Kurzbeschreibung:
Im heruntergekommenen Hotel "Palace" besucht ein ordinärer Kiezganove Nacht für Nacht eine alternde Prostituierte, um sich gegen Geld, neben anderem, eine Geschichte erzählen zu lassen. Denn das kann sie hervorragend. Die Geschichten dieser modernen Scheherazade kreisen alle um die Frage der Identität: Was macht ein Menschenleben aus? Und warum ist die Erfindung oft realer als die Wirklichkeit? Der Schweizer Autor Charles Lewinsky sorgt mit seiner Sammlung aus bösen Märchen, raffinierten Short Storys und modernen Parabeln ein weiteres Mal für glanzvolle Überraschungen in der Gegenwartsliteratur.
Pressestimmen:
"Die Geschichten sind so packend erzählt und von einem derart grotesken und fantastischen Einfallsreichtum, dass der Leser aller Schwarzmalerei und Hoffnungslosigkeit zum Trotz immer weiter zuhören muss. Am hinreissendsten sind jene Texte, in denen das Erzählen selbst zum Thema wird." Charles Linsmayer, Der Bund, 25.10.08
"Schade, dass Charles Lewinskys moderne Scheherazade nur elf Geschichten erzählt statt 1001: Man wird süchtig nach diesen skurrilen, schrägen und immer fantastischen, immer phantasievollen Erzählungen, die die Hure ihrem Kunden König auftischt. Der Schweizer Lewinsky ist ein genialer Erzähler, der die Bühne bis aufs letzte Staubkorn genau ausleuchtet und nicht nur die Geschichten inszeniert, sondern auch der Hure und dem König Wesenszüge verleiht, die Bände sprechen. Unbedingt lesen!" Susanne von Mach, Main-Echo, 13.09.08
Zusatzinformationen (Autorenportrait):
Charles Lewinsky, geboren 1946, lebt in Frankreich und Zürich. Er schreibt Romane, Theaterstücke und Drehbücher. Für Johannistag erhielt Lewinsky den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung 2004. 2006 erschien bei Nagel & Kimche der Roman Melnitz, der in viele Sprachen übersetzt, in China zum besten deutschsprachigen Roman des Jahres gewählt und in Italien für den Premio Vallombrosa nominiert wurde. Zuletzt veröffentlichte er bei Nagel & Kimche Gipfelkonferänz (2007, zusammen mit Jakob Stickelberger) sowie den Roman Johannistag (2007).