmal die Totalität der Welt im Roman zu fassen. Es ist der Wahn einer aus den Fugen geratenen globalisierten Welt, gegen den Bolano die Literatur als Ordnungskraft, als Gegenentwurf und Verwandlungszauber ins Feld führt." Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 12.09.09

"Bolanos Vermächtnis ist ungeheuerlich. In der Nachfolge von Kafka, Borges und Cortázar begreift er Literatur als etwas Unausgegorenes. In '2666' zeigt er uns, was er damit meint. Er wagt sich hinab in die Grabkammern der Gegenwart und erzählt davon. Aufregender kann ein Roman nicht sein." Maike Albath, Frankfurter Rundschau, 15.09.09

"Ein gewaltiger Weltentwurf und darin kein falscher Ton: '2666' – der letzte, überwältigende Roman des Roberto Bolano." Eva-Christina Meier, Die Tageszeitung, 12.09.09

"Haarsträubende, wunderschöne, den Leser magisch in Bann ziehende Geschichten aus einer Welt hinter der Welt." Wolfgang Höbel, KulturSpiegel, 26.09.09
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„Grandios, aber betulich”

12.06.2011

von einer Kundin oder einem Kunden aus Denzlingen

Dieses Buch hatte das Pech, nach diversen anderen - teils wirklich genialen - Tausendseitern von mir angegangen zu werde, und im Vergleich dazu fiel der betuliche Erzählstil "Was später geschehen würde, sollten sie noch erfahren" etc. krass gegen Leute wie Jonathan Frantzen, William Gaddis, David Foster Wallace usw. ab als zwar wunderbar hartnäckig und unbeirrbar in sich ruhend, aber doch eben sehr konventionell, ohne echte Forderung der Erzählsprache. War ein richtiger Kulturschock, diese Wiederentdeckung der Gewöhnlichkeit und der Langsamkeit! Mag an der Übersetzung liegen, teilweise zumindest.
Ebenfalls negativ aufgestoßen ist mir die (mir als typisch männlich erscheinende) völlig undifferenzierte, leblose Schilderung von Sexualität und verwandten Regungen allgemein. So marionettenhaft. Die tun es einfach dauernd, und natürlich auch im Puff. Vollautomatisch. Als wäre Tun= Gelingen.
Diese zwei Umstände haben dazu geführt, dass ich bei etwa S. 300 vorerst aufgehört habe. Wahrscheinlich entgeht mir ein großes Buch. Und vielleicht raffe ich mich ja auch noch auf, den Rest zu lesen.

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„Literatur auf höchstem Niveau!”

29.10.2010

Rezension von Philipp Schneider

2666 – ein Kosmos für sich!

"Lesen ist wie denken, wie beten, wie mit einem Freund reden, wie seine Ideen darstellen, wie den Ideen der anderen lauschen, wie Musik hören (doch, doch), wie eine Landschaft betrachten, wie am Strand spazieren gehen." (Roberto Bolaño, 2666, Seite 317)

Der verstorbene chilenische Schriftsteller Roberto Bolaño schrieb mit 2666 einen wundervollen Roman, der den Leser in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt.

Jeder der fünf Teile des Buches erzählt mehrere Geschichten, versteckt in einer! Während der Leser im ersten Teil vier Literaturwissenschaftlern auf der Suche nach dem verschwundenen preußischen Schriftsteller und ihrem Idol Benno von Archimboldi folgt, lässt er sich im zweiten Teil von der Geschichte des Philosophieprofessoren Amalfitano, der ebenfalls Archimboldianer ist und den vier Literaturwissenschaftler bei der Suche nach ihrem Vorbild behilflich ist, begeistern. Doch dann wird er losgerissen, um sich dem dritten Teil hinzugeben, der von dem US-amerikanischen Journalisten Fate erzählt, der für eine Zeitung von einem Boxkampf in Mexiko berichtet. Aber auch hier verweilt der Leser nicht lange, denn im vierten Teil geht es um die spannende Geschichte einer Mordreihen an Frauen in der mexikanischen Stadt Santa Teresa. Und das große Finale, nämlich der fünfte Teil, reizt den Leser zum Lesen ohne Pause, denn hier wird das Rätsel um den Schriftsteller Benno von Archimboldi gelüftet.

Die Gemeinsamkeit in allen Teilen ist die Stadt Santa Teresa, die im Norden Mexikos, an der Grenze zu den USA, liegt. Die Literaturwissenschaftler reisen in die Stadt, da dort eine Spur von Archimboldi hinführt, Amalfitano lebt in Santa Teresa, der Boxkampf, über den Fate berichtet findet in Santa Teresa statt, der Frauenmörder verrichtet sein Werk in Santa Teresa und auch Archimboldi war in Santa Teresa. Santa Teresa, die Stadt des Grauens – so könnte man das Zentrum dieses Romans bezeichnen. Die Morde in dem Roman, die alle in Santa Teresa geschehen, gibt es wirklich, nämlich in der mexikanischen Stadt Ciuada Juárez, in der seit 1993 über 400 Frauen ermordet wurden!

Daher ist Bolaños Meisterwerk mehr als eine spannende und fesselnde Geschichte, sondern eine wahre, und keine idealisierte, Momentaufnahme der Welt - mit all ihren lauernden Gefahren und Abgründen! Aber auch die Menschen des 20. Jahrhunderts werden in seinem monumentalen, 1093 Seiten umfassenden Werk skizziert.

Bolaño versteht es wie kein zweiter, seine Leser zu fesseln und zu begeistern! Mit seinen spannenden Geschichten hält er den Leser dazu an, weiterzulesen – ohne Pause. Die tolle Sprache, die komplexen Sätze und wunderbaren Charaktere sind eine Bereicherung für die Literatur.

Mit seinem Vermächtnis „2666“ ist Bolaños größter Traum in Erfüllung gegangen: „Ich schreibe, weil ich geliebt werden und mich in der Unsterblichkeit verlieren will.“ Kaufen Sie sich dieses Buch und lassen Sie sich begeistern und mitreißen

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„Spanische Weltliteratur”

20.07.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

Roberto Bolano, 2004 mit gerade einmal fünfzig Jahren vor der Fertigstellung dieses Monumentalwerkes in Barcelona gestorben, überläßt uns mit 2666 einen Torso. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt dieses Werk zu vollenden, aber was er fertig gestellt hat verdient mehrere Blicke. Er schafft es auf 20 Seiten mehr zu sagen, als manch anderer Autor auf 200 Seiten. Dieser Roman ist wahrhaftig nichts für den Strand, den Urlaub oder für Zwischendurch. Wer sich aber einläßt auf dieses Buch, hat die Chance ein Meisterwerk der Moderne zu entdecken.
Ein grandioses Buch für jeden Liebhaber großer Literatur.

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„2666, hohe Kunst der Literatur”

29.06.2010

Rezension von Rudolf Vogt aus Köln

Bolagnos posthum veröffentliches Werk erzählt von drei Literaturwissenschaftlern die sich über die Beschäftigung mit einem Literaten näherkommen, von zahllosen Frauenmorden, von Liebe, Eifersucht und Sex. Und Bolagno erzählt einfach meisterlich.Bolagno erzählt seine Geschichten so dass er damit Geschichte (Literaturgeschichte) machen wird. An ihm werden sich die folgenden messen lassen müssen. Mein Favorit 2009!

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„Ein Abgrund”

09.03.2010

Rezension von Thomas Grützner aus Brig

Zweifellos manifestiert sich in "2666" eine erzählerische Dichte, die man so eigentlich nur in den Klasikern antreffen kann. Mit unglaublicher Akribie und Detailversessenheit webt Bolano ein komplexes Muster, bestehend aus hunderten Geschichten die sich mehr oder weniger alle lose um das Rückgrat des Buches winden, die Frauenmorde in der mexikanischen Stadt Santa Teresa. Obwohl das Buch immer wieder zum weiterlesen anregt, ist es nicht im eigentlichen Sinne als spannend zu bezeichnen, zu viele Längen prägen das Geschehen. Das Bild, das sowohl von den meisten Protagonisten als auch Landschaften gezeichnet wird, ist düster und abgründig. Die Botschaft die vermittelt wird ist die, dass der Mensch nichts weiter ist als ein triebgesteuertes Tier, das mordert, quält, vergewaltigt und Drogen konsumiert. Praktisch jeder der beschriebenen männlichen Figuren geht ins Bordell. Der Roman enthält aus meiner Sicht keine Botschaft der Hoffnung an das letztlich Gute im Menschen. Ganz im Gegenteil zu der zeitgenössischen russischen Literatur, die die Lebensrealität der Menschen häufig auch in drastischer und brutaler Sprache beschreibt, immer aber auch den inneren Zwängen der Menschen Rechnung trägt, und sie somit für den Leser identifizierbar werden lässt. Bolano lässt bewusst keine Sympathie mit den Figuren aufkommen, was dem Werk jede Wärme und sicher auch eine erzählerische Dimension raubt. Am Ende der Lektüre ist mir nicht klar, ob mich dieses Buch weitergebracht hat.

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„"2666" ist ein Feuerwerk der Erzählkunst”

25.02.2010

von einer Kundin oder einem Kunden

"2666", das ist eigentlich nicht ein Roman, es sind fünf Romane, die von fünf Richtungen aus auf die mexikanische Grenzstadt Santa Teresa zulaufen. "2666" besteht aus unzähligen Geschichten, die sich aus Nebengeschichten innerhalb von Nebengeschichten entwickeln, zum Teil Querverbindungen bilden, teilweise wieder zur Vorgeschichte zurückführen oder häufig nur als lose Enden im Raum stehen. Doch trotz der unzähligen losen Enden hatte ich beim Lesen nie den Eindruck, ich werde mit Belanglosem belästigt.
Bolaños Buch ist frei von Zugeständnissen; unfassbar gute, atemberaubende Literatur.
Unwillkürlich fragt man sich, was dieser Bolaño, der 2003 im Alter von fünfzig Jahren starb,wohl noch für Literatur hätte erschaffen können...

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„Für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre”

25.10.2009

von einer Kundin oder einem Kunden

Ein Meisterwerk aufgeteilt in fünf Bücher, die der Leser ohne weiteres auch in eigener Reihenfolge lesen kann. Und doch sind alle wundersam miteinander verwoben. Zum Einen durch den Handlungsort Santa Teresa, einer fiktiven (aber doch unter anderem Namen real existierenden) Stadt, an der amerikanisch-mexikanischen Grenze. Zum Anderen aber auch durch Personen, die in den verschiedenen Büchern wieder auftauchen, oder mit den Protagonisten dieser unmittelbar zu tun haben.
Im ersten Buch begegnen wir vier europäischen Literaturwissenschaftlern deren Wege sich auf der Suche nach einem mysteriösen Autoren immer wieder kreuzen und verbinden. Die Geschichte jenes mysteriösen Archimboldi wird dem Leser im fünften Buch erzählt.
Im vierten Buch offenbart sich das ganze Dunkle des Buches, Bolano konfrontiert den Leser mit einer Aufzählung von Frauenmorden, die in den Jahren 1993-97 in Santa Teresa verübt wurden.
Keine einfache und kurze, aber eine absolut lohnenswerte Lektüre, eines Buches, welches bleiben wird.

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„Die Welt, der Wahn und ein Versuch darüber”

05.10.2009

Rezension von Helga Ebenkofler

Es ist ein außergewöhnlicher, ein großartiger Roman, den R.Bolano kurz vor seinem Tod 2003 fertig geschrieben hat.
Die zwei Seiten lange Version einer Rezension hat hier leider nicht Platz, daher sei nur kurz die Thematik, um die es geht, angerissen. Es sind hunderte von Geschichten, die den Roman ausmachen, aber alle sind ineinander verwoben durch die beiden Hauptideen, die da sind: der Wahnsinn und das Verschwinden in all ihren Facetten.
Menschen verschwinden - willentlich oder durch gewaltsamen Tod; Aufmerksamkeit, Ethik, Moral und Empathie gehen verloren,
verschwinden in einem Sumpf der Korrumpierbarkeit und der Gewalt. Bolano erzählt von einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, einer Welt, in der der Wahnsinn zwar noch nicht alleine regiert, aber ohne Zweifel mitregiert. Hilflosigkeit, Unsicherheit, Selbstzweifel, Gleichgültigkeit, Hass, Grausamkeit, Mord sind die Steigerungsstufen des Wahnsinns.
Das bittere Fazit des Autors: je mehr wir wissen, je mehr Details bekannt sind, desto labyrinthischer und unverständlicher werden Individuum und Gesellschaft. Das einzige Mittel, mit dem der Mensch sich gegen den Wahnsinn stemmen kann, ist das Prinzip der aufgeklärten Vernunft. Nur klares und festes Denken sind eine Waffe gegen das große Durcheinander und das unerträglich Böse. Dementsprechend beharrt er, im Gegensatz zu manch anderem Autor, sich nicht im gleichermaßen wahnsinnigen, sprachlosen Gebrabbel zu verlieren, sondern einen klaren, nüchternen Stil und präzise Worte für Ereignisse und Dinge zu finden.
"2666" ist ein Buch, das Bestand haben wird, da es das soziale Gefüge in unserer Welt ebenso eindringlich wie analytisch beschreibt und das Wagnis eingeht, die Welt in ihrer Totalität zu erfassen.

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„Einschläfernd”

11.09.2009

Rezension von Sylvie Müller aus Nagold

Dieses Buch mag spannend werden, aber auf den ersten hundert Seiten ist davon nichts zu spüren.

Drei in meinen Augen völlig langweilige männliche Literaturprofessoren jagen ihrem phantomhaften Idol Benno Archimboldi hinterher. Dabei lassen sie ihrer Begierde nach dem einzigen weiblichen Mitglied der Runde freien Lauf.

Von einem Krimi ist dabei nichts zu merken... ich habe es weggelegt nachdem ich mehrmals dabei eingeschlafen bin.

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