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Unabhängigkeitstag

Unabhängigkeitstag

Roman. Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 1996 von Richard Ford (buch)

"Es ist schwer, sich vorzustellen, dass in diesem Jahr ein besserer Roman erscheinen wird", schrieb "Publishers Weekly" über Richard Fords "Unabhängigkeitstag". Held ist wiederum Frank Bascombe, bekannt aus dem 1988 erschienenen Roman "Der Sportreporter". Bascombe, geschieden, ... weiterlesen
  • ISBN-10:3-8333-0350-6
  • EAN:9783833303500
  • Erscheinungstermin:Juli 2007
  • Verlag:Berliner Taschenbuch Verlag
  • Einband:Taschenbuch
  • OriginaltitelIndependence Day
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  • Sprache:Deutsch
  • Auflage:1. Auflage
  • Seiten:588
  • Gewicht:528 g
  • Übersetzer:Fredeke Arnim
  • Reihe:Berliner Taschenbuch

Kurzbeschreibung:

"Es ist schwer, sich vorzustellen, dass in diesem Jahr ein besserer Roman erscheinen wird", schrieb "Publishers Weekly" über Richard Fords "Unabhängigkeitstag". Held ist wiederum Frank Bascombe, bekannt aus dem 1988 erschienenen Roman "Der Sportreporter". Bascombe, geschieden, arbeitet inzwischen als Immobilienmakler, baut vorsichtig eine neue Beziehung auf, bemüht sich um seinen schwierigen fünfzehnjährigen Sohn. Am amerikanischen Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, wendet sich das Leben des Aussenseiters sichtbar zum Positiven.
Richard Ford:
Richard Ford, 1944 in Jackson, Mississippi, geboren, lebt heute in New Orleans und Montana. Bekannt wurde er mit seinen Romanen "Der Sportreporter" und "Unabhängigkeitstag".
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„Vater und Sohn und Amerika”

23.04.2008

Rezension von Polar aus Aachen Top-100 Rezensent

In diesem zweiten Buch, der bislang auf drei umfangreiche Romane angewachsenen Reihe über das Leben Frank Bascombes ist aus dem Sportjournalisten ein Immobilienmakler geworden. Immer noch lebt er in seiner Heimat, immer noch weiß er um seine Wurzeln und zerbricht sich den Kopf über sein Land. Die Geschichte spielt an einem Wochenende, in das der amerikanische Nationalfeiertag fällt. Zeit mit Freunden etwas zu unternehmen, sich der Familie zu widmen. Doch Bascombe ist wie im ersten Band aus dem Leben gefallen. Scheinbar hält er die bürgerliche Fassade aufrecht, doch Richard Ford widmet sich ihm mit einer Akribie, die nichts undurchleuchtet lässt, und zeigt ihn als einen Helden, den eines ausmacht: Er ist da und unterscheidet sich kaum von anderen. Ford zeichnet in ihm das Bild, das wir von uns allen haben, wir sind was Besonderes. Glauben wir zumeist. Von der ersten Frau geschieden, die er noch liebt, obwohl sie längst woanders verheiratet ist, neu liiert mit all den Fragen nach mehr Gemeinsamkeit behaftet, erhofft er sich, von einem Ausflug zur Hall of Fame des Baseballs seinen Sohn für sich zurückzugewinnen, den er nur noch selten sieht, er will ihn zumindest besser verstehen. Bascombe jedoch ist unfähig, Brücken einzureißen. Nicht umsonst wohnt er noch im alten Haus seiner Frau. Er überschätzt sich, denkt, dass ein gutes Gespräch die Dinge schon richten wird. Er begibt sich zusammen mit seinem Sohn Paul auf eine Odyssee, über den Highway, entlang der Diner, der endlosen Weite Amerikas, kämpft gegen die Verschlossenheit Pauls an und wirkt selber verloren. Da tasten sich zwei Menschen aneinander heran, die nicht imstande sind, dem anderen das mitzuteilen, was sie selber ausmacht. Bei einem Sohn spricht mal schnell von der Pubertät, aber wie bezeichnet man das bei einem Vater? Ford sagt Existenzperiode dazu. Und wenn es etwas an diesem Roman aussetzen gibt, dann sicher, dass er überhaupt ein Etikett hervorzaubert. Je weiter die Fahrt geht, desto mehr gleichen Frank und Paul schwer beweglichen Tankern. Sie haben eine Richtung eingeschlagen, die behalten sie bei. Bascombe der große Grübler der amerikanischen Gegenwartsliteratur kennt auf all die Fragen, die sich ihm auftun die Antworten nicht mehr, hat womöglich nie welche besessen. Das macht ihn so sympathisch und den Roman zu einem Genuss. Der Unabhängigkeitstag ist sicher der beste bislang von Richard Ford veröffentlichte Roman, in dem der Schluss versöhnt und zugleich überrascht.

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